day 334: water park, go karting & farewell/birthday dinner

Die Woche nach Yosemite habe ich hauptsächlich mit Anna und Erledigungen verbracht. Am Freitag war dann aber noch mal ein ziemlich perfekter Tag 🙂
Ich bin morgens mit Anna, Hal und Orri zu einem Wasserpark in San José gefahren. Ich fand, das war so amerikanisch mit den ganzen Rutschen – wie bei dem Film „Kindsköpfe“. Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß, wobei uns allen, glaube ich, der Endless River, auf dem wir uns in einem Reifen am Ende bestimmt eine halbe Stunde haben treiben lassen, am besten gefallen hat 😀
Weil wir nach dem Wasserpark noch nicht genug Action hatten, sind wir dann noch zum Go Kart Fahren gegangen. Anna konnte leider nicht fahren, weil sie ja noch keinen Führerschein hat, aber wir sind auch nur zwei Runden gefahren und ich war zweimal mit ganz großem Abstand Letzte – yeah 😀 Nein, das war mir wirklich egal 😀
Danach sind wir erst einmal nach Hause, haben alle geduscht und sind dann zusammen zum Abendessen in ein italienisches Familienrestaurant, wo man nur Portionen für mindestens 2-3 Personen bestellen kann. Meine Hostmom wollte eigentlich auch noch kommen, aber die war dann spontan mit ihren Freundinnen wo anders essen 🙂 Auf jeden Fall waren aber die Pastagerichte, die wir bestellt hatten, super lecker! Vor allem, dass das ich aussuchen durfte 😛
Zum Nachtisch gab es dann einen mega großen Eis-Sundae, wegen dem Anna eigentlich auch in das Restaurant wollte. Und da das der Abend vor meinem Geburtstag war, hat Anna das natürlich dem Kellner gesagt und alle haben mir dann ein Ständchen gesungen – super cool!

Der Tag war wirklich mega schön und ich bin so froh, dass ich nochmal so viel Zeit mit Anna verbringen konnte, bevor sie am nächsten Tag dann auch geflogen ist. Fotos davon hat leider nur Anna…

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day 300: sunrise in san francisco, dentist, painting the garage wall & it’s getting real

Letztes Wochenende am Sonntag bin ich morgens um 4.00 Uhr aufgestanden und zu Judith gefahren. Dort wurden wir von Sabrina abgeholt und wir haben uns auf den Weg nach San Francisco gemacht, wo wir uns den Sonnenaufgang anschauen wollten. Die Betonung liegt auf „wollten“, denn wir waren erstens ein bisschen spät dran (die Sonne fängt ja fast schon um 4 Uhr an, aufzugehen) und zweitens sind wir auf der Autobahn in einen Müllsack gefahren. Das hört sich erst mal ganz witzig und harmlos an, aber war es leider nicht, denn die ganze Stoßstange ist kaputt und muss laut Werkstatt ausgewechselt werden, sonst fällt sie bald ab. Wir konnten den Müllsack echt nicht sehen, weil das Auto vor uns erst kurz davor die Spur gewechselt hat und mich würde es auch echt interessieren, was in dieser Mülltüte drin war, dass es so einen großen Schaden verursachen konnte. Wie schwerwiegend der Schaden war, war uns übrigens anfangs nicht so bewusst und wir sind trotzdem weiter gefahren und haben uns den restlichen Sonnenaufgang von der Nordseite der Golden Gate Bridge angeschaut. Nachdem wir dann mit Hilfe von drei Männern ein Stück Plastik unterm Auto, das nur noch halb dran hing und am Reifen schliff, weggeschnitten hatten, sind wir noch zum Hippie Tree weiter, was wirklich einer meiner Lieblingsplätze ist – die Aussicht ist einfach wunderschön!

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Nach zwei Stunden ohne Antwort von Sabrinas Hostmom, der wir natürlich geschrieben hatten, haben wir uns einfach mal auf den Weg Richtung Napa Valley gemacht, was eigentlich von Anfang an unser Ziel war. Als wir schon fast dort waren, kam endlich ihre Antwort und wir sind dann doch wieder umgekehrt und nachhause gefahren. Sabrinas Gasteltern haben so nett reagiert und waren überhaupt nicht sauer! Ihr Hostdad meinte sogar, dass sie das nicht mal in die Werkstatt bringen müsste, um es abchecken zu lassen, weil es wirklich nicht so schlimm aussah.
Ich habe dann mein Auto bei Judith geholt und wir sind nach Half Moon Bay an den Strand gefahren.

Am Dienstag war ich hier dann doch mal beim Zahnarzt. Eigentlich wollte ich bis Deutschland warten, aber nachdem zwei meiner Freundinnen beim Zahnarzt waren und es auch gar nicht so teuer war, bin ich jetzt auch mal gegangen, da einer meiner Zähne schon seit längerem super empfindlich war und ich eigentlich hätte schwören können, dass da ein Loch sein muss. Es stellte sich heraus, dass an dem Zahn nur das Zahnfleisch nicht weit genug hochgeht und somit der empfindliche Zahnhals etwas freiliegt und dem gefällt Kälte gar nicht. Ich bin echt so erleichtert, dass ich kein Loch habe und dass ich das habe abchecken lassen, aber mein erster Arzttermin in Deutschland wird trotzdem der Zahnarzt sein, da er ja jetzt nur die eine Seite so richtig angeschaut hat und ich auch einfach alles richtig abchecken lassen will. Man hat echt keine Ahnung, was wir in Deutschland für einen Luxus mit unserer Krankenversicherung haben, die im Vergleich echt so viel übernimmt! Es ist echt ein komisches Gefühl, zu den Leuten zu gehören, die sich nicht trauen zum Arzt zu gehen, weil es zu teuer werden könnte…

Am selben Tag war ich mit Anna nach der Schule Farbe, etc. einkaufen, da sie für ein Englischprojekt, die Garagenwand anmalen wollte. Das haben wir dann auch am Freitag gemacht und es ist echt gut geworden! Überhaupt nicht fleckig oder ähnliches und es hat sogar richtig Spaß gemacht, auch wenn streichen bei 30°C ganz schön anstrengend ist 😀
Gestern habe ich vormittags gearbeitet, danach mit meiner Zwillingsschwester geskypt und mich abends mit Judith, Anni und Karlotta getroffen.

Ich bin jetzt schon 300 Tage in den USA und in 74 Tagen geht es für mich nachhause. In letzter Zeit merke ich immer öfter, dass es wirklich dem Ende zu geht. Letztens habe ich z.B. drei Brotlaibe für Maxi gekauft (wir frieren das Brot ein) und mich gefragt, ob das jetzt nicht reichen müsste bis zum Ende, ich habe letzte Woche mein Zimmer ausgemistet und auch schon überlegt, mal Probe zu packen, ich habe mit meinen Freunden festgestellt, dass wir uns teilweise nur noch einen Monat sehen, weil wir dann alle am Reisen sind, etc.
Ich habe auch nur noch einen Monat mit meinen Kids! Auf der einen Seite kann ich es kaum abwarten, bis ich endlich fertig mit dem Au-Pair Job bin, aber auf der anderen Seite, heißt das ja auch, dass ich meinen Kleinen fürs Erste „Auf Wiedersehen“ sagen muss, ohne zu wissen, wann das Wiedersehen genau sein wird…

day 290: cinco de mayo, san francisco with anna, last time college & happy birthday anna!

Am 05. Mai ist hier so etwas wie ein inoffizieller Feiertag, nämlich „cinco de mayo“ (= 05.Mai :D). Eigentlich wird da an den Sieg der mexikanischen Armee über Frankreich 1862 erinnert, aber hier in den USA ist das anscheinend der Tag, an dem die mexikanisch-amerikanische Kultur im Allgemeinen gefeiert wird und der Tag wird auch hauptsächlich zum Trinken genutzt (die Biermarke Corona hat den Tag, glaube ich, auch erst so richtig populär in den USA gemacht). Auf jeden Fall hatte unser Club natürlich auch eine Cinco de Mayo Party mit mexikanischem Essen und Piñatas für die Kinder. War nicht super spektakulär, besonders, wenn man nicht Alkohol trinken darf, aber das Essen war gut.
Am Tag danach habe ich vormittags mit Anna zuerst Spanisch und Geschichte gemacht und danach sind wir zusammen nach San Francisco gefahren! Zuerst sind wir zu Holmes Bakeshop, der aber leider schon zu hatte (2h vor dem eigentlichen Ladenschluss!), weil die für heute ausverkauft waren. Wir haben aber dann ein anderes leckeres Café gefunden und sind danach mit dem Bus über die Golden Gate Bridge gefahren und dann zu Fuß zurückgelaufen. Wir sind dann einfach an der Küste weiter gegangen zu einem super super schönem Strand! Ich LIEBE San Francisco einfach!

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Zum Schluss haben wir uns noch ein Eis gekauft, das auch mega lecker war!
Am 09.Mai war dann meine Stanford Class zum letzten Mal, das heißt, das nächste Mal, wenn ich in eine Vorlesung gehe, wird es schon mein richtiges Studium sein! Ich bin aber echt froh, dass ich jetzt nicht mehr zum College gehen muss und alle Vormittage und Abende freihabe 🙂 Wobei bei der Stanford Class gut war, dass ich deswegen nur bis 18 Uhr arbeiten musste und ich so für sechs Wochen nur 4-5 Stunden montags gearbeitet habe.

Am 12.Mai war Annas Geburtstag und sie ist jetzt 13 Jahre alt – ein Teenager! Wobei man das immer noch nicht wirklich merkt, also zumindest nicht, wenn es um das typische pubertäre Verhalten geht. Sie ist einfach so lieb uns selbstständig und ich habe echt viel Spaß mit ihr!
Ihren Geburtstag hat sie natürlich auch gleich mit einem Sleepover gefeiert, weshalb ich statt einem Mädchen, dann fünf von der Schule abgeholt habe. Am Samstagmorgen habe ich dann Bagels geholt und das Frühstück vorbereitet, weil meine Hostmom mit Maxi zu einem Fußballspiel musste. Aber sonst muss man sich um 13-jährige Mädchen ja nicht wirklich kümmern 🙂

day 242: moma, warriors, google, facebook & daily stuff

Vorletzten Sonntag (12.03) war ich zusammen mit meiner ganzen Gastfamilie im Museum of Modern Arts in San Francisco! Ich muss sagen, ich bin nicht so wirklich der Kunsttyp, aber manche Sachen fand ich richtig cool. Leider hatten wir nicht genug Zeit, alles anzuschauen, weil wir erst Karten ab 15 Uhr hatten und das Museum sonntags schon um 17 Uhr zu macht, aber meine Hostmom hat mir erzählt, dass die meisten Museen für 18-Jährige noch kostenlos sind! Also werde ich da wahrscheinlich nochmal hingehen und mich auch mal nach anderen Museen erkundigen 🙂

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Unter der Woche war ich dann wieder Dienstag und Donnerstag im College, war Freitagmorgen 1 1/2 Stunden bei unserem Fiathändler, weil es mal wieder einen Rückruf für irgendein Teil gab und wir ja nicht wollen, dass mein Auto in Flammen aufgeht (die beschreiben das in dem Rückrufbrief echt immer so, als ob das Auto jede Sekunde explodieren könnte…). Das war aber eigentlich super cool, weil die eine richtige Kundenlounge mit W-Lan, Kaffee und Essen hatten. Ich habe dann auch spontan mit zwei Freundinnen geskypt, die ich einfach mal angerufen habe. Ganz ehrlich, bei mir klappt immer nur spontanes Skypen. Wenn ich versuche mit Freunden, eine Zeit auszumachen, klappt das nie, aber spontan findet sich immer jemand, der Zeit hat – ich rufe dann halt einfach immer meine Freunde durch und schaue, wer dran geht 😀 Am dem Freitag war auch St. Patrick’s Day, der hier ja echt ein bisschen gefeiert wird, allerdings war der Tag für mich überhaupt nichts besonderes. Ich wurde nur 100x von meinen Kids gezwickt, weil ich nichts grünes anhatte und man dann das anscheinend darf. Das mussten die natürlich ausnutzen.
Am Samstag habe ich morgens kurz „gearbeitet“ (ich habe einen Obstsalat gemacht…) und danach habe ich mich mit einem Freund bei Stanford getroffen und wir waren dort auf dem Hoover Tower, von dem man echt eine richtige schöne Aussicht hat. Man kann sogar San Francisco sehen! Am Abend war ich dann mit Judith, Anni und Sabrina bei einem Warriors Basketballspiel. Das war wirklich mega cool und das Geld hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Warriors haben natürlich auch gewonnen, obwohl es im ersten Viertel echt nicht danach aussah. Danach wollten wir eigentlich noch Burger bei In ‚N Out holen, aber wir waren nicht die einzigen mit der Idee und die Schlange beim Drive In war super lang, also sind wir gleich wieder nachhause.

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Am Sonntag habe ich meine Präsentation fürs College gemacht, weil meine Gruppe diese Woche Diskussionsleiter war und ich habe (natürlich spontan) zuerst mit meiner kleinen Schwester und dann noch mit meiner Mama geskypt 🙂
Gegen 15 Uhr habe ich dann Judith, Anni, etc. gefragt, was sie so machen und Judith meinte dann nur, dass sie mich in drei Minuten abholen könnte, weil sie zu Google und Facebook fahren wollen. Da ich da in meinen acht Monaten immer noch nicht war, habe ich mich natürlich schnell fertiggemacht und bin mit ihnen mitgefahren. Bei Google haben wir uns natürlich gleich die Fahrräder geschnappt und sind ein bisschen rumgecruist, obwohl die „Fahrräder nur für Mitarbeiter sind“, wie uns dann eine Security irgendwann gesagt hat. Die hat uns dann sogar noch einen Aufkleber geschenkt und von uns Fotos gemacht. Ihren Job möchte ich aber auch echt nicht haben – jeden Tag hunderten Touristen zu sagen, dass die Fahrräder nur für die Google-Mitarbeiter sind. Wir haben echt tausend Fotos gemacht und die meisten davon wird nie jemand zu sehen bekommen, weil gestelltere Fotos gibt es echt nicht, aber es war mega lustig! Danach sind wir zu Facebook weitergefahren, was aber nicht ganz so spannend war, weil es dort eigentlich nur ein Plakat mit dem „Daumen hoch“ gibt, aber davor haben wir natürlich auch noch Fotos gemacht. Da Mark Zuckerberg auch super nah bei uns wohnt, sind wir auch noch zu ihm gefahren. Man sieht nur einfach gar nichts, außer sein Gate (er hat die Häuser außenrum auch gekauft) und die Securitymänner, von denen einer gleich ein Foto von uns gemacht hat, als wir wieder weggefahren sind. So gefährlich sind wir jetzt auch nicht 😀 Zurück bei Annika haben wir uns dann noch ganz passend „The Social Network“ (Film, über die Entstehung von Facebook) angeschaut und ich finde den Film echt richtig gut!

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Die Woche war dann wieder ganz normal. Kinder rumfahren, Pausenbrote machen, bei den Hausaufgaben helfen, … . Außerdem hatte ich ja auch die Präsentation in meiner Collegeclass und da wir die letzte Woche hatten, ist die jetzt auch ENDLICH vorbei bzw. müssen wir nur noch nächsten Donnerstag nochmal kommen, aber da machen wir nur ein Potluck (jeder bringt was zu essen mit) und bei Essen sage ich nie nein 😀 Gestern war der Tag auch ziemlich entspannt. Ich habe nachmittags nur Maxi von der Schule geholt und war dann 1 1/2 Stunden ohne Kind, weil Anna noch in der Schule war und Maxi und Ella mit meiner Hostmom bei dem Musical von Ellas Schule waren. In der Zeit war ich dann aber bei Costco und habe die Nektarinen, die ich am Tag vorher gekauft habe, zurückgebracht, weil die alle braun innen drin waren und habe andere Besorgungen gemacht. Um 17 Uhr habe ich dann Anna abgeholt und bin mit ihr Schuhe und Backsachen kaufen gegangen und abends sind meine Gasteltern weggegangen, aber ich musste den Kids eigentlich nur einen Film anmachen, was aber echt ein bisschen gedauert hat, weil unser Internet zurzeit mega spinnt. Ich bin dann auch noch mit Karlotta, Judith, Anni, Annika und Sabrina zu einem Freund von Vroni, der gerade an Stanford studiert und als ich alles nachhause gebracht habe, haben Karlotta und ich uns noch eine Pizza geholt.
Jetzt gerade ist Samstagmorgen und ich sitze noch in meinem Bett. Ich habe auch noch gar keine Pläne für das Wochenende, aber mal schauen, die hatte ich letztes Wochenende nämlich auch nicht 😀

day 230: about college essays, birthday parties, taxes and shooting

Seit Chicago sind auch schon fast wieder zwei Wochen vergangen und die Zeit rennt einfach 😦
Viel ist aber in den letzten Tagen auch nicht passiert: Ich war morgens fast immer im Fitnessstudio und/oder habe mich mit Freunden getroffen. Vorletzten Freitag wollte ich mit Judith und Karlotta nach Bodypump eigentlich einen Stretch & Balance Kurs machen, bis sich herausstellte, dass die Zielgruppe eher Ü50/60-Jährige waren. Man kann ja nicht wissen, dass „Appropriate for beginners and older adults“ gleich heißt, dass das quasi nur für ältere Menschen ist 😀
Mit Karlotta sollte ich eigentlich ein 15-seitiges Essay für unseren Collegekurs schreiben, was wir aber am Ende dann doch nicht gemacht haben, weil es uns echt zu viel Arbeit war und wir beide besseres zu tun hatten 😀 Also werden wir den Kurs logischerweise nicht bestehen, aber das könnte mir gerade ehrlich gesagt nicht egaler sein (dass ICH das mal sagen würde, hätte ich auch nicht gedacht :-)).
Letztes Wochenende hatte Ella ihre Geburtstagsparty zum 9.5 Geburtstag. Ihr Geburtstag ist im Sommer, weshalb meine Gastfamilie immer weg ist und sie somit nicht gleich feiern kann, also haben wir das jetzt ein halbes Jahr später nachgefeiert. Das war echt süß! Ich hatte am Tag davor im Bastelgeschäft Glitzersteinsticker gekauft und die haben wir uns dann alle ins Gesicht geklebt und Fotos mit meiner Polaroidkamera gemacht, außerdem gab es eine Eistorte und S’Mores und, obwohl ich noch nie Ice Cream Cake hatte, „konnte“ ich die auch dieses Mal nicht mal probieren, weil Karlotta und ich in der Fastenzeit auf Zucker verzichten. Es sind dann noch ein paar Kinder zum Übernachten geblieben, aber ich bin dann abends mit Karlotta noch zu Stanford, weil dort eigentlich ein Asian Food Market sein sollte, aber wir waren wohl ein bisschen zu spät dran und es gab eigentlich nichts mehr. Also haben wir uns woanders was asiatisches zum Essen geholt und haben uns dann mit Judith und Annika getroffen. Ich war dann erst ziemlich spät (oder früh – wie man’s nimmt) zuhause, aber da ich ja mit Kindern zusammenwohne, hat das ausschlafen natürlich nicht wirklich geklappt.
Am Sonntag wurde ich dann auch von den anderen „vergessen“. Die sind nämlich nach Berkeley und hatten vergessen, dass ich da auch mitwollte. Ich weiß, ich habe super Freunde 😀 Naja, ich bin dann mit meiner family ins Kino gegangen und ich bin dann auch richtig früh ins Bett, weil ich einfach so müde war.
Am Montag bin ich morgens nach dem Gym zu Karlotta, um unser Essay zu schreiben, aber wir haben dann wie gesagt ziemlich schnell beschlossen, dass wir das sein lassen und haben lieber mit ihrem Welpen gespielt, den sie am Wochenende bekommen haben – so süß!
Freitag war auch ein ziemlich chilliger Tag. Nach dem Fitnessstudio habe ich mich um meine Steuern gekümmert, da ich die bis zum 15.04 zahlen muss. Ganze $26 habe ich den USA geschuldet (ich bin der letzte Ausreisetermin 2016, der für 2016 nach Abzug des Freibetrags Steuern zahlen muss). Ich weiß, dass viele Au-Pairs ihre Steuern nicht zahlen, aber ganz ehrlich, die $26 habe ich gerade noch über und bevor ich irgendwann mal Probleme bekomme, zahle ich die doch einfach. Für 2017 werde ich dann $104 zahlen müssen, aber auch die werde ich zahlen – man kann ja nie wissen.
Gestern habe ich mich zum Lunch mit einem Freund getroffen. Wir waren zuerst Sushi essen (meins war mega gut!) und dann ganz amerikanisch schießen. Ich habe gerade mal die Übersetzung gegoogelt und wir waren Tontaubenschießen. Ich war mega schlecht, aber es war eigentlich doch ganz witzig. Danach waren wir noch in einer Spielhalle für Erwachsene (kein Casino) und das war echt mega lustig und so amerikanisch! Aber ich verstehe jetzt echt, wie man spielsüchtig werden kann 😀
Abends hatten wir dann Gäste da und mein Hostdad hat zum ersten Mal gegrillt und dafür sogar extra deutsche Würste gekauft (wir haben hier einen deutschen Metzger, Laden und Bäcker in der Nähe). Ich mag zwar Würstchen nicht so gerne, aber es gab auch noch Hähnchen und das war mega lecker.

P.S.: Meine Gastfamilie sucht übrigens noch nicht nach einem neuen Au-Pair, weil meine Hostmom einfach noch keine Lust hat 😀 Vor einem Jahr waren sie aber auf jeden Fall schon auf der Suche, weil ich bald vor einem Jahr mit ihnen gematcht habe!

day 215: back on german soil

Von wegen, ein Jahr im Ausland – am Freitag war ich für drei Stunden wieder auf deutschem Boden 😊 Alle drei Kinder haben nämlich einen neuen deutschen Reisepass gebraucht und den mussten wir natürlich im deutschen Konsulat beantragen. Dafür braucht man hier echt super viele Dokumente und ich habe deswegen mal einen Samstag fast nur damit verbracht, alles zusammen zu suchen, auszufüllen, zu kopieren, etc. Aber die Konsulin war auch echt begeistert und meinte zu meiner Hostmom, dass sie mich behalten sollten (…….😊). Es hat zwar trotzdem was gefehlt, aber das war nicht meine Schuld 😀 
Während wir dort waren, kamen auch fünf junge Männer rein, von denen vier ihren Reisepass inklusive Koffer und allem verloren hatten. Im Konsulat stellte sich dann aber heraus, dass alles gefunden und abgegeben worden war! Mega cool – die waren natürlich auch mega glücklich 😊 
Danach haben wir meine Hostmom zum Flughafen gebracht, was zum Essen bei In ‚N Out geholt, Ella zur Schule gebracht und sind dann nachhause gefahren. Ab da fing dann auch der ganz normale Alltagswahnsinn an – abholen hier, hinbringen da, einkaufen das, etc. Abends habe ich dann mit den Kindern Pizza gebacken, sie durften einen Film schauen und ich habe es zwischendrin auch geschafft zu packen, weil es für mich dann um 23.59 Uhr nach Chicago ging ☺

day 173: life update

Neujahr ist inzwischen auch schon wieder zwei Wochen her meine Kids sind inzwischen auch „endlich“ wieder alle in der Schule und ich habe wieder meinen ganz normalen Tagesablauf 🙂

Was ist in den letzten zwei Wochen so passiert? Ehrlichgesagt, nicht so viel besonderes. Wir hatten ziemlich schlechtes Wetter, ich bin wieder ziemlich oft im Gym, nachdem ich im Dezember wegen Krankheit und Faulheit (das YMCA, bei dem ich angemeldet bin, ist 25min weit weg) eher weniger war (meine Gastfamilie konnte gar nicht glauben, dass ich wirklich drei Wochen am Stück nicht im Fitness war :D), aber seit 01.01 darf ich in alle YMCAs in der Bay Area gehen und das nächste ist nur 10 Minuten von mir (das wusste ich aber nicht), also bin ich jetzt immer dort (das ist übrigens immer noch leer – in Deutschland muss man sich von Januar bis ca. März immer um jede Hantel streiten :D), ich schaffe es in letzter Zeit auch viel öfter Freunde zu treffen, ich habe einen neuen Collegekurs angefangen (International Relations & World Politics), der sich relativ anspruchsvoll anhört, also genau mein Ding ist und ja, mit meinen Kindern läuft es total super zur Zeit und allgemein ist eigentlich alles ziemlich gut hier 🙂

Die letzten Wochen habe ich mich auch mal ein bisschen mit meiner Zukunft auseinandergesetzt, bin aber noch nicht so wirklich zu einem Ergebnis gekommen. Soll ich verlängern? Wenn ja, wie lange und wo? Bei meiner Gastfamilie oder bei einer neuen Familie in einem neuen Ort? Will ich noch länger Au-Pair sein? Oder soll ich gleich studieren anfangen? Wenn ja, wo? Deutschland, Niederlande, England, USA, …? Ich habe mich zwar super spontan bei zwei Universitäten beworben, aber so ganz sicher bin ich mir dabei nicht.
Die Entscheidung fällt mir wirklich super super schwer. Zum einen, weil ich nur gute Optionen habe – egal, für was ich mich entscheide, es wird keine schlechte Entscheidung sein. Zum anderen, weil ich am liebsten alle glücklich machen würde – meine Gastfamilie, meine Familie, meine Freunde und mich.
Meine Freunde tun mir schon ein bisschen Leid, da ich teilweise wirklich alle paar Stunden meine Meinung geändert habe und sie natürlich immer mit meinen neusten Plänen vollgespamt habe. Aber naja, im Endeffekt muss ich die Entscheidung sowieso ganz alleine treffen.
Und ich glaube, ich habe mich eigentlich schon entschieden, aber will es nur noch nicht zugeben.