day 365: oahu

Um 19.30 Uhr ging es am Donnerstag dann weiter nach Oahu. Der Flug dorthin war wirklich der kürzeste Flug ever! Ich glaube, wir sind so 30 Minuten geflogen, bevor wir in Honolulu gelandet sind.
Vom Flughafen bin ich mit dem Bus nach Waikiki zu meinem Hostel gefahren, wo ich nur eingecheckt und geduscht habe und dann auch gleich schlafen gegangen bin. Denn so gut Hostels auch sind, um Leute kennen zu lernen, zum Ausschlafen sind sie nicht geeignet 😀

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Am Freitag stand dann gleich ein weiteres meiner Highlights auf dem Plan: schnorcheln. Um 10 Uhr wurde ich von einem Shuttle abgeholt und wir sind zum Hafen in Waianae gefahren. Dort angekommen, habe ich meine Schnorchelausrüstung bekommen und dann ging es auch schon los. Wir haben insgesamt zwei Schnorchelstops gemacht. Beim ersten waren wir so ziemlich mitten im Meer, aber das Wasser war so klar, dass man bis zum Boden sehen konnte und auch richtig warm. Seit ich denken kann, stand „Schwimmen mit Delfinen“ ganz oben auf meiner Bucket List (anscheinend heißt das Löffelliste auf deutsch?) und früher wollte ich immer so „richtig“ mit einem Delfin in einem Pool schwimmen, wie man es hauptsächlich in Florida und in Mexico machen kann, nachdem ich aber inzwischen um einiges schlauer bin und weiß, dass das Tierquälerei schlechthin ist, war mir klar, dass ich das auf keinen Fall machen möchte. Deswegen hatte ich mich noch vor Hawaii dazu entschieden, dass ich auf Hawaii unbedingt mit wilden Delfinen schwimmen möchte und ja, das kann ich jetzt wirklich auf der Liste abhaken. Beim ersten Schnorchelgang haben wir dreimal Delfine gesehen und ich war ungelogen das glücklichste Mädchen der Welt – wenn man im Wasser weinen könnte, hätte ich angefangen. Ich habe davor nur einmal im Leben Delfine gesehen und das war im Nürnberger Zoo (unterstütze ich auch nicht mehr), aber Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, nicht weil sie gezwungen werden, sondern weil sie da leben und einfach rumschwimmen, war unglaublich! Beim zweiten Schnorchelgang waren wir dann bei einem Riff, die leider auch auf Hawaii immer mehr aussterben, und haben ein paar Fische und sogar zwei Schildkröten gesehen!
Zurück in Waikiki habe ich mir den Sonnenuntergang am Strand angeschaut und dann gab es kostenlose Pizza in meinem Hostel, die ich mir natürlich nicht entgehen habe lassen.

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Jeder Tag toppte gefühlt den Tag davor! Am Samstag ging es nach einer sehr kurzen Nacht um 5.30 Uhr mit dem Shuttle Richtung North Shore. Dort angekommen, musste ich erst einmal ein bisschen warten, denn es war zu bewölkt. Nach einer Weile ist es dann aber aufgeklart, ich habe meine Ausrüstung bekommen und dann ging es mit Kai, meinem Partner, und anderen Verrückten ins Flugzeug. Was ich in diesem Moment gefühlt habe, kann ich wirklich nicht genau sagen. Ich glaube, auf dem Weg nach oben, war ich schon noch ziemlich nervös und auch als der erste aus dem Flugzeug gesprungen (bzw. eher gefallen) ist, hatte ich noch leicht Angst, aber sobald ich in der offenen Tür stand, war alles weg. Der Sprung selber war einfach nur der Wahnsinn! Ich bin einfach eine Minute lang 3km nach unten gefallen, bevor Kai den Fallschirm aufgemacht hat und ich noch ein bisschen die Aussicht genießen konnte. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ICH wirklich aus einem Flugzeug gesprungen bin. Wenn ihr mir das vor einem Jahr oder sogar nur zwei Monaten gesagt hättet, ich hätte euch einen Vogel gezeigt, aber ich würde es immer wieder machen! Danach wäre ich auch am liebsten gleich nochmal hoch geflogen und gesprungen 😀
Als ich um 11.30 Uhr wieder zurück im Hostel war, habe ich erst einmal versucht noch ein bisschen zu schlafen und habe dann bis 15 Uhr oder so mit meinem Zimmernachbar, der irgendwie die ganze Zeit auf dem Zimmer war, gechillt. Um 15 Uhr habe ich dann den Bus zu den Koko Head Stairs genommen. Das sind eigentlich Bahnschienen an einem Berg, die man hochgehen kann. Nach 24 Minuten bin ich nass und fertig oben angekommen und wurde mit einer wunderschönen Aussicht belohnt 🙂 Auf dem Rückweg konnte ich wieder den Sonnenuntergang anschauen und zurück in Waikiki habe ich mir nur was zu Essen gekauft und wollte dann auch schlafen gehen. Das hat dann nicht so geklappt, denn ich habe zwei Australierinnen kennengelernt und bin mit ihnen und anderen zum Strand. Da ich habe wirklich müde war, bin ich um 1 Uhr zurück ins Hostel und schlafen gegangen.

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Sonntag habe ich erst einmal relativ langsam angehen lassen, habe gefrühstückt, mit meiner Schwester telefoniert und gechillt. Um 14 Uhr wollte ich mich dann mit Dalton, den ich auf Maui kennengelernt habe, bei einem Hike treffen. Um 11 Uhr oder so meinte er dann, dass er schon losgefahren ist und ich auch los kann, wenn ich schon fertig bin. Am Ende sind wir dann fast zeitgleich um 13 Uhr dort angekommen (ich war eigentlich früher da, aber ich war zuerst am falschen Treffpunkt :D). Nachdem er dann seinen Rucksack versteckt hatte, konnten wir auch endlich los. Josh und Martino (zwei, die auch den Haleakala mit uns gewandert sind) hatten uns den Olomana Trail empfohlen (das ist sogar Martino’s favorite, obwohl er auch den Stairway to Heaven gemacht hat) und wir sind so froh, dass wir den gemacht haben. Das ist ungelogen der beste Wanderweg, den ich je gewandert bin. Es sind eigentlich drei Berge, die man nacheinander besteigen kann, aber wir sind „nur“ bis zum zweiten Gipfel gegangen. Die meisten gehen nur auf den ersten Berg, da das schon anstrengend genug ist und die Aussicht auf dem auch die beste ist, da er am höchsten ist, aber wir wollten noch eine bessere Aussicht auf den dritten Berg haben, also sind wir weiter. Die Aussicht ist aber wirklich der HAMMER! Die Wanderung an sich ist relativ anspruchsvoll, also es gibt teilweise Seile, mit denen man hochklettern muss und man muss auch felsenklettern (das ist die Übersetzung, die mir für rock climbing angeboten wird?) – ich habe es auf jeden geliebt!
Nach vier/fünf Stunden oder so waren wir wieder unten und sind erst mal zum Supermarkt gefahren, um was zu Essen zu kaufen. Danach musste ich mich auch schon von Dalton verabschieden, denn er wollte dort in dem Ort bleiben und ich musste ja zurück nach Waikiki 😦
Zurück im Hostel bin ich auch nur duschen und schlafen gegangen.

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Montag war dann mein allerletzter Tag auf Hawaii. Ich hatte wie auf Maui für den letzten Tag nicht wirklich einen Plan, habe gepackt, gefrühstückt und ausgecheckt. Unten am Eingang habe ich dann eine Kanadierin und eine Spanierin kennengelernt, die den Pillbox Hike machen wollten, also habe ich mich ganz spontan ihnen angeschlossen. Der Hike war auch echt gut! Ziemlich kurz, dafür ziemlich steil, aber die Aussicht war mal wieder der Wahnsinn. Egal worauf man in Hawaii gestiegen ist, die Aussicht war immer wunderschön, aber wie kann es auch nicht schön sein, wenn es weit und breit nur türkises Meer und grüne Berge gibt? Als wir wieder unten waren, sind wir direkt zum Strand in Lanikai (der auch der beste auf Oahu sein soll), weil uns so heiß war. Gegen 16 Uhr sind wir dann wieder zurück und noch ein bisschen durch Waikiki gelaufen. Zurück im Hostel habe ich nur geduscht, mich umgezogen und bin dann auch mit dem Shuttle zum Flughafen gefahren.

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Die Woche auf Hawaii war mit Abstand die beste Woche meines Lebens bisher. Ich habe mindestens 100 Mal meine Komfortzone verlassen und es nie bereut, habe Sachen gemacht, die ich eine Woche, geschweige denn ein Jahr, vorher nie gemacht hätte, habe so viele Dinge zum ersten Mal gemacht, habe die interessantesten und nettesten Leute (von denen die meisten noch auf Hawaii chillen und mich mit ihren Fotos neidisch machen) kennengelernt, habe die schönste Natur und Aussicht gesehen und hatte einfach eine gute Zeit!
Jetzt sitze ich wieder in San Francisco, in zwei Tagen sitze ich schon im Flugzeug nach Deutschland und ich kann gar nicht glauben, wie unglaublich dieses Jahr war, aber dazu gibt es irgendwann einen eigenen Blogeintrag.

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day 361: maui

Vorletzten Montag ging es auch für mich endlich nach Hawaii! Die Hälfte meiner Freunde war dort schon irgendwann während des Jahres mit ihren Gastfamilien, aber da ich ja bei meiner nicht dabei war, stand das noch ganz oben auf meiner Bucket List. Wobei ich zugeben muss, dass ich ganz am Anfang vom Jahr noch der Meinung war, dass man Hawaii nicht unbedingt machen muss, aber nachdem dann alle meine Freundinnen so davon geschwärmt haben und man an der Westküste ja doch so nah ist, wollte ich mir die Inseln (bzw. ein Teil der Inseln) dann doch unbedingt auch anschauen.

Nachdem das Uber zu teuer war und Sabrina mich super spontan doch fahren konnte, war ich ziemlich knapp am Flughafen: um 9.30 Uhr habe ich eingecheckt und um 9.50 Uhr saß ich auch schon im Flugzeug.
In Maui angekommen, habe ich erst einmal den Shuttle von meinem Hostel bestellt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch kurz beim Supermarkt gehalten, wo ich unter anderem Nudeln (was auch sonst) gekauft habe. Gegen 14 Uhr war ich dann im Hostel, habe erst einmal geduscht und dann eigentlich nur gechillt, Freunde gefunden und getrunken 😀
Am Dienstag habe ich die Road to Hana-Tour meines Hostels gemacht. Die war eigentlich der Hauptgrund, warum ich das Hostel ausgewählt habe. Die haben jeden Tag eine kostenlose Tour angeboten und zum Beispiel die Road to Hana-Tour bei einem Touranbieter wäre schon mindestens $150 gewesen. Auf der Road to Hana (das ist übrigens eigentlich einfach nur eine Straße, die zum Ort Hana führt) haben wir bei Wasserfällen, einem Red Sand Beach und einem Black Sand Beach angehalten. Die Natur war natürlich super schön, aber ich muss sagen, dass die Road to Hana das auf Hawaii, das ich „am schlechtesten“ fand. Wobei ich natürlich zugeben muss, dass das hier ein sehr sehr sehr hohes Level von schlecht ist 😀 Zurück im Hostel saßen wir abends wieder alle zusammen und haben Pläne für Mittwoch gemacht.

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Mein Plan war es, mit anderen aus dem Hostel um 7.30 Uhr zum Surfen zu gehen. Also stand ich natürlich pünktlich da, aber eigentlich nur um ihnen zu sagen, dass ich doch etwas anderes machen werde. Ich hatte nämlich am Vortag mitbekommen, dass ein paar Typen zum Vulkan Halekala zum Wandern fahren wollten und da ich die Hosteltour am Samstag verpassen würde, dachte ich, versuche ich einfach mal mein Glück und frage, ob da noch Platz für mich ist. Sie hatten noch Platz! Also ging es dann um 9 Uhr anstatt zum Strand in die Berge.
Am Parkplatz angekommen, war es mindestens 10°C kälter als unten, aber darauf war ich schon „vorbereitet“ und hatte eine Sweatshirt Jacke dabei. Um den Hike zu starten, mussten wir per Anhalter zum Gipfel fahren – alleine hätte ich das ja nie gemacht, aber ich hatte ja vier Aufpasser 😀 Gegen 11 Uhr haben wir dann den 20km langen Rundweg angefangen und ich dachte, ich erfriere gleich. Es war wirklich SO kalt und ich hatte natürlich nur Shorts, ein T-Shirt und die Jacke dabei! Außerdem hat es auch noch genieselt/wir sind durch die Wolken gegangen, aber ich hatte Gott sei Dank einen Plastikregenponcho, der für ein Jahr in meinem Zimmer in Cali lag, dabei. Nach ein paar Minuten wurde es dann aber Gott sei Dank wärmer und ich konnte endlich die wahnsinns Natur bewundern. Der Hike war wirklich verrückt: zuerst sind wir durch eine Mondlandschaft, dann durch gefühlt drei verschiedene Planetlandschaften und zum Schluss durch Jurassic Park gelaufen. Die Landschaft hat sich echt fast minütlich verändert und wir hatten das Gefühl, dass wir nicht auf Hawaii, sondern eben auf dem Mond, unbekannten Planeten und im Film sind. Mega mega schön! Der Hike ist auf jeden Fall einer meiner Lieblingshikes und eines meiner top vier Highlights von Hawaii geworden! Wir waren uns auch alle einig, dass das viel besser war, als die Road to Hana-Tour am Tag davor. Dadurch, dass die Jungs auch immer ein Schritt schneller als ich waren (aber wirklich nur ein Schritt), musste ich mich auch ein bisschen fordern, was ich auch ganz gut fand. Abends saßen wir dann wieder im Hostel, haben witzige Kartenspiele gespielt (ihr solltet unbedingt Shovel Ass ausprobieren! :D) und gechillt.

Donnerstag war schon mein letzter Tag auf Maui. Ich hatte nicht wirklich Pläne, weil ich nicht mit zur Tour konnte, da die erst um 7 Uhr zurückgekommen wären, mein Flug aber schon um 7.30 Uhr ging. Also habe ich am Morgen erst einmal gechillt, gepackt, ausgecheckt und mich von den Leuten verabschiedet. Um 11 Uhr oder so bin ich dann mit dem Bus zum Strand gefahren, denn ich konnte ja Maui nicht verlassen, ohne richtig am Strand gewesen zu sein. Der Strand und der Ort dort waren auch richtig schön und ich habe mir natürlich ein Shaved Ice (Wassereis, über das Sirup gekippt wird) geholt und war im Pazifik „schwimmen“. Ich bin aber gar nicht so lange dort geblieben, sondern bin um 15 Uhr schon wieder zurück zum Hostel, wo ich noch einmal geduscht habe und dann aber auch gleich mit dem Bus weiter zum Flughafen gefahren bin.

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Die vier Tage auf Maui haben alle meine Erwartungen übertroffen! Das Hostel (Banana Bungalow Hostel) war der Wahnsinn, die Leute, die ich dort kennengelernt habe, so cool und nett, dass ich das Gefühl hatte, dass ich sie schon ewig kenne (ich vermisse die auch richtig), die Natur absolut faszinierend (wer auf Hawaii nur am Strand liegt, macht definitiv was falsch) und ich war einfach nur glücklich, weil alles so perfekt war 🙂

day 350: nicaragua

Für mich ging meine erste Reise in meinem „Reisemonat“ nach Nicaragua! Vielen, denen ich das im Vorfeld erzählt habe, haben mich erst einmal gefragt, was Nicaragua ist – Nicaragua ist ein Land in Mittelamerika. Und da ich das Glück habe, dass mein Visum in meinem Reisemonat noch gültig ist (normalerweise ist der Reisemonat der 13.Monat, nachdem das Visum schon abgelaufen ist, man aber noch 30 Tage in den USA geduldet wird – sobald man allerdings die USA verlässt, kommt man nicht mehr rein, weil das Visum ja abgelaufen ist) und die Flüge nach Nicaragua erstaunlich billig waren, bin ich ziemlich spontan zu meiner Freundin Talita, die dort ein Freiwilligenjahr macht, nach Nicaragua geflogen.
Am 29.06 ging’s also los nach Mexico City, wo ich auch einen 13h Aufenthalt über Nacht hatte. Ich konnte erstaunlich gut schlafen, aber war dann doch ziemlich froh, als ich endlich im Flugzeug nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas saß. Dort hat mich Talita dann auch um 11 Uhr abgeholt und es war so komisch sie wiederzusehen, weil es überhaupt nicht komisch war, bei ihr zu sein, mit ihr zu reden und mit ihr zu reisen – mega komisch!
Von Managua aus haben wir gleich einen Bus nach Estelí genommen, wo wir uns erst einmal um ein Hostel gekümmert haben, Sachen fürs Frühstück am nächsten Tag gekauft haben (alles ist SO BILLIG!) und dann in dem westlichen Supermarkt dort uns mit Süßigkeiten, Eis und Fanta Roja eingedeckt haben, die wir dann in dem Park dort gegessen haben. Fanta Roja trinkt in Nicaragua jeder und es ist super beliebt, aber ich kann absolut nicht verstehen, wieso, denn das ist eines der ekligsten Getränke, die ich je getrunken habe – super künstlich (aber das ist fast alles in Nicaragua) und einfach nicht gut. Aber gut, man muss ja alles mal probieren! Wir saßen dann eigentlich nur noch ziemlich lang im Park und haben geredet.

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Am nächsten Tag wurden wir um 5 Uhr vom Wecker geweckt, sodass wir den Bus um 6.15 Uhr zum Somoto Canyon schaffen würden. Dort angekommen, haben wir noch gewartet bis alle anderen Tourteilnehmer da waren, haben uns umgezogen und unser Essen für später ausgesucht.
Danach ging es mit einem Lieferwagen (natürlich auf der Ladefläche) zu dem Eingang vom Canyon. Am Anfang mussten wir dann auch erst ein Stück gehen, bis wir dann in den Fluss, der durch den Canyon geht, gegangen sind. Die nächsten vier Stunden haben wir dann schwimmend, kletternd, springend und wandernd verbracht. Es war echt eine mega coole Erfahrung durch den Canyon zu schwimmen, wenn auch nicht ganz ungefährlich – zum Ende hin hatte es angefangen zu regnen und Steinbrocken lösten sich vom Canyon. Das fanden Talita und ich nicht ganz so witzig, aber wir waren schon fast am Ende und sind auch alle heil angekommen. Das letzte Stück ging es dann mit dem Boot und zu Fuß weiter und zurück am Haus des Tourguides gab es noch ein leckeres Essen (natürlich Fleisch mit Reis und Bohnen). Wir sind dann nur noch zurück nach Estelí, wo es noch einmal Eis und mexikanisches Essen gab.
Der Canyon sah wirklich GANZ anders aus, als alle, die ich bisher gesehen habe – super grün (was natürlich auch an der Regenzeit lag)!
Wer einen bisschen ausführlicheren Bericht möchte, kann gerne Talitas Blogeintrag lesen, aber mein Blogpost wird sowieso viel zu lang, also versuche ich mich kurz zu halten.

Am Sonntag ging es für uns dann zurück nach Managua, wo wir uns die wenigen Sehenswürdigkeiten angeschaut haben. Nicaragua ist wirklich super bunt und alles ist in Neonfarben – ich kam mir immer wie in einem Kinderspieleland vor. Neben dem Hafen haben wir dann auch ziemlich viel Essen an einem Straßenstand gekauft – ich musste ja alles probieren! Das meiste war auch lecker, wenn auch UNGLAUBLICH fettig. Die frittieren echt alles und wenn nicht, dann braten sie es in einer zentimeterdicken Schicht Öl an. Sonst muss man sagen, dass die Städte dort nicht wirklich schön sind, aber Nicaragua ist auch das ärmste Land Zentralamerikas und das sieht man auch.
Nachmittags sind wir dann zu Talita nachhause nach Masatepe gefahren, wo ich dann auch ihre Gastfamilie und mein Zuhause für die nächsten sieben Tage kennengelernt habe.

Am Montag klingelte der Wecker um 5 Uhr, aber nachdem ich vom Duschen wiederkam, meinte Talita, dass es ihr gar nicht gut geht und sie nicht zum Arbeiten gehen kann. Deshalb waren wir den ganzen Montag zuhause, was mir aber auch ganz Recht war, denn so hatte ich Zeit mich zu akklimatisieren und mich an die doch sehr anderen Lebensumstände zu gewöhnen.
Am Dienstag ging es Talita dann Gott sei Dank besser und wir konnten in die Schule gehen, in der sie gearbeitet hat. Sie hilft dort den Englischlehrerinnen im Englischunterricht und die Zeit verging auch super schnell, denn ich war als Talitas persönliche Fotografin dabei und hatte genug zu tun, ihre letzte Schulwoche festzuhalten! Die Kinder waren alle auch so süß und fanden natürlich meine Haare ganz toll 🙂

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Nach der Schule gab es erst einmal Mittagessen – bestimmt Reis, Bohnen und Fleisch, so genau weiß ich das nicht mehr, aber das gab es eigentlich immer, und dann ging es weiter nach Catarina. Während meines Auslandshalbjahr in Spanien hatte ich meinen Namen zu Catalina gewechselt, denn Katharina ist nicht wirklich bekannt in Spanien und es hat sowieso immer jeder Catalina verstanden. Dieses Mal hatte ich allerdings Glück und ich musste nur sagen, dass ich wie die Nachbarstadt heiße und schon konnten alle meinen Namen aussprechen 😀
Catarina selber war auch die schönste „Stadt“, die ich in Nicaragua gesehen habe und das sage ich jetzt nicht nur, weil sie meinen Namen trägt. Unser Ziel dort war ein Aussichtspunkt, von dem man einen Ausblick über eine Lagune und einen Vulkan hatte. Hinter der Lagune konnte man außerdem noch die Stadt Granada erkennen (mit dem Superzoom meiner Kamera sogar ziemlich genau) und allgemein war der Ausblick einfach wunderschön! Dort gab es auch noch einen kleinen „Wander“weg, den wir auch noch abgelaufen sind und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben wilde Affen gesehen – so cool! Am Abend war dann noch eine kleine 4th of July-Party, die die amerikanischen Freiwilligen im Ort organisiert haben, wo wir natürlich auch hin sind, denn wenn ich schon nicht in den USA selber feiern konnte, wollte ich zumindest ein bisschen den wichtigsten Feiertag der USA feiern.

Am Mittwoch sind wir nach der Schule zum Vulkan Masaya, den wir schon immer auf dem Schulweg gesehen haben. Dort wurde uns allerdings gesagt, dass man wegen des Regens nichts sehen kann, weshalb wir wieder zurückgefahren sind und in einem Café gechillt haben. An dem Abend ging es mir dann nicht so gut und laut Google müsste ich jetzt auch schon tot sein (einfach niemals Symptome googlen :D), aber mir ging es schon am Donnerstag viel besser!
Donnerstag war auch Talitas letzter Schultag mit den Kindern und das war wirklich so traurig! Ich hatte auch bestimmt 2-3x Tränen in den Augen, weil die Kinder teilweise auch so geweint haben und man einfach gemerkt hat, wie sehr sie an Talita hängen. Die ganzen Abschiede haben mich natürlich auch an meine ganzen Abschiede erinnert und somit das Ganze auch nicht einfacher gemacht.
Unser Nachmittagsprogramm fiel dann auch wortwörtlich ins Wasser und wir waren wieder in einem Café, aber nicht allzu lange, weil es mir nicht so gut ging. Deshalb haben wir dann auch Tabletten in der Apotheke gekauft und das war echt richtig cool, weil du genau die Anzahl kaufen kannst, die du brauchst. Zurück zuhause haben wir noch ein bisschen Wäsche gewaschen, uns dann nur noch zwei Filme angeschaut und sind dann auch schlafen gegangen.

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Am Freitag konnten wir sogar ein bisschen ausschlafen, weil wir erst um 9 Uhr an der Schule sein mussten. Dort hatten dann die Lehrer für Talita und ihre Mitfreiwillige eine super schöne Abschiedsfeier geplant und ich war natürlich wieder als persönlicher Foto- und Videograph dabei. Die Feier war wirklich sehr süß und von Herzen. Es wurden viele Spiele gespielt, es gab gutes Essen (inklusive Bohnen und Reis – ja, okay, dass ist jetzt nicht mehr witzig) und natürlich noch einmal ein paar Abschiedsgeschenke für die beiden.
Wir waren dann auch sehr viel später als geplant zuhause, haben dort auch nur gepackt und sind dann wieder los. Unser Ziel war San Juan del Sur, eine (Party)Stadt am Pazifik, aber die Fahrt dahin war etwas abenteuerlich. Zuerst sind wir zu viert mit dem Mototaxi nach Catarina gefahren, dort haben wir relativ lange auf einen Bus nach Rivas gewartet, der dann aber doch irgendwann kam, und von Rivas aus haben wir dann ein Taxi nach San Juan del Sur genommen. Da wir nicht genau wussten, wo unser Hostel ist, haben wir uns zuerst mit der amerikanischen Freiwilligen getroffen, die schon früher am Tag gefahren ist und nachdem wir uns alle im Hostel umgezogen hatten, ging es dann wieder nach Downtown. Talita und ich hatten eigentlich gar nicht so viel Lust Party zu machen, aber wir waren dann diejenigen, die man um 3 Uhr zum Nachhause gehen zwingen musste 😀 Der Abend war echt mega schön! Ich wollte eigentlich nur unbedingt einmal zu Despacito tanzen, das allen bestimmt schon zu den Ohren raushängt, aber seit das draußen ist, war ich ja noch nicht wirklich feiern. Gegen 1 oder sogar 2 Uhr wurde es dann endlich auch gespielt, aber Katharina war natürlich gerade draußen, um Wasser zu kaufen. Als Talita und ich allerdings realisiert haben, was gerade läuft, sind wir wie so zwei völlig Verrückte wieder reingerannt, aber es hat sich gelohnt 😀

Am Samstag haben wir dann erst einmal „ausgeschlafen“ und das kostenlose Frühstück (Toast mit Marmelade) ausgenutzt. Und mit ausgenutzt, meine ich ausgenutzt. Wir haben beide sechs Scheiben Toast gegessen und hätten locker noch mehr essen können, wenn wir nicht zu faul gewesen wären, uns immer für den Toaster anzustellen. Nach dem Frühstück ging es zuerst zur Christostatue und danach natürlich an den Strand. Endlich kann ich auch sagen, dass ich im Pazifik geschwommen bin, der war da nämlich badewannenwarm (ich bin mir ziemlich sicher, dass man das eigentlich nicht so sagt im Deutschen). Talita und ich haben uns dann auf die Suche nach einem bestimmten Eis, das wir in Estelí schon zweimal gegessen hatten, gemacht und sind dafür sogar extra durch San Juan del Sur gelaufen und haben die tausend Anhuper und Hinterherpfeifer ertragen. Wirklich, sobald du ausländisch bzw. westlich aussiehst, pfeift dir jede männliche Person, der du begegnest, hinterher oder hupt dich an – egal ob 8 oder 80 Jahre alt. Das Eis haben wir leider nicht gefunden, aber einen relativ guten Ersatz, und als wir zurück am Strand waren, wurden wir schon von dem Cousin eines Freundes erwartet, da wir mit ihm mit zurück nach Masatepe fahren konnten – mega gut!

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Zurück im Haus hatten wir noch kein fließend Wasser (wir hatten immer nur morgens ab ca. 5 Uhr und nachmittags ab ca. 16 Uhr für ein paar Stunden fließend Wasser, wobei ich schon Glück hatte, da es durch die Regenzeit relativ lange Wasser gab), da wir uns aber UNBEDINGT duschen wollten – wir hatten ja schließlich noch Salzwasser und Sand überall -, haben wir einfach ohne fließend Wasser geduscht. Mir hat das sogar super viel Spaß gemacht!
Am Abend waren wir noch im Jugendgottesdienst von Talitas Kirche, der für mich ein bisschen doof war, weil die keinen Text zu den Liedern hatten und ich somit, wenn überhaupt, nur den Refrain mitsingen konnte. Danach haben wir uns noch mit ein paar Freunden von Talita getroffen und waren dann auch relativ spät zuhause.

Der Sonntag war dann auch schon mein letzter Tag (ja, ihr habt es wirklich bald geschafft!), den wir aber auch noch einmal richtig gut genutzt haben, denn das Wetter war endlich gut und wir konnten hoch zum Vulkan!
Der war wirklich mega beeindruckend, da er aktiv ist und man sogar die Lava sehen kann – so cool! Man darf auch nur 5 Minuten oben bleiben und viele Sachen sind gesperrt, aber es war trotzdem eine beeindruckende (ich suche gerade verzweifelt nach anderen Wörtern für mega/sehr/super/so cool/schön – die habe ich nämlich schon eindeutig genug verwendet in dem Post, aber es war einfach alles so mega super cool) Erfahrung, auf einem aktiven Vulkan zu stehen und sogar die brodelnde Lava zu sehen.

Danach ging es leider schon zum Flughafen. Der Abschied war nicht wirklich schwer, da wir uns in einem Monat schon wieder sehen. Am Flughafen musste ich noch relativ viel Zeit überbrücken, aber ich habe mit Anna telefoniert und das kostenlose W-Lan genutzt.
In Mexico City hatte ich dieses Mal dann einen 8h Aufenthalt über Nacht, wobei ich dieses Mal überhaupt nicht schlafen konnte. Nach der Erfahrung vom Hinflug hätte ich einen Nachtaufenthalt am Flughafen fast schon empfohlen, aber ein Bett ist mir dann doch lieber.

Die Reise nach Nicaragua war wirklich ein sehr besonderes Erlebnis und ich bin so dankbar, dass das wirklich geklappt hat. Nach elf Monaten in einer der reichsten Regionen der Welt in eines der ärmsten Länder zu gehen, hat mir auf jeden Fall gezeigt, wir luxuriös und gut wir alle leben in Deutschland und in den USA und ich bin definitiv noch dankbarer, dass bei meiner lottery of birth Deutschland rauskam.
Das Silicon Valley und Nicaragua sind wie Tag und Nacht, wenn nicht sogar noch krasser, und obwohl ich dort nur so kurz war, kann ich über die Probleme hier nur noch noch mehr den Kopf schütteln und auch jedes Mal, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe und da immer, zu jeder Tages- und Nachtzeit, kaltes und heißes (das kennen die in Nicaragua gar nicht) Wasser rauskommt, wie es ja für mich die letzten 19 Jahre Normalität war, nehme ich das jetzt viel bewusster wahr und weiß einfach, dass das nicht Normalität ist. Natürlich wusste ich das vorher auch, aber es selber zu erleben, selber so zu wohnen, ist noch einmal etwas ganz anderes.
Selbst wenn ich jetzt sage, ich habe so gewohnt, dann stimmt das ja nicht einmal wirklich. Für mich war das Waschen der Klamotten von Hand und das Duschen ohne fließend Wasser ein Spaß – etwas neues und ungewöhnliches, das ich gerne mal ausprobiert habe -, aber was es wirklich bedeutet z.B. ohne fließend Wasser zu leben, was ja nicht einmal eine super prekäre oder sogar lebensbedrohliche Lebenssituation darstellt, davon habe ich noch immer keine Ahnung.

P.S.: Entschuldigung, dass der Blogeintrag so lange geworden ist. Ich wollte nur die ganze Reise in einen Post packen, bevor es übermorgen weiter auf meine nächste und letzte Reise hier in den USA geht und auch meine Erinnerungen daran noch ziemlich frisch sind. Ich hoffe, er gefällt euch – wirklich vielen Dank fürs Lesen!

day 330: yosemite national park

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es doch noch in den Yosemite National Park geschafft habe! Und das habe ich alles nur meiner wahninns Gastfamilie zu verdanken. Am 12. Juni hatte ich noch morgens beim Skypen mit meinem Papa darübergeredet, dass ich es da leider nicht mehr hinschaffen werde, da sowohl Zeit und Geld knapp waren, und am Nachmittag bekam ich dann von meiner Hostmom die Nachricht:

Yosemite with Anna this weekend?

Ich meinte natürlich nur „Yes totally!“, wobei ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich daran geglaubt habe, dass das wirklich klappt, da wir erstens viel zu spät für die Unterkunft dran waren und zweitens meine Hostmom schon total viele tolle Ideen im Jahr hatte, von denen aber keine Wirklichkeit geworden ist. Aber am Abend saß ich dann mit Anna wirklich da und wir haben sogar noch eine Unterkunft gefunden! Die war zwar eine Stunde vom Park weg, aber besser als gar nichts.
Am Freitagabend um 23 Uhr haben dann auch noch die beiden Isländer, die zu Besuch waren super spontan im selben Hotel ein Zimmer reserviert, dass heißt, wir waren am Ende zu viert und es war wirklich perfekt!
Da die beiden sich für die Zeit hier ein Mustang Cabrio ausgeliehen hatten, war natürlich klar, dass wir mit dem fahren, was mir auch echt entgegenkam, da ich in der Zeit wirklich so gut wie keinen Schlaf bekommen habe, weil ich die ganzen Abschiedsgeschenke, etc. fertigbekommen musste. Nachdem ich mich dann also Samstagmorgen von Ella und Maxi verabschiedet habe, habe ich ganz schnell mein Zeug gepackt (nicht mal dafür hatte ich Zeit) und um 9 Uhr sind wir dann los zum Yosemite.
Unser erster Stopp nach vier Stunden war dann der Trail zu den Wapama Falls und es war SO HEIß (ach, es gibt jetzt ja auch irgendwie das scharfe ß in groß?). Wir hatten uns das Rekordwochenende, was das Wetter angeht, ausgesucht und durften bei 38°C wandern gehen 😀 Die Wanderung war aber eigentlich gar nicht so schwer und man wurde dann auch mit dem coolsten überhaupt belohnt: die Wapama Falls hatten durch den langen Winter so viel Wasser, dass man nicht an ihnen vorbeigegangen ist, sondern man direkt durch den Wasserfall durchgelaufen ist. Ungelogen, dass war so mit das coolste, was ich je gemacht habe – ich hatte so viel Spaß und war einfach nur so glücklich 🙂 Anna und ich haben das dann auch gleich zweimal gemacht, Hal und Orri (so, jetzt haben die Isländer auch mal Namen) sind aber beim zweiten Mal sitzen geblieben, weil ihnen das Wasser zu kalt war 😀 Das Zurückgehen war dann auch echt okay, weil man ja ganz nass war und es einem so gar nicht so heiß wurde.
Eigentlich hatten wir noch ein paar andere Sachen für den Tag geplant, aber nachdem es so heiß war, war der Hike uns echt genug und wir sind zum Hotel gefahren und sind dann noch Abendessen gegangen.

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Am Sonntag sollte dann unsere längste Wanderung anstehen – zu dem Top des Yosemite Falls. Schon ziemlich am Anfang wurde uns allen klar, dass es für uns wahrscheinlich schon reichen würde, den Wasserfall überhaupt zu sehen 😀 Der Trail war super steil und wir haben alle 10m im Schatten Trinkpause gemacht. Aber es hat sich echt gelohnt! Ich muss zwar sagen, wir waren überhaupt nicht gut vorbereitet (hatten keine richtigen Rucksack und auch nicht wirklich was zu essen), aber es war trotzdem richtig gut, auch wenn wir nur am Fuß des Wasserfalls waren. Natur ist schon Wahnsinn.
Als wir wieder unten angekommen waren, wollten wir erst einmal alle zurück zum Hotel, um zu duschen. Also sind wir wieder die Stunde zurückgefahren, nur um 1 1/2 Stunden später wieder zwei Stunden zum Sonnenuntergang zum Glacier Point zu fahren (wir waren echt viel im Auto das Wochenende, aber Anna und ich hatten Bücher dabei und es gibt auch echt schlimmeres, als im Cabrio Auto zu fahren). Die Aussicht war auch nochmal HAMMER!

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Am Montag haben wir uns dann erst gar keine Wanderung angetan, sondern wir sind White Water Raften gegangen. Es war mein erstes Mal und ich fand es mega gut! Ich war zwar die einzige, die aus dem Boot gefallen ist, aber das hat es eigentlich erst so cool gemacht 😀 Danach sind wir auch schon nachhause gefahren, da wir echt alle fertig waren.

Das Wochenende war wirklich eines der besten meines ganzen Jahres, der Yosemite im Allgemeinen eines meiner Highlights und ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr 🙂

P.S.: Kleiner Fun Fact am Rande: Ich habe im Yosemite einen mega dummen Sonnenbrand auf den Beinen bekommen (nur zwei Streifen) und mein Sonnenbrand ist ausgerechnet jetzt zum ersten Mal braun danach geworden! Normalerweise werde ich immer nur rot, dann wieder weiß, dann wieder rot, wieder weiß, etc. Jetzt habe ich also zwei braune Streifen, wo die Shorts im Sitzen aufgehört hat.

day 314: boston

Ich bin inzwischen so hintendran, dass ich jetzt einfach „nur“ noch Blogeinträge über die wichtigsten Ereignisse schreiben werde 🙂
In meinem Alltag gab es wie immer viel Gym, Ben & Jerry’s, San Francisco Besuche und Rumgefahre.

Am 02. Juni bin ich dann mit Anna nachmittags nach Boston geflogen! Meine Gasteltern hatten dort ein Klassentreffen der Harvard Business School (HBS) und sind auch schon donnerstags an die Ostküste geflogen. Anna hatte aber noch ihren letzten Schultag und deswegen konnten wir erst Freitagnachmittag los. Wir sind gleich von der Schule zum Flughafen gefahren. Der Flug war jetzt nicht besonders spektakulär, außer, dass es wirklich GAR KEINE Filme oder ähnliches umsonst gab, was bei einem sechs Stunden Flug dann doch etwas doof ist.
In Boston angekommen, war es dann schon 1.30 Uhr und bis wir im Hotel waren dann 2.30 Uhr – dementsprechend fertig waren wir dann auch. Aber immerhin hatte mir meine Hostmom auf dem Weg zum Hotel noch geschrieben, dass Anna und ich doch unser eigenes Zimmer hatten und nicht wie geplant mit ihnen im Zimmer schlafen.

Am Samstagmorgen sind wir dann erstmal zu ein paar Vorträgen der HBS gegangen, die zumindest ich ziemlich interessant fande. Danach gab es Milchshakes zum Lunch und dann haben wir alle zusammen eine kleine Fahrradtour durch Cambridge und Boston gemacht und mein Hostdad hat uns auch alle seine Zimmer gezeigt, in denen er während seines Studiums gewohnt hat (er hat Bachelor & Master an Harvard gemacht). Abends habe ich dann Anna und mir was zu Essen geholt und wir haben ein bisschen Fernseh geschaut.

Am Sonntag hatten wir dann noch den halben Tag Zeit, den Anna und ich damit verbracht haben, den Freedom Trail abzugehen. Das ist ein roter „Strich“, der durch ganz Boston an verschiedenen historischen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Danach gab es noch einmal lecker Lunch und dann haben wir uns auch schon wieder mit meinen Gasteltern am Flughafen getroffen. Der Flug zurück ging dann auch super schnell vorbei (dieses Mal mit Filmen) und um 21 Uhr waren wir, glaube ich, wieder zuhause 🙂

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Boston hat mir echt richtig gut gefallen! Es sah einfach GANZ anders aus, als all die Städte an der Westküste und man sieht, meiner Meinung nach, total den europäischen/britischen Einfluss!

day 218: chicago

Wie schon in meinem vorletzten Post geschrieben, ging es letzten Freitagabend nach Chicago 🙂
Ich hatte einen Nachtflug, da der aber nur vier Stunden lang war, konnte ich natürlich nicht wirklich schlafen. In Chicago hat mich dann der Schwager von meiner Hostmom abgeholt (um 6 Uhr morgens – super lieb!), weil ich für das Wochenende bei ihrer Schwester schlafen durfte! Beim Haus angekommen, habe ich auch erst einmal noch zwei Stunden geschlafen und dann habe ich auch die Schwester und ihre beiden Söhne (3 und 5 Jahre alt – so super süß!) kennengelernt. Samstagmorgen gehen sie immer frühstücken (die Tradition werde ich auch in Deutschland einführen), also waren wir natürlich frühstücken und danach hatten die Kinder Eishockey bzw. eine Geburtstagsfeier und ich habe mir den Ort, in dem sie wohnen, ein bisschen angeschaut – super süß und amerikanisch! Es hatte übrigens nur 0°C, aber ich hatte Annas Winterschuhe dabei und zum ersten Mal keine kalten Füße wie in New York City und am Bryce Canyon, wo ich nur meine Chucks hatte 😀 Abends war ich dann mit den Eltern und Freunden von ihnen zum Dinner in einem super fancy Restaurant in Chicago Downtown. Das war echt cool!
Am Sonntag waren wir wieder frühstücken und danach bin ich mit dem Zug nach Chicago gefahren. Dort war ich zuerst bei „The Bean“, was einfach wirklich nur eine riesige silberne Bohne mitten in Chicago ist. Ich finde sie auf jeden Fall super cool und was das ganze noch cooler macht, ist, dass ich dort zufällig ein anderes deutsches Au-Pair aus Washington D.C., die auch bis Montag alleine in Chicago war, getroffen habe! So witzig! Sie hatte mich eigentlich nur gefragt, ob ich ein Foto von ihr machen kann und so kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie auch Au-Pair ist – sogar auch mit Ayusa-Intrax 🙂 Wir haben von da an dann alles zusammen gemacht, was mega cool war, weil Johanna (so heißt sie :D) mega nett war und immer Fotos von mir machen konnte 😛
Als nächstes waren wir dann auf jeden Fall beim Navy Pier (bis wir den Weg dahin gefunden hatten, hatte es allerdings ein bisschen gedauert^^), wo ich mich auch mit Mirjam, die mit mir in New York City war, treffen wollte, aber leider haben wir uns verpasst. Danach sind wir weiter zum Willis Tower. Das ist ein Hochhaus, bei dem man bis in den 103.Stock hochfahren kann und dann eben eine wunderschöne Aussicht über Chicago und Lake Michigan hat. Außerdem hat er „Glasbalkone“, also Kästen ganz aus Glas, in denen man dann sozusagen über Chicago schwebt. Ein bisschen gruselig, aber eine Erfahrung wert.

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Danach sind wir beide wieder zurück – sie in ihr Hostel, ich zu der Familie von meiner Hostmom, wo es auch erst einmal noch Deep Dish Pizza gab. Dafür ist Chicago berühmt und das ist ein Pizzateig mit Käse, dann dem Belag und dann der Tomatensoße, die ungefähr 2-3cm dick ist. Ich fand die natürlich super, aber mit Essen bekommt man mich immer 😀 Außerdem war am Sonntag ja die Oskarverleihung und da ich sie endlich mal anschauen konnte, konnte ich sie mir ja nicht entgehen lassen. Allerdings bin ich kurz vor dem „coolsten“ Teil (der Panne bei der Verleihung für den besten Film) ins Bett gegangen – so doof!

Am Montag mussten die Eltern wie immer in die Arbeit und ich habe mit dem Vater die beiden Jungs zum Kindergarten gebracht. Danach hat er mich wieder bei der Bahnstation abgesetzt, wo ich leider den Zug um 1 Minute verpasst habe und das genau zu der Zeit, wo der Zeitplan von viertelstündlich auf stündlich wechselt, also musste ich eine Stunde warten. Johanna war aber auch erst so spät fertig, also hat das super gepasst. Als erstes sind wir dann zum Anfangsschild der Route 66. Jetzt war ich am Anfang, am Ende und bin ein Stück auf ihr gefahren. Danach sind wir die Shoppingmeile runtergelaufen, weil wir bei dem zweiten Aussichtshochhaus eigentlich nur in die Frauentoilette des Restaurants im 94.Stock wollten, weil man von dort eine echt tolle Aussicht haben soll, aber leider war das Restaurant ausgerechnet diese Woche geschlossen. Ich habe Johanna dann noch zu ihrer Bahn begleitet und bin dann selber wieder zurück gefahren. Ich hatte dann noch Dinner mit der Familie und musste dann aber leider schon los zum Flughafen 😦
Meinen Handgepäckskoffer musste ich dann auch noch aufgeben, weil im Flugzeug kein Platz mehr war. Das wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn ich den Koffer in San Francisco nicht verpasst hätte. Ich weiß echt nicht, wie mir der entgehen konnte, aber ich saß eine Stunde bei den Gepäckbändern, bis ich einen Mitarbeiter gefragt habe und der mir gesagt hat, dass die Koffer von dem Flug schon im Stauraum sind. Ups 😀 Aber ich habe meinen Koffer dann ziemlich schnell bekommen und war um 1.30 Uhr dann auch endlich wieder zuhause 🙂
Chicago hat mir mega gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch einmal hin, um mir auch die ganzen Nachbarschaften anzuschauen.

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day 215: seven months in the states

Was passiert, wenn eine perfektionistische Person, das Video pünktlich fertig geschnitten hat, aber kein passendes Thumbnail hat, weil das Bildbearbeitungsprogramm rumspinnt? Richtig, das Video kommt wieder zu spät online.
Als ich heute morgen dann endlich das Thumbnail machen konnte und mir eingefallen ist, dass ich inzwischen in meinem achten Monat bin, war ich richtig geflasht. Acht hört sich noch einmal ganz anders an als sieben, aber das hier soll jetzt eigentlich erst einmal über meinen siebten Monat sein 😀