day 242: moma, warriors, google, facebook & daily stuff

Vorletzten Sonntag (12.03) war ich zusammen mit meiner ganzen Gastfamilie im Museum of Modern Arts in San Francisco! Ich muss sagen, ich bin nicht so wirklich der Kunsttyp, aber manche Sachen fand ich richtig cool. Leider hatten wir nicht genug Zeit, alles anzuschauen, weil wir erst Karten ab 15 Uhr hatten und das Museum sonntags schon um 17 Uhr zu macht, aber meine Hostmom hat mir erzählt, dass die meisten Museen für 18-Jährige noch kostenlos sind! Also werde ich da wahrscheinlich nochmal hingehen und mich auch mal nach anderen Museen erkundigen 🙂

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Unter der Woche war ich dann wieder Dienstag und Donnerstag im College, war Freitagmorgen 1 1/2 Stunden bei unserem Fiathändler, weil es mal wieder einen Rückruf für irgendein Teil gab und wir ja nicht wollen, dass mein Auto in Flammen aufgeht (die beschreiben das in dem Rückrufbrief echt immer so, als ob das Auto jede Sekunde explodieren könnte…). Das war aber eigentlich super cool, weil die eine richtige Kundenlounge mit W-Lan, Kaffee und Essen hatten. Ich habe dann auch spontan mit zwei Freundinnen geskypt, die ich einfach mal angerufen habe. Ganz ehrlich, bei mir klappt immer nur spontanes Skypen. Wenn ich versuche mit Freunden, eine Zeit auszumachen, klappt das nie, aber spontan findet sich immer jemand, der Zeit hat – ich rufe dann halt einfach immer meine Freunde durch und schaue, wer dran geht 😀 Am dem Freitag war auch St. Patrick’s Day, der hier ja echt ein bisschen gefeiert wird, allerdings war der Tag für mich überhaupt nichts besonderes. Ich wurde nur 100x von meinen Kids gezwickt, weil ich nichts grünes anhatte und man dann das anscheinend darf. Das mussten die natürlich ausnutzen.
Am Samstag habe ich morgens kurz „gearbeitet“ (ich habe einen Obstsalat gemacht…) und danach habe ich mich mit einem Freund bei Stanford getroffen und wir waren dort auf dem Hoover Tower, von dem man echt eine richtige schöne Aussicht hat. Man kann sogar San Francisco sehen! Am Abend war ich dann mit Judith, Anni und Sabrina bei einem Warriors Basketballspiel. Das war wirklich mega cool und das Geld hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Warriors haben natürlich auch gewonnen, obwohl es im ersten Viertel echt nicht danach aussah. Danach wollten wir eigentlich noch Burger bei In ‚N Out holen, aber wir waren nicht die einzigen mit der Idee und die Schlange beim Drive In war super lang, also sind wir gleich wieder nachhause.

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Am Sonntag habe ich meine Präsentation fürs College gemacht, weil meine Gruppe diese Woche Diskussionsleiter war und ich habe (natürlich spontan) zuerst mit meiner kleinen Schwester und dann noch mit meiner Mama geskypt 🙂
Gegen 15 Uhr habe ich dann Judith, Anni, etc. gefragt, was sie so machen und Judith meinte dann nur, dass sie mich in drei Minuten abholen könnte, weil sie zu Google und Facebook fahren wollen. Da ich da in meinen acht Monaten immer noch nicht war, habe ich mich natürlich schnell fertiggemacht und bin mit ihnen mitgefahren. Bei Google haben wir uns natürlich gleich die Fahrräder geschnappt und sind ein bisschen rumgecruist, obwohl die „Fahrräder nur für Mitarbeiter sind“, wie uns dann eine Security irgendwann gesagt hat. Die hat uns dann sogar noch einen Aufkleber geschenkt und von uns Fotos gemacht. Ihren Job möchte ich aber auch echt nicht haben – jeden Tag hunderten Touristen zu sagen, dass die Fahrräder nur für die Google-Mitarbeiter sind. Wir haben echt tausend Fotos gemacht und die meisten davon wird nie jemand zu sehen bekommen, weil gestelltere Fotos gibt es echt nicht, aber es war mega lustig! Danach sind wir zu Facebook weitergefahren, was aber nicht ganz so spannend war, weil es dort eigentlich nur ein Plakat mit dem „Daumen hoch“ gibt, aber davor haben wir natürlich auch noch Fotos gemacht. Da Mark Zuckerberg auch super nah bei uns wohnt, sind wir auch noch zu ihm gefahren. Man sieht nur einfach gar nichts, außer sein Gate (er hat die Häuser außenrum auch gekauft) und die Securitymänner, von denen einer gleich ein Foto von uns gemacht hat, als wir wieder weggefahren sind. So gefährlich sind wir jetzt auch nicht 😀 Zurück bei Annika haben wir uns dann noch ganz passend „The Social Network“ (Film, über die Entstehung von Facebook) angeschaut und ich finde den Film echt richtig gut!

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Die Woche war dann wieder ganz normal. Kinder rumfahren, Pausenbrote machen, bei den Hausaufgaben helfen, … . Außerdem hatte ich ja auch die Präsentation in meiner Collegeclass und da wir die letzte Woche hatten, ist die jetzt auch ENDLICH vorbei bzw. müssen wir nur noch nächsten Donnerstag nochmal kommen, aber da machen wir nur ein Potluck (jeder bringt was zu essen mit) und bei Essen sage ich nie nein 😀 Gestern war der Tag auch ziemlich entspannt. Ich habe nachmittags nur Maxi von der Schule geholt und war dann 1 1/2 Stunden ohne Kind, weil Anna noch in der Schule war und Maxi und Ella mit meiner Hostmom bei dem Musical von Ellas Schule waren. In der Zeit war ich dann aber bei Costco und habe die Nektarinen, die ich am Tag vorher gekauft habe, zurückgebracht, weil die alle braun innen drin waren und habe andere Besorgungen gemacht. Um 17 Uhr habe ich dann Anna abgeholt und bin mit ihr Schuhe und Backsachen kaufen gegangen und abends sind meine Gasteltern weggegangen, aber ich musste den Kids eigentlich nur einen Film anmachen, was aber echt ein bisschen gedauert hat, weil unser Internet zurzeit mega spinnt. Ich bin dann auch noch mit Karlotta, Judith, Anni, Annika und Sabrina zu einem Freund von Vroni, der gerade an Stanford studiert und als ich alles nachhause gebracht habe, haben Karlotta und ich uns noch eine Pizza geholt.
Jetzt gerade ist Samstagmorgen und ich sitze noch in meinem Bett. Ich habe auch noch gar keine Pläne für das Wochenende, aber mal schauen, die hatte ich letztes Wochenende nämlich auch nicht 😀

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day 173: life update

Neujahr ist inzwischen auch schon wieder zwei Wochen her meine Kids sind inzwischen auch „endlich“ wieder alle in der Schule und ich habe wieder meinen ganz normalen Tagesablauf 🙂

Was ist in den letzten zwei Wochen so passiert? Ehrlichgesagt, nicht so viel besonderes. Wir hatten ziemlich schlechtes Wetter, ich bin wieder ziemlich oft im Gym, nachdem ich im Dezember wegen Krankheit und Faulheit (das YMCA, bei dem ich angemeldet bin, ist 25min weit weg) eher weniger war (meine Gastfamilie konnte gar nicht glauben, dass ich wirklich drei Wochen am Stück nicht im Fitness war :D), aber seit 01.01 darf ich in alle YMCAs in der Bay Area gehen und das nächste ist nur 10 Minuten von mir (das wusste ich aber nicht), also bin ich jetzt immer dort (das ist übrigens immer noch leer – in Deutschland muss man sich von Januar bis ca. März immer um jede Hantel streiten :D), ich schaffe es in letzter Zeit auch viel öfter Freunde zu treffen, ich habe einen neuen Collegekurs angefangen (International Relations & World Politics), der sich relativ anspruchsvoll anhört, also genau mein Ding ist und ja, mit meinen Kindern läuft es total super zur Zeit und allgemein ist eigentlich alles ziemlich gut hier 🙂

Die letzten Wochen habe ich mich auch mal ein bisschen mit meiner Zukunft auseinandergesetzt, bin aber noch nicht so wirklich zu einem Ergebnis gekommen. Soll ich verlängern? Wenn ja, wie lange und wo? Bei meiner Gastfamilie oder bei einer neuen Familie in einem neuen Ort? Will ich noch länger Au-Pair sein? Oder soll ich gleich studieren anfangen? Wenn ja, wo? Deutschland, Niederlande, England, USA, …? Ich habe mich zwar super spontan bei zwei Universitäten beworben, aber so ganz sicher bin ich mir dabei nicht.
Die Entscheidung fällt mir wirklich super super schwer. Zum einen, weil ich nur gute Optionen habe – egal, für was ich mich entscheide, es wird keine schlechte Entscheidung sein. Zum anderen, weil ich am liebsten alle glücklich machen würde – meine Gastfamilie, meine Familie, meine Freunde und mich.
Meine Freunde tun mir schon ein bisschen Leid, da ich teilweise wirklich alle paar Stunden meine Meinung geändert habe und sie natürlich immer mit meinen neusten Plänen vollgespamt habe. Aber naja, im Endeffekt muss ich die Entscheidung sowieso ganz alleine treffen.
Und ich glaube, ich habe mich eigentlich schon entschieden, aber will es nur noch nicht zugeben.