day 215: seven months in the states

Was passiert, wenn eine perfektionistische Person, das Video pünktlich fertig geschnitten hat, aber kein passendes Thumbnail hat, weil das Bildbearbeitungsprogramm rumspinnt? Richtig, das Video kommt wieder zu spät online.
Als ich heute morgen dann endlich das Thumbnail machen konnte und mir eingefallen ist, dass ich inzwischen in meinem achten Monat bin, war ich richtig geflasht. Acht hört sich noch einmal ganz anders an als sieben, aber das hier soll jetzt eigentlich erst einmal über meinen siebten Monat sein 😀

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day 215: back on german soil

Von wegen, ein Jahr im Ausland – am Freitag war ich für drei Stunden wieder auf deutschem Boden 😊 Alle drei Kinder haben nämlich einen neuen deutschen Reisepass gebraucht und den mussten wir natürlich im deutschen Konsulat beantragen. Dafür braucht man hier echt super viele Dokumente und ich habe deswegen mal einen Samstag fast nur damit verbracht, alles zusammen zu suchen, auszufüllen, zu kopieren, etc. Aber die Konsulin war auch echt begeistert und meinte zu meiner Hostmom, dass sie mich behalten sollten (…….😊). Es hat zwar trotzdem was gefehlt, aber das war nicht meine Schuld 😀 
Während wir dort waren, kamen auch fünf junge Männer rein, von denen vier ihren Reisepass inklusive Koffer und allem verloren hatten. Im Konsulat stellte sich dann aber heraus, dass alles gefunden und abgegeben worden war! Mega cool – die waren natürlich auch mega glücklich 😊 
Danach haben wir meine Hostmom zum Flughafen gebracht, was zum Essen bei In ‚N Out geholt, Ella zur Schule gebracht und sind dann nachhause gefahren. Ab da fing dann auch der ganz normale Alltagswahnsinn an – abholen hier, hinbringen da, einkaufen das, etc. Abends habe ich dann mit den Kindern Pizza gebacken, sie durften einen Film schauen und ich habe es zwischendrin auch geschafft zu packen, weil es für mich dann um 23.59 Uhr nach Chicago ging ☺

day 185: roadtrippin‘

Am 25.01 wollte ich abends mit dem Bus von San José nach Santa Barbara fahren, um von dort mit Eva, einem Au-Pair aus Florida, die schon am Ende von ihrem Jahr war, einen Roadtrip zu Bryce Canyon, Antelope Canyon, Horseshoe Bend und San Diego zu machen. Die Betonung liegt auf wollte. Meine Kids hatten nämlich die Woche davor alle nacheinander einen „zwei Tages“-Norovirus (man war ungelogen den ersten Tag komplett fertig, den zweiten dann einfach schwach wegen Dehydrierung und am dritten Tag ging es einem wieder SUPER!) und ich hatte mich am Nachmittag schon ein bisschen komisch gefühlt, aber habe das auf Aufregung und Einbildung geschoben. Das war es aber leider nicht und ich musste in San José selber schon wieder aus dem Bus aussteigen, weil mir so schlecht war. Meine Hostmom hat mich dann auch von der Busstation abgeholt und ich lag ab da dann die ganze Zeit im Bett. Ich dachte echt, ich könne meinen Urlaub vergessen, aber mittags, als es mir schon wieder besser ging (mich hat es echt am wenigsten schlimm erwischt), hat mich meine Hostmom gefragt, wo Eva am nächsten Tag bzw heute Abend ist und hat mir dann nach einigem hin und her für den selben Tag noch einen Flug nach Las Vegas gebucht, wo mich Eva dann abholen wollte.
Meine Hostmom hat mich nachmittags dann sogar zum Flughafen gefahren und es hat echt alles super geklappt. Mir ging es zwar echt noch nicht gut, aber mit Schmerzmittel, etc. ging das schon und in Las Vegas am Flughafen hat mich Eva dann abgeholt und wir sind noch vier Stunden weiter zum Bryce Canyon gefahren. Auf dem Weg dorthin wurden wir erst einmal von der Polizei angehalten, weil wir ein bisschen zu schnell waren (:D), aber der Polizist war echt super nett und hat uns nur einer Verwarnung gegeben 🙂
Im Hotel angekommen, sind wir gleich schlafen gegangen, da wir beide mega fertig waren. Am nächsten Morgen haben wir uns dann fertig gemacht und sind dann los zum Bryce Canyon. Es war wirklich mega kalt (-6 – -20°C) und ich rate euch nur: zieht einfach keine Chucks an bei -6°C – tut es einfach nicht. Ich bin echt gestorben. Wegen der Kälte waren wir auch nicht super lang beim Canyon und haben den Rest des Tages auch im warmen Hotel verbracht.

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Am nächsten Morgen sind wir dann relativ früh los, um zum Antelope Canyon weiter zu fahren. Dort muss man eine Tour machen, weil das relativ gefährlich sein kann. Der Canyon selber ist aber so beeindruckend! Ganz anders als die Canyons die ich bisher gesehen habe – mega schön. Die Bilder können das nicht einmal annähernd zeigen. Es ist so verrückt, was die Natur alles machen kann. Nur mit Wind, Wasser und Sand.

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Danach sind wir gleich zum Horseshoe Bend gefahren. Man parkt auf einem Parkplatz und läuft dann eigentlich nur über einen Hügel und dann ist der da einfach. Ich muss sagen, den Horseshoe Bend fand ich fast am schönsten. Ich finde das so cool, dass der Colorado River, da einfach so eine starke Kurve macht 😀

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Der nächste Tag war dann ein Fahrtag. Wir sind vom Antelope Canyon zehn Stunden nach San Diego gefahren. War eigentlich ganz lustig 🙂 Die Landschaften waren mega schön und wir waren teilweise nur einige Meter von der mexikanischen Grenze entfernt! Wir sind eigentlich auch fast ohne Pausen gefahren, weil wir uns beim Fahren abgewechselt haben und dann ging das echt gut. In San Diego haben wir nur ins Hostel eingecheckt, geduscht und geschlafen.
Am Montag haben wir uns dann San Diego angeschaut und das ist eigentlich echt eine schöne Stadt. Strand finde ich sowieso immer super und auch der Park mitten in der Stadt ist mega schön. Die Architektur ist auch ganz anders – irgendwie spanisch, mexikanisch, arabisch? Ich kann das gar nicht beschreiben 😀

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Am Dienstag sind wir wieder dann von San Diego nach San Francisco zurückgefahren. Auf der Fahrt wollten wir uns eigentlich die Glee-Folgen, die ich im Hostel runtergeladen hatte, anschauen, aber irgendwie waren die alle auf einmal weg. Also haben wir erst einmal einen Stopp bei Starbucks eingelegt und ein paar Folgen runtergeladen – man muss halt Prioritäten setzen 😀 Die Fahrt ging dann auch mega schnell vorbei und bei mir zuhause haben wir erst einmal unseren ganzen Sachen abgeladen und ich wurde auch so süß von meiner Gastfamilie begrüßt ♥ Eva hat dann das Mietauto weggebracht und ich habe sie dann vom Flughafen abgeholt und wir waren noch bei In ’n Out Burger essen, weil sie da noch gar nicht war, weil es das ja nur an der Westküste gibt. Am nächsten Morgen ist sie dann super früh los, weil es für sie weiter auf Hawaii ging und ich habe wieder ganz normal gearbeitet.