day 185: roadtrippin‘

Am 25.01 wollte ich abends mit dem Bus von San José nach Santa Barbara fahren, um von dort mit Eva, einem Au-Pair aus Florida, die schon am Ende von ihrem Jahr war, einen Roadtrip zu Bryce Canyon, Antelope Canyon, Horseshoe Bend und San Diego zu machen. Die Betonung liegt auf wollte. Meine Kids hatten nämlich die Woche davor alle nacheinander einen „zwei Tages“-Norovirus (man war ungelogen den ersten Tag komplett fertig, den zweiten dann einfach schwach wegen Dehydrierung und am dritten Tag ging es einem wieder SUPER!) und ich hatte mich am Nachmittag schon ein bisschen komisch gefühlt, aber habe das auf Aufregung und Einbildung geschoben. Das war es aber leider nicht und ich musste in San José selber schon wieder aus dem Bus aussteigen, weil mir so schlecht war. Meine Hostmom hat mich dann auch von der Busstation abgeholt und ich lag ab da dann die ganze Zeit im Bett. Ich dachte echt, ich könne meinen Urlaub vergessen, aber mittags, als es mir schon wieder besser ging (mich hat es echt am wenigsten schlimm erwischt), hat mich meine Hostmom gefragt, wo Eva am nächsten Tag bzw heute Abend ist und hat mir dann nach einigem hin und her für den selben Tag noch einen Flug nach Las Vegas gebucht, wo mich Eva dann abholen wollte.
Meine Hostmom hat mich nachmittags dann sogar zum Flughafen gefahren und es hat echt alles super geklappt. Mir ging es zwar echt noch nicht gut, aber mit Schmerzmittel, etc. ging das schon und in Las Vegas am Flughafen hat mich Eva dann abgeholt und wir sind noch vier Stunden weiter zum Bryce Canyon gefahren. Auf dem Weg dorthin wurden wir erst einmal von der Polizei angehalten, weil wir ein bisschen zu schnell waren (:D), aber der Polizist war echt super nett und hat uns nur einer Verwarnung gegeben 🙂
Im Hotel angekommen, sind wir gleich schlafen gegangen, da wir beide mega fertig waren. Am nächsten Morgen haben wir uns dann fertig gemacht und sind dann los zum Bryce Canyon. Es war wirklich mega kalt (-6 – -20°C) und ich rate euch nur: zieht einfach keine Chucks an bei -6°C – tut es einfach nicht. Ich bin echt gestorben. Wegen der Kälte waren wir auch nicht super lang beim Canyon und haben den Rest des Tages auch im warmen Hotel verbracht.

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Am nächsten Morgen sind wir dann relativ früh los, um zum Antelope Canyon weiter zu fahren. Dort muss man eine Tour machen, weil das relativ gefährlich sein kann. Der Canyon selber ist aber so beeindruckend! Ganz anders als die Canyons die ich bisher gesehen habe – mega schön. Die Bilder können das nicht einmal annähernd zeigen. Es ist so verrückt, was die Natur alles machen kann. Nur mit Wind, Wasser und Sand.

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Danach sind wir gleich zum Horseshoe Bend gefahren. Man parkt auf einem Parkplatz und läuft dann eigentlich nur über einen Hügel und dann ist der da einfach. Ich muss sagen, den Horseshoe Bend fand ich fast am schönsten. Ich finde das so cool, dass der Colorado River, da einfach so eine starke Kurve macht 😀

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Der nächste Tag war dann ein Fahrtag. Wir sind vom Antelope Canyon zehn Stunden nach San Diego gefahren. War eigentlich ganz lustig 🙂 Die Landschaften waren mega schön und wir waren teilweise nur einige Meter von der mexikanischen Grenze entfernt! Wir sind eigentlich auch fast ohne Pausen gefahren, weil wir uns beim Fahren abgewechselt haben und dann ging das echt gut. In San Diego haben wir nur ins Hostel eingecheckt, geduscht und geschlafen.
Am Montag haben wir uns dann San Diego angeschaut und das ist eigentlich echt eine schöne Stadt. Strand finde ich sowieso immer super und auch der Park mitten in der Stadt ist mega schön. Die Architektur ist auch ganz anders – irgendwie spanisch, mexikanisch, arabisch? Ich kann das gar nicht beschreiben 😀

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Am Dienstag sind wir wieder dann von San Diego nach San Francisco zurückgefahren. Auf der Fahrt wollten wir uns eigentlich die Glee-Folgen, die ich im Hostel runtergeladen hatte, anschauen, aber irgendwie waren die alle auf einmal weg. Also haben wir erst einmal einen Stopp bei Starbucks eingelegt und ein paar Folgen runtergeladen – man muss halt Prioritäten setzen 😀 Die Fahrt ging dann auch mega schnell vorbei und bei mir zuhause haben wir erst einmal unseren ganzen Sachen abgeladen und ich wurde auch so süß von meiner Gastfamilie begrüßt ♥ Eva hat dann das Mietauto weggebracht und ich habe sie dann vom Flughafen abgeholt und wir waren noch bei In ’n Out Burger essen, weil sie da noch gar nicht war, weil es das ja nur an der Westküste gibt. Am nächsten Morgen ist sie dann super früh los, weil es für sie weiter auf Hawaii ging und ich habe wieder ganz normal gearbeitet.

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day 113: grand canyon & las vegas

Nach nicht einmal vier Stunden Schlaf ging es dann am Samstagmorgen um 3 Uhr für mich Richtung Flughafen. Karlotta hat Jacky und mich abgeholt, da wir ihr Auto für die drei Tage am Flughafen stehen lassen durften 🙂
Mit dem Einchecken und dem Flug hat auch alles geklappt (außer das Jacky für ihren Carry On-Koffer 65$ zahlen musste, weil bei Spirit nur ein Personal Item im Preis inbegriffen ist) und wir waren um 7.30 Uhr in Las Vegas. Dort wollten wir nur unser Mietauto abholen und dann gleich zum Grand Canyon weiterfahren. So schnell ging das dann aber leider doch nicht, da ich im Voraus mit meiner Kreditkarte gezahlt habe und uns dann aber plötzlich gesagt wurde, dass die Kreditkarte mit dem Führerschein übereinstimmen muss. Ich darf aber mit 18 kein Auto mieten, weswegen wir ja schon bei der Buchung Jacky als Fahrerin angegeben haben. Wir und auch der Hertz-Angestellte haben echt alles versucht – meinen Führerschein, Jackys Prepaid-Kreditkarte, ihre deutsche EC-Karte -, aber nichts ging und wir dachten echt schon, wir müssen uns jetzt ein Hostel in Las Vegas suchen und dann irgendeine Tour zum Grand Canyon buchen. Plötzlich meinte der Hertz-Angestellte aber nur „pssst, nichts sagen“, drückte uns Rechnung und andere Zettel in die Hand und sagte, dass wir ganz schnell zu unserem Auto gehen und fahren sollen. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen, haben unser Auto gesucht, unser Zeug reingeschmissen und sind schnell raus aus dem Parkhaus. Ich habe wirklich immer noch keine Ahnung, was der da jetzt genau gemacht hat – ganz legal konnte es nicht sein, da ich auf allen Papieren draufstand aber so hätten wir wenigstens eine gute Erklärung gehabt, falls die Polizei mich beim Fahren aufgehalten hätte 😀

Mit dem Hotel hat dann aber Gott sei Dank alles geklappt und wir sind nach dem Einchecken gleich weiter zum Grand Canyon. Der Canyon ist wirklich unglaublich. Das ist so unvorstellbar, wie die Natur über Jahrhunderte sowas formt.
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Nach dem Sonnenuntergang sind wir dann noch mexikanisch essen gegangen und dann aber auch gleich schon ins Bett. Am Sonntag sind wir dann um 5.30Uhr aufgestanden und nach einem Frühstück bei Mc Donald’s gleich zu Canyon weiter, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Danach haben wir uns kurz wegen unserer geplanten Wanderung beraten lassen und sind dann auch gleich los. Schon ganz am Anfang wird man davor gewarnt, dass „down is optional, up is mandatory“ (runtergehen ist optional, raufgehen dann verpflichtend) und dass man nicht einmal ganz den Canyon runter zum Colorado River und wieder hoch an einem Tag machen sollte. Ja, also genau das haben wir ungeplanterweise gemacht. Wir hatten uns das eigentlich schon im Vorfeld überlegt, aber da uns überall davon abgeraten wurde, wollten wir es eigentlich sein lassen. Irgendwann hat uns dann aber irgendwie der Ehrgeiz gepackt (und es ging ja nur nach unten) und wir sind einfach immer weitergegangen bis wir dann wirklich unten beim Fluss waren. Ich finde, das muss man schon echt mal gesehen haben, auch wenn man sich im Vorfeld vielleicht um einen Übernachtungsplatz unten kümmern sollte. Die letzten zwei/drei Stunden waren echt kein Spaß, da man die ganze Zeit nur bergauf geht und einfach das Ende nicht sieht. Nach 10 Stunden, 25km und knapp 3000 Höhenmetern sind wir dann um 18.30Uhr im Dunkeln ENDLICH wieder oben angekommen. Ich muss sagen, ich bin wirklich relativ fit, aber auch ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr, mir tat alles weh und ich habe natürlich auch Muskelkater bekommen (ihr hättet uns am Montag dann in Las Vegas sehen müssen :D). Nach der Wanderung wollten wir dann wirklich alle nur noch ganz schnell zurück ins Hotel, duschen und schlafen.
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Am Montagmorgen waren wir dann erst einmal amerikanisch frühstücken beim Mexikaner und sind danach weiter nach Las Vegas! Aber: what happens in Vegas, stays in Vegas.
Nein Spaß: Ganz ehrlich, die Stadt ist so unnötig, aber mega cool! Wir haben uns die ganzen Hotels und Casinos angeschaut (New York, New York ist mein Lieblingshotel – ich meine, das hat sogar eine Achterbahn!?) und sind einfach am Strip entlanggelaufen. Viel mehr gibt es in Las Vegas auch nicht zu sehen, um ehrlich zu sein 😀 Die Downtown (Fremont Street) und den Strip, mehr ist da nicht. Aber ich denke, ich werde noch einmal zurückkommen, wenn ich 21 Jahre alt bin – dann macht das ganze erst so richtig Spaß.
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Um 20Uhr haben wir dann unser Auto wieder abgegeben und um 1Uhr lag ich dann endlich wieder zuhause in meinem Bett. So langsam merke ich auch, wie müde ich bin (es ist 21.45Uhr) und ich werde mich jetzt auch schnell duschen und dann schlafen gehen.

P.S.: Ich bin gerade sehr stolz auf mich, dass ich den Post so zeitnah geschrieben habe und sogar noch Fotos bearbeitet und hinzugefügt habe. Sorry, dass der Post so lang geworden ist. Aber wenn du das liest, dann hast du es für heute auch geschafft oder du bist so einer, der zuerst immer das Kleingedruckte liest. Falls zweiteres: bei mir stehen die wichtigen Informationen nie im Kleingedruckten.

day 92: three months in the states

Mein dritter Monat, das heißt, ein Viertel meines Jahres ist vorbei! Die Zeit vergeht einfach mega schnell – meistens irgendwie zu schnell.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch Momente und Tage, in denen ich einfach nur nachhause will. Nicht, weil es mir hier nicht gefällt oder weil ich Heimweh habe, sondern weil ich teilweise das Gefühl habe, dass mich das hier überhaupt nicht weiterbringt – ich passe hier für ein Jahr auf Kinder auf, wow. Das ist manchmal so langweilig und bei mir ist auch alles so einfach – meine Gastfamilie ist super, mein Job gefällt mir wirklich, ich habe Freunde gefunden, etc. (nicht, dass ich mich darüber wirklich beschweren möchte – ich hatte schon eine schwierige Zeit in Spanien) – , dass ich mich wirklich unterfordert fühle. Aber ich darf in solchen Momenten nicht vergessen, dass das Jahr nicht dazu da ist, mich bildungs-/karrieretechnisch weiterzubringen, sondern dass es um mich geht. Darum, mich – meine Persönlichkeit – weiterzuentwickeln und auch wenn ich es selber noch nicht so sehe, weiß ich, dass ich mich bereits verändert habe.

Okay, genug philosophiert. Natürlich gibt es auch diesen Monat ein Video – ich liebe es, ich hoffe, ihr mögt es auch 😊

day 6: santa cruz & highway no.1

Heute sind Judith (derzeitiges Au Pair) und ich mittags nach Santa Cruz gefahren und es war so so so schön!
Ich bin Auto gefahren und es war echt viel los, aber wir haben gut hingefunden. In Santa Cruz selber war aber auch die Hölle los (was eigentlich klar war: Ferienzeit, Wochenende, super Wetter) umd wir haben ewig nach einem Parkplatz gesucht. Zwischendrin hatten wir dann einen super Parkplatz, aber die Parkuhr musste man mit Münzen bezahlen und wir hatten leider keine, da es den 1 Dollar ja auch als Schein gibt. Wechseln konnte uns auch keiner was, also mussten wir leider weiterfahren. Schlussendlich haben wir dann verbotenerweise auf einem Supermarktparkplatz geparkt und sind dann zum Boardwalk von Santa Cruz – das ist eine Kirmes direkt am Strand. Wir sind einmal auf und ab gelaufen und es war wirklich richtig schön!

Dann haben wir uns entschlossen mit einer der beiden Achterbahnen zu fahren. Ich bin davor noch nie Achterbahn gefahren, weil ich mich nie getraut habe, aber irgendwie habe ich mir dieses Mal überhaupt keine Gedanken gemacht und es war mega! Wir mussten zwar bestimmt eine Stunde für die einminütige Fahrt anstehen, aber es hat sich meiner Meinung nach echt gelohnt.

Danach sind wir aber wieder zum Auto, weil wir echt Angst vor einem Strafzettel hatten, nachdem wir gestern bei Stanford schon fast einen bekommen hatten (die Polizei hat hier echt Langeweile! Man bekommt sogar einen Strafzettel, wenn man nicht gut in seinem Parkplatz drinsteht 😂). Zurück sind wir dann über den Highway No.1 gefahren, der direkt am Pazifik entlanggeht und der Ausblick während der Fahrt ist einfach der Wahnsinn. Es gab zwar zwischendurch viel Nebel, aber es war so cool mit lauter Musik über den Highway am Pazifik entlangzufahren – wie im Film ☺️

Zurück zuhause (ist noch total komisch, das zu schreiben) wollten wir dann eigentlich in die Cheesecakefactory Essen gehen, aber da hätten wir ewig auf einen Tisch warten müssen, weshalb wir dann einfach in das Restaurant nebenan sind – war auch lecker.
Gerade waren wir auch noch einkaufen (es ist 22:30 Uhr – 24/7 Öffnungszeiten lassen grüßen) und jetzt werde ich mich schnell mit meinem 5l Shampoo und Duschgel duschen und dann schlafen gehen, weil ich echt richtig müde bin!

Guten Morgen, Deutschland ❤️