day 357: alcatraz

Vorletzten Sonntag habe ich es nach über 11 1/2 Monaten auch mal nach Alcatraz geschafft und es hat sich SO gelohnt!
Sabrina und ich hatten vor zwei Monaten ungefähr Tickets für die Nachtführung gekauft (als wir am 16.Juli dort waren, war die nächste verfügbare Führung am 22.08! Also auf jeden Fall vorher buchen!), das heißt, wir waren so gegen 17 Uhr in San Francisco.

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Auf der Insel angekommen, werden einem erst einmal ein paar Sachen erklärt und dann bekommt man seine Audio-Tour und kann damit durch das Gefängnis gehen. Das ist echt so super interessant! Man erfährt Sachen über die Lebensbedingungen, die Offiziere (die dort mit ihren Familien gelebt haben) und Fluchtversuche. Man kann das Audio auch immer stoppen und Sabrina und ich haben auch statt der eigentlich 45 Minuten 90 Minuten gebraucht.

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Von Alcatraz aus hat man auch eine wunderschöne Aussicht auf San Francisco.
Ich habe an dem Tag auch mal wieder gelernt (ja, ich habe es anscheinend immer noch nicht verstanden), dass man NIE, aber wirklich nie, nur im T-Shirt nach San Francisco kann – egal ob die Wetter-App 30°C anzeigt.

day 356: napa valley

Irgendwann während der Woche hatte ein anderes Au-Pair in Au-Pair WhatsApp-Gruppen gefragt, ob irgendjemand am Samstag mit ins Napa Valley möchte, da sie in ihrem Auto noch ziemlich viele Plätze frei hatte.
Anni und ich hatten für Samstag noch nichts geplant, weswegen wir einfach spontan zugesagt haben.

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Am Samstag war es dann super heiß, aber wir haben uns trotzdem einen schönen Tag gemacht. Das Napa Valley ist natürlich für seinen Wein bekannt, was uns die Dame in der Touristeninformation auch sehr klar gemacht hat, aber wir haben einfach auf einem Weingut gepicknickt und sind einfach die Straßen lang gefahren 🙂

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day 340: bye karlotta & annika

Ich habe gerade das Gefühl, dass jede zweite Überschrift inzwischen „bye Name“ ist 😀

Nach dem Ausflug zum Stanislaus National Forest habe ich nicht mehr so viel gemacht. Ich habe die Kinderzimmer aufgeräumt, allgemein das Haus ein bisschen auf Vordermann gebracht und gechillt.
Am Dienstag war ich abends noch mal mit allen meinen Freundinnen bei der Cheesecake Factory essen. Das war echt super schön noch einmal alle auf einmal zu sehen, da nicht nur mein Jahr zu Ende geht, sondern auch deren und wir uns nicht mehr so oft sehen können.

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Am Donnerstagabend habe ich dann auch schon Annika zum letzten Mal gesehen! Wir sind beide noch bis Anfang August in den USA (sie sogar noch eine Woche länger als ich), aber wir reisen genau so, dass wir uns immer um ein paar Tage verpassen. Naja, Abschiede bin ich inzwischen echt gewohnt und sie wird auch in Deutschland relativ nah bei mir wohnen wahrscheinlich, so dass wir uns hoffentlich auch so noch treffen werden. Wir planen sowieso eine California reunion fürs Oktoberfest, aber mal schauen, ob das klappt 😀

Am Freitagmorgen hat Karlotta mich dann inklusive meinem Rucksack abgeholt und wir sind ein letztes Mal nach San Francisco. Zuerst waren wir bei Mr. Holmes Bakehouse, der eigentlich für seine Cruffins berühmt ist, die aber schon ausverkauft waren, weshalb wir uns für Croissants, einen Muffin und einen Donut entschieden haben. Das war alles auch richtig lecker, wenn auch richtig teuer – aber das bin ich inzwischen so gewohnt, dass es mir nicht mal teuer vorkam. Danach sind wir noch zum Coit Tower, wo wir beide noch nicht waren und dann sind wir noch ein bisschen am Fisherman’s Wharf rumspaziert. Dann war es auch schon 11.30 Uhr und Karlotta hat mich zum Flughafen gefahren 🙂 Dort musste ich mich dann auch schon von ihr verabschieden, denn bei ihr war das selbe Problem wie bei Annika – wir reisen einfach zu viel.

day 337: stanislaus national park

Seit meine Hostmom und Anna auch in den Urlaub geflogen sind, habe ich sozusagen frei.
Das musste natürlich gleich genutzt werden und da Sabrina in der Woche vom 26.06-02.07 auch alleine waren, haben wir beschlossen, einen größeren Tagestrip zu machen. In Kalifornien gibt es wirklich super viel Natur und Sachen, die man sich anschauen kann.
Wir haben uns am Ende für den Stanislaus National Forest entschieden. Wir sind dort einmal um den See gewandert, was eigentlich als super leichter Wanderweg ausgeschrieben war, aber meiner Meinung nach, nicht ganz so leicht war.
Die Natur war aber wunderschön und ich habe alle Leute beneidet, die in einem der Ferienhäuser dort ihren Sommer verbringen. Das einzige, was uns gefehlt hat, war der Bikini, denn den hatten wir vergessen 😀

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day 335: bye anna & birthday in sf

Für Samstagmorgen hatte ich mir meinen Wecker auf 4.45 Uhr gestellt, weil ich nicht genau wusste, wann Anna und meine Hostmom los mussten und Anna an Tag davor was von 5.30 Uhr gemeint hat. Am Ende sind sie dann erst um 7.15 Uhr los, das heißt, ich hätte zwei Stunden länger schlafen können – aber wer braucht schon Schlaf 😀

Der Abschied war nicht sehr cool, aber ich weiß, dass ich mit Anna am ehesten in Kontakt bleiben werde 🙂 Auf jeden Fall lag ich danach aber erst einmal heulend im Bett bis ich dann mit einer Freundin geskypt habe. Orri und Hal sind dann auch zum Flughafen, das heißt, von denen musste ich mich auch verabschieden, aber inzwischen habe ich ja Übung darin und die kannte ich ja jetzt auch nur zwei Wochen. Wobei ich super viel Spaß mit beiden hatte und die gerne hätten länger bleiben können..:-)
Am Mittag bin ich dann mit Sabrina nach San Francisco gefahren, wo wir uns dann mit Karlotta, Annika und zwei Freundinnen von ihnen getroffen haben. Das Wochenende war Pride Weekend in San Francisco, das heißt es war super viel los und da ich nur ganz normale Sachen anhatte, kam ich mir echt etwas underdressed vor. Die meiste Zeit saßen wir einfach nur im Mission Dolores Park, wo ich auch eine Blumenkette fürs Haar bekommen habe 🙂
Wir haben uns dann später bei Hippie Thai im Ashbury-Heights Viertel was zu Essen geholt, das mega gut war, also den kann ich auf jeden Fall empfehlen und sind dann noch zu den Painted Ladies.

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Am Abend meinte Sabrina dann zu mir, dass ich unbedingt noch zu ihr kommen muss. Gesagt, getan, und sie hatte mir noch Muffins gebacken! Sie hatte mich in SF nämlich gefragt, wie mein Geburtstag bisher war und ob ich einen Kuchen bekommen habe und nach dem ich das verneint hatte (meine Hostmom & Anna mussten ja echt früh los und sowieso ist dafür eigentlich immer die Oma zuständig gewesen), konnte sie es auf keinen Fall zulassen, dass ich an meinem Geburtstag keinen Kuchen bekomme. So super lieb!

Ich muss sagen, mein Geburtstag war echt schön, wenn auch sehr anders, als ich ihn mir vorgestellt habe, aber ich habe gemerkt, dass die eigene Denkweise/Einstellung (mindset halt :D) sehr viel ausmachen kann.

day 269: alamere falls & easter

Noch während ich letzten Dienstag mit meiner Familie in San Francisco unterwegs war, hatte mir meine Hostmom geschrieben, dass sie mit den Kindern spontan bis Sonntag wegfliegt. Deswegen habe ich sie Mittwochmorgen auch nur alle zum Flughafen gefahren und hatte dann den Rest der Woche auch noch frei – auch nicht schlecht 😀
Da Karlotta auch frei hatte und ihre Gastfamilie auch nicht da war, bin ich sozusagen für die Tage bei ihr eingezogen. Es war echt mal super entspannt, niemand von der Gastfamilie da zu haben (bei mir sind ja immer Opa und Oma noch da und dieses Mal war auch noch mein Hostdad da) und wir haben auch ziemlich viel gechillt, Serien geguckt und gegessen.
Am Mittwoch selber waren wir nachmittags mit Faraz (Typ aus unserem letzten Collegekurs) in San Francisco. Wir waren zuerst wieder bei den Twin Peaks und dann beim Ghirardelli Square (Ghirardelli ist eine Schokoladenmarke aus San Francisco). Danach hat uns Faraz noch ein Aussichtspunkt gezeigt, von dem man San Francisco und San José sehen konnte – super schön!
Am Donnerstag war ich nachmittags sogar für ein paar Stunden zuhause, weil ich Wäsche waschen musste (Donnerstag ist immer mein Waschtag), aber sonst war ich den ganzen Tag bei Karlotta.
Am Freitag hat der Wecker dann relativ früh geklingelt, weil wir Wandern gehen wollten. Wir haben dann noch Sabrina abgeholt, die auch frei hatte, und sind zum Point Reyes in den Norden von San Francisco gefahren. Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung, was uns erwarten wird, da Karlotta alles „geplant“ hatte. Im Endeffekt sind wir fünf Stunden durch Wald, Dünen, Sand und Hügel gewandert, weil wir auf dem Hinweg den inoffiziellen Weg nicht gefunden haben und den offiziellen Weg nehmen mussten, mit dem man aber einen riesen Umweg gemacht hat. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Unser Ziel waren die Alamere Falls. Das ist ein Wasserfall, der direkt ins Meer läuft. Die letzte Meile auf unserem Hinweg war am Strand entlang und da Flut war, sind meine Füße nicht ganz trocken geblieben, auch wenn ich es wirklich versucht habe 😀 Der Wasserfall selber war aber einfach unglaublich schön und da es die Tage davor geregnet hatte, hatte er auch ziemlich viel Wasser. Auf dem Rückweg haben wir dann den inoffiziellen Weg genommen, den anscheinend auf dem Hinweg schon jeder außer uns gefunden hatte, denn während dem Wandern waren wir so ziemlich alleine, aber am Wasserfall waren dann doch einige Menschen. Das fand ich nochmal richtig cool, weil wir neben dem Wasserfall hochklettern mussten und dann auch über den Wasserfall bzw. Fluss rüber springen mussten.

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Als wir endlich wieder zuhause bei Karlotta waren, haben wir uns erst einmal Pizza bestellt, weil wir den ganzen Tag über nicht wirklich was hatten. Ich habe dann noch Sabrina nachhause gefahren und habe ausnahmsweise bei mir zuhause geschlafen.
Am Samstag bin ich morgens gleich wieder zu Karlotta gefahren und von dort aus haben wir die anderen abgeholt und sind nach Half Moon Bay ans Meer gefahren. Das Wetter war erstaunlich gut und fast nicht windig! Am Strand haben wir Phase 10 gespielt und den Surfern zugeschaut (surfen lernen steht bei mir auch noch ganz oben auf der to-do Liste). Als es dann doch windiger wurde, sind wir alle zu Karlotta gefahren und haben uns die High School Musical Filme angeschaut, da sie es nicht glauben konnten, dass ich sie noch nie gesehen hatte. Ich bin allerdings nach dem zweiten Film nachhause gefahren, um zu schlafen, weil ich wirklich so müde war! Wirklich, immer, wenn ich frei habe, bin ich danach unausgeschlafener als normalerweise.
Sonntagmorgen bin ich dann aber auch gleich wieder zu Karlotta, um sie für die Kirche abzuholen. Der Gottesdienst war auch richtig schön und es gab Donut Holes (der Teig, der in der Mitte aus dem Donut ausgestochen wird), Lemonade, Kaffee, etc. danach und wir haben ein Buch geschenkt bekommen. Nach der Kirche sind wir wieder zu Karlotta, um ein kleines Osterfrühstück mit Sabrina und Annika zu machen. Danach ging es mit High School Musical weiter und weil wir noch nicht genug von Zac Efron hatten, haben wir noch The Lucky One angefangen (ich habe ja gesagt, wir haben viel gechillt). Gegen 17 Uhr hat mich Karlotta dann aber rausgeschmissen, weil ihre Gastfamilie zurückgekommen ist und sie arbeiten musste. Ich habe dann auch nicht mehr sehr viel gemacht und habe dann um 21 Uhr meine Gastfamilie vom Flughafen abgeholt.

Diese Woche war dann wieder eine ganz normale Arbeitswoche. Am Dienstag haben alle verschlafen und bis ich das gemerkt habe, war es fast schon zu spät. Naja, 2 von 3 Kindern waren trotzdem pünktlich in der Schule und die Dritte nur nicht, weil niemand zuhause war, um sie zu fahren.
Vormittags war ich meistens wie immer im Gym und/oder habe mich mit Freunden getroffen, Sachen für mein Studium organisiert, etc.
Meine Arbeitswochen sind echt nicht spannend 😀 Mal schauen, was ich dieses Wochenende so mache!

day 257: about the next au pair, my last time college, a party & my stanford class

Meine Hostmom hat sich „endlich“ aufgerafft (wir sind immer noch super früh dran) und seit dem 28. März suchen sie/wir mein Nachfolgeaupair. Ich fand das am Anfang wirklich interessant, das von der Gastfamilienseite mitzubekommen, aber jetzt, wo es langsam ernster wird, wird mir immer mehr bewusst, dass ich bald weg bin 😦 Aber naja, so hundertprozentig motiviert ist meine Hostmom noch immer nicht 😀 Wir haben bisher erst mit einem Mädchen geskypt und soweit ich weiß, hat sie auch noch gar nicht mehr angeschrieben. Das ist aber auch wirklich so schlecht gemacht von AuPairCare! Man kann fast keine Filter auswählen, das heißt, wir müssten jetzt wirklich über 100 Bewerbungen durchschauen und darauf habe nicht Mal ich Lust und ich finde es eigentlich voll spannend, was die so schreiben und wie die Videos so sind. Aber naja, meine Hostmom ist auch ziemlich anspruchsvoll und weiß genau was sie will (mich, haha :D), aber sie musste sich schon von ein paar Kriterien verabschieden bzw. ist manches kein Muss-Kriterium mehr. Ich bin echt super gespannt, wer mein Nachfolgeaupair wird 🙂

Letzte Woche Donnerstag war auch endlich mein letztes Mal College! Es war unser Finalday, aber da wir ja statt dem Final ein Paper geschrieben haben (oder auch nicht), haben wir ein Potluck gemacht. Das heißt, jeder hat etwas zum Essen mitgebracht. Ich habe davor mal gegoogelt, was „typisch deutsch“ ist und habe dann Wiener im Schlafrock gemacht, also ohne Wiener, sondern mit irgendwelchen anderen Würstchen natürlich. Karlotta und ich wurden dann auch von Jazzi, die in unserem Kurs war, zu ihrer Winterquarterabschlussfeier eingeladen und da haben wir natürlich sofort zugesagt.
Die war dann auch letzten Samstag und es war wirklich mega cool 🙂 Zuerst waren wir am Pool von ihrem Apartmentkomplex, aber um 22 Uhr mussten wir in ihre Wohnung, weil dann der Pool „schließt“. Natürlich wurde Bierpong gespielt (amerikanisches Bier ist SO schlecht), es gab Essen (vegetarische Chicken Nuggets und irgendwann ganz am Ende Pizza) und zwischenzeitlich war ich sogar auf einer anderen Party, weil ich mit Karlotta, Faraz und Nick (beide auch aus unserem Kurs) draußen war und wir dann einen anderen getroffen haben, der dachte, wir sind auch auf der zweiten Party und uns dann einfach mitgenommen hat. Wir haben dann einfach die beiden Partys zusammengelegt und ja, der Abend war ziemlich schön 🙂 Nicht Mal ein einziges Foto habe ich von der Party, das heißt, die muss gut gewesen sein, weil ich gar nicht an meinem Handy war. Ich habe dann auch bei Karlotta übernachtet und da am nächsten Tag auch nur gechillt 😀

Seit letzten Montag mache ich jetzt eine Class an Stanford. Die heißt Neuromarketing und geht um Wirtschaftspsychologie würde ich jetzt mal sagen. Die ist Gott sei Dank abends, das heißt, ich habe jetzt montags immer schon früher Schluss und ALLE FÜNF Vormittage frei! Das hatte ich schon seit September nicht mehr wirklich 😀
So gaanz langsam kommt hier auch endlich der Sommer an. Jeden Amerikaner, den ich treffe, beteuert mir, dass das Wetter absolut unnormal ist und es eigentlich schon seit Wochen nur noch Sonne geben sollte. Ja, ist leider nicht so, aber ich kann mich nicht beschweren – wir hatten schon ein paar echt superschöne Tage dabei 🙂
Jetzt gerade ist es nur etwas doof, weil meine Familie in 16 Stunden in San Francisco landet und die jetzt ausgerechnet schlechtes Wetter bekommen 😦 Aber davon werden wir uns garantiert nicht die Stimmung vermiesen lassen – ich freue mich auf jeden Fall schon SO SEHR und bin echt aufgeregt!

day 242: moma, warriors, google, facebook & daily stuff

Vorletzten Sonntag (12.03) war ich zusammen mit meiner ganzen Gastfamilie im Museum of Modern Arts in San Francisco! Ich muss sagen, ich bin nicht so wirklich der Kunsttyp, aber manche Sachen fand ich richtig cool. Leider hatten wir nicht genug Zeit, alles anzuschauen, weil wir erst Karten ab 15 Uhr hatten und das Museum sonntags schon um 17 Uhr zu macht, aber meine Hostmom hat mir erzählt, dass die meisten Museen für 18-Jährige noch kostenlos sind! Also werde ich da wahrscheinlich nochmal hingehen und mich auch mal nach anderen Museen erkundigen 🙂

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Unter der Woche war ich dann wieder Dienstag und Donnerstag im College, war Freitagmorgen 1 1/2 Stunden bei unserem Fiathändler, weil es mal wieder einen Rückruf für irgendein Teil gab und wir ja nicht wollen, dass mein Auto in Flammen aufgeht (die beschreiben das in dem Rückrufbrief echt immer so, als ob das Auto jede Sekunde explodieren könnte…). Das war aber eigentlich super cool, weil die eine richtige Kundenlounge mit W-Lan, Kaffee und Essen hatten. Ich habe dann auch spontan mit zwei Freundinnen geskypt, die ich einfach mal angerufen habe. Ganz ehrlich, bei mir klappt immer nur spontanes Skypen. Wenn ich versuche mit Freunden, eine Zeit auszumachen, klappt das nie, aber spontan findet sich immer jemand, der Zeit hat – ich rufe dann halt einfach immer meine Freunde durch und schaue, wer dran geht 😀 Am dem Freitag war auch St. Patrick’s Day, der hier ja echt ein bisschen gefeiert wird, allerdings war der Tag für mich überhaupt nichts besonderes. Ich wurde nur 100x von meinen Kids gezwickt, weil ich nichts grünes anhatte und man dann das anscheinend darf. Das mussten die natürlich ausnutzen.
Am Samstag habe ich morgens kurz „gearbeitet“ (ich habe einen Obstsalat gemacht…) und danach habe ich mich mit einem Freund bei Stanford getroffen und wir waren dort auf dem Hoover Tower, von dem man echt eine richtige schöne Aussicht hat. Man kann sogar San Francisco sehen! Am Abend war ich dann mit Judith, Anni und Sabrina bei einem Warriors Basketballspiel. Das war wirklich mega cool und das Geld hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Warriors haben natürlich auch gewonnen, obwohl es im ersten Viertel echt nicht danach aussah. Danach wollten wir eigentlich noch Burger bei In ‚N Out holen, aber wir waren nicht die einzigen mit der Idee und die Schlange beim Drive In war super lang, also sind wir gleich wieder nachhause.

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Am Sonntag habe ich meine Präsentation fürs College gemacht, weil meine Gruppe diese Woche Diskussionsleiter war und ich habe (natürlich spontan) zuerst mit meiner kleinen Schwester und dann noch mit meiner Mama geskypt 🙂
Gegen 15 Uhr habe ich dann Judith, Anni, etc. gefragt, was sie so machen und Judith meinte dann nur, dass sie mich in drei Minuten abholen könnte, weil sie zu Google und Facebook fahren wollen. Da ich da in meinen acht Monaten immer noch nicht war, habe ich mich natürlich schnell fertiggemacht und bin mit ihnen mitgefahren. Bei Google haben wir uns natürlich gleich die Fahrräder geschnappt und sind ein bisschen rumgecruist, obwohl die „Fahrräder nur für Mitarbeiter sind“, wie uns dann eine Security irgendwann gesagt hat. Die hat uns dann sogar noch einen Aufkleber geschenkt und von uns Fotos gemacht. Ihren Job möchte ich aber auch echt nicht haben – jeden Tag hunderten Touristen zu sagen, dass die Fahrräder nur für die Google-Mitarbeiter sind. Wir haben echt tausend Fotos gemacht und die meisten davon wird nie jemand zu sehen bekommen, weil gestelltere Fotos gibt es echt nicht, aber es war mega lustig! Danach sind wir zu Facebook weitergefahren, was aber nicht ganz so spannend war, weil es dort eigentlich nur ein Plakat mit dem „Daumen hoch“ gibt, aber davor haben wir natürlich auch noch Fotos gemacht. Da Mark Zuckerberg auch super nah bei uns wohnt, sind wir auch noch zu ihm gefahren. Man sieht nur einfach gar nichts, außer sein Gate (er hat die Häuser außenrum auch gekauft) und die Securitymänner, von denen einer gleich ein Foto von uns gemacht hat, als wir wieder weggefahren sind. So gefährlich sind wir jetzt auch nicht 😀 Zurück bei Annika haben wir uns dann noch ganz passend „The Social Network“ (Film, über die Entstehung von Facebook) angeschaut und ich finde den Film echt richtig gut!

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Die Woche war dann wieder ganz normal. Kinder rumfahren, Pausenbrote machen, bei den Hausaufgaben helfen, … . Außerdem hatte ich ja auch die Präsentation in meiner Collegeclass und da wir die letzte Woche hatten, ist die jetzt auch ENDLICH vorbei bzw. müssen wir nur noch nächsten Donnerstag nochmal kommen, aber da machen wir nur ein Potluck (jeder bringt was zu essen mit) und bei Essen sage ich nie nein 😀 Gestern war der Tag auch ziemlich entspannt. Ich habe nachmittags nur Maxi von der Schule geholt und war dann 1 1/2 Stunden ohne Kind, weil Anna noch in der Schule war und Maxi und Ella mit meiner Hostmom bei dem Musical von Ellas Schule waren. In der Zeit war ich dann aber bei Costco und habe die Nektarinen, die ich am Tag vorher gekauft habe, zurückgebracht, weil die alle braun innen drin waren und habe andere Besorgungen gemacht. Um 17 Uhr habe ich dann Anna abgeholt und bin mit ihr Schuhe und Backsachen kaufen gegangen und abends sind meine Gasteltern weggegangen, aber ich musste den Kids eigentlich nur einen Film anmachen, was aber echt ein bisschen gedauert hat, weil unser Internet zurzeit mega spinnt. Ich bin dann auch noch mit Karlotta, Judith, Anni, Annika und Sabrina zu einem Freund von Vroni, der gerade an Stanford studiert und als ich alles nachhause gebracht habe, haben Karlotta und ich uns noch eine Pizza geholt.
Jetzt gerade ist Samstagmorgen und ich sitze noch in meinem Bett. Ich habe auch noch gar keine Pläne für das Wochenende, aber mal schauen, die hatte ich letztes Wochenende nämlich auch nicht 😀

day 230: about college essays, birthday parties, taxes and shooting

Seit Chicago sind auch schon fast wieder zwei Wochen vergangen und die Zeit rennt einfach 😦
Viel ist aber in den letzten Tagen auch nicht passiert: Ich war morgens fast immer im Fitnessstudio und/oder habe mich mit Freunden getroffen. Vorletzten Freitag wollte ich mit Judith und Karlotta nach Bodypump eigentlich einen Stretch & Balance Kurs machen, bis sich herausstellte, dass die Zielgruppe eher Ü50/60-Jährige waren. Man kann ja nicht wissen, dass „Appropriate for beginners and older adults“ gleich heißt, dass das quasi nur für ältere Menschen ist 😀
Mit Karlotta sollte ich eigentlich ein 15-seitiges Essay für unseren Collegekurs schreiben, was wir aber am Ende dann doch nicht gemacht haben, weil es uns echt zu viel Arbeit war und wir beide besseres zu tun hatten 😀 Also werden wir den Kurs logischerweise nicht bestehen, aber das könnte mir gerade ehrlich gesagt nicht egaler sein (dass ICH das mal sagen würde, hätte ich auch nicht gedacht :-)).
Letztes Wochenende hatte Ella ihre Geburtstagsparty zum 9.5 Geburtstag. Ihr Geburtstag ist im Sommer, weshalb meine Gastfamilie immer weg ist und sie somit nicht gleich feiern kann, also haben wir das jetzt ein halbes Jahr später nachgefeiert. Das war echt süß! Ich hatte am Tag davor im Bastelgeschäft Glitzersteinsticker gekauft und die haben wir uns dann alle ins Gesicht geklebt und Fotos mit meiner Polaroidkamera gemacht, außerdem gab es eine Eistorte und S’Mores und, obwohl ich noch nie Ice Cream Cake hatte, „konnte“ ich die auch dieses Mal nicht mal probieren, weil Karlotta und ich in der Fastenzeit auf Zucker verzichten. Es sind dann noch ein paar Kinder zum Übernachten geblieben, aber ich bin dann abends mit Karlotta noch zu Stanford, weil dort eigentlich ein Asian Food Market sein sollte, aber wir waren wohl ein bisschen zu spät dran und es gab eigentlich nichts mehr. Also haben wir uns woanders was asiatisches zum Essen geholt und haben uns dann mit Judith und Annika getroffen. Ich war dann erst ziemlich spät (oder früh – wie man’s nimmt) zuhause, aber da ich ja mit Kindern zusammenwohne, hat das ausschlafen natürlich nicht wirklich geklappt.
Am Sonntag wurde ich dann auch von den anderen „vergessen“. Die sind nämlich nach Berkeley und hatten vergessen, dass ich da auch mitwollte. Ich weiß, ich habe super Freunde 😀 Naja, ich bin dann mit meiner family ins Kino gegangen und ich bin dann auch richtig früh ins Bett, weil ich einfach so müde war.
Am Montag bin ich morgens nach dem Gym zu Karlotta, um unser Essay zu schreiben, aber wir haben dann wie gesagt ziemlich schnell beschlossen, dass wir das sein lassen und haben lieber mit ihrem Welpen gespielt, den sie am Wochenende bekommen haben – so süß!
Freitag war auch ein ziemlich chilliger Tag. Nach dem Fitnessstudio habe ich mich um meine Steuern gekümmert, da ich die bis zum 15.04 zahlen muss. Ganze $26 habe ich den USA geschuldet (ich bin der letzte Ausreisetermin 2016, der für 2016 nach Abzug des Freibetrags Steuern zahlen muss). Ich weiß, dass viele Au-Pairs ihre Steuern nicht zahlen, aber ganz ehrlich, die $26 habe ich gerade noch über und bevor ich irgendwann mal Probleme bekomme, zahle ich die doch einfach. Für 2017 werde ich dann $104 zahlen müssen, aber auch die werde ich zahlen – man kann ja nie wissen.
Gestern habe ich mich zum Lunch mit einem Freund getroffen. Wir waren zuerst Sushi essen (meins war mega gut!) und dann ganz amerikanisch schießen. Ich habe gerade mal die Übersetzung gegoogelt und wir waren Tontaubenschießen. Ich war mega schlecht, aber es war eigentlich doch ganz witzig. Danach waren wir noch in einer Spielhalle für Erwachsene (kein Casino) und das war echt mega lustig und so amerikanisch! Aber ich verstehe jetzt echt, wie man spielsüchtig werden kann 😀
Abends hatten wir dann Gäste da und mein Hostdad hat zum ersten Mal gegrillt und dafür sogar extra deutsche Würste gekauft (wir haben hier einen deutschen Metzger, Laden und Bäcker in der Nähe). Ich mag zwar Würstchen nicht so gerne, aber es gab auch noch Hähnchen und das war mega lecker.

P.S.: Meine Gastfamilie sucht übrigens noch nicht nach einem neuen Au-Pair, weil meine Hostmom einfach noch keine Lust hat 😀 Vor einem Jahr waren sie aber auf jeden Fall schon auf der Suche, weil ich bald vor einem Jahr mit ihnen gematcht habe!

day 203: san francisco & half moon bay

Letztes Wochenende hatten wir endlich mal wieder super Wetter!
Am Samstag bin ich deswegen mit Karlotta und Judith mal wieder ohne wirklichen Plan nach San Francisco reingefahren. Den ersten Zug haben wir leider verpasst, aber im Supermarkt vergeht ja eine halbe Stunde schnell 😀
In San Francisco haben wir uns dann dazu entschieden ins Schwulenviertel zu gehen und das ist wirklich richtig schön! Überall hängen natürlich Regenbogenflaggen, aber auch einfach so die ganze Atmosphäre ist ziemlich cool. Im Viertel neben an (Mission District) waren wir dann auch noch und falls man wirklich keine Ahnung hat, wo und wie man an Marihuana drankommen könnte, dann muss man echt einfach nur in den Mission Dolores Park (von dem man auch eine super Aussicht auf San Francisco hat), weil da riecht es ÜBERALL nur nach Gras und dir wird das eigentlich fast hinterhergeschmissen 😀
Beim Rumlaufen haben wir dann eine Eisdiele gefunden, bei der ziemlich viele Leute anstanden, also haben wir beschlossen und auch anzustellen, weil dann muss das Eis ja gut sein. War es eigentlich auch, aber Amerikaner haben halt kein italienisches Eis, sondern immer nur ihre fancy amerikanischen Geschmackssorten, die natürlich auch gut sind, aber so eine Kugel Joghurteis wäre echt mal wieder cool.
Im Mission District sind wir dann auch auf ein Tattoostudio gestoßen, das super Bewertungen hatte und nach kurzem Überlegen haben sich Judith und Karlotta beide ein kleines Tattoo am Knöchel stechen lassen – ich war aber natürlich als seelische Unterstützung, Bezahlerin und Kamerafrau dabei 😀
Danach haben wir uns dann auch auf den Heimweg gemacht, weil wir uns abends bei Annika zum Kochen getroffen haben 🙂 Es gab Zwiebelsuppe mit Brot, Kässpätzle, Schnitzel und Mousse au Chocolate und alles hat sogar gut geschmeckt. Das Kochen hat zwar echt lange gedauert, weil ich zwischendrin nochmal los musste, um Schokolade einkaufen zu gehen (Schokolade und Wasser vertragen sich einfach nicht) und eine deutsche Spätzlereibe bei Sabrina zu holen, aber das Essen war dann umso besser.

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Am nächsten Tag war dann morgens der Geburtstagsbrunch von einer Freundin und ich habe zum ersten Mal French Toast gegessen und muss sagen, dass ich jetzt nicht so wirklich begeistert war. Der Rest war aber größtenteils auch nicht so zufrieden, also lag es vielleicht eher am Restaurant.
Danach bin ich eigentlich nur nachhause, um meine Tasche umzupacken und dann hat Judith mich abgeholt und wir sind mit Annika, Sabrina und Anni zum Strand gefahren. Dort war es viel kälter und windiger als bei uns zuhause, aber in Decken und Handtücher eingewickelt haben wir dann Phase 10 am Strand gespielt und es war so witzig! Nach vier Runden haben wir das dann aber unterbrochen und sind zurück zu In ’n Out gefahren. Eigentlich wollten wir dort weiterspielen, aber wir waren alle zu sehr mit essen beschäftigt. Danach hat uns Judith auch alle nachhause gebracht und ich habe meine Gastfamilie mal wieder gesehen.

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Ich muss sagen, ich hatte nach dem Wochenende echt ein schlechtes Gewissen, weil ich das ganze Wochenende überhaupt nicht da war und nur zum Schlafen nachhause gekommen bin, obwohl ich eigentlich am Sonntag vorhatte, den Tag hauptsächlich mit meiner Gastfamilie zu verbringen, weil ich die unter der Woche eigentlich auch nicht so viel sehe bzw. nie alle zusammen. Aber naja, ich bin ja noch ein paar Wochenenden hier.