day 335: bye anna & birthday in sf

Für Samstagmorgen hatte ich mir meinen Wecker auf 4.45 Uhr gestellt, weil ich nicht genau wusste, wann Anna und meine Hostmom los mussten und Anna an Tag davor was von 5.30 Uhr gemeint hat. Am Ende sind sie dann erst um 7.15 Uhr los, das heißt, ich hätte zwei Stunden länger schlafen können – aber wer braucht schon Schlaf 😀

Der Abschied war nicht sehr cool, aber ich weiß, dass ich mit Anna am ehesten in Kontakt bleiben werde 🙂 Auf jeden Fall lag ich danach aber erst einmal heulend im Bett bis ich dann mit einer Freundin geskypt habe. Orri und Hal sind dann auch zum Flughafen, das heißt, von denen musste ich mich auch verabschieden, aber inzwischen habe ich ja Übung darin und die kannte ich ja jetzt auch nur zwei Wochen. Wobei ich super viel Spaß mit beiden hatte und die gerne hätten länger bleiben können..:-)
Am Mittag bin ich dann mit Sabrina nach San Francisco gefahren, wo wir uns dann mit Karlotta, Annika und zwei Freundinnen von ihnen getroffen haben. Das Wochenende war Pride Weekend in San Francisco, das heißt es war super viel los und da ich nur ganz normale Sachen anhatte, kam ich mir echt etwas underdressed vor. Die meiste Zeit saßen wir einfach nur im Mission Dolores Park, wo ich auch eine Blumenkette fürs Haar bekommen habe 🙂
Wir haben uns dann später bei Hippie Thai im Ashbury-Heights Viertel was zu Essen geholt, das mega gut war, also den kann ich auf jeden Fall empfehlen und sind dann noch zu den Painted Ladies.

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Am Abend meinte Sabrina dann zu mir, dass ich unbedingt noch zu ihr kommen muss. Gesagt, getan, und sie hatte mir noch Muffins gebacken! Sie hatte mich in SF nämlich gefragt, wie mein Geburtstag bisher war und ob ich einen Kuchen bekommen habe und nach dem ich das verneint hatte (meine Hostmom & Anna mussten ja echt früh los und sowieso ist dafür eigentlich immer die Oma zuständig gewesen), konnte sie es auf keinen Fall zulassen, dass ich an meinem Geburtstag keinen Kuchen bekomme. So super lieb!

Ich muss sagen, mein Geburtstag war echt schön, wenn auch sehr anders, als ich ihn mir vorgestellt habe, aber ich habe gemerkt, dass die eigene Denkweise/Einstellung (mindset halt :D) sehr viel ausmachen kann.

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day 334: water park, go karting & farewell/birthday dinner

Die Woche nach Yosemite habe ich hauptsächlich mit Anna und Erledigungen verbracht. Am Freitag war dann aber noch mal ein ziemlich perfekter Tag 🙂
Ich bin morgens mit Anna, Hal und Orri zu einem Wasserpark in San José gefahren. Ich fand, das war so amerikanisch mit den ganzen Rutschen – wie bei dem Film „Kindsköpfe“. Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß, wobei uns allen, glaube ich, der Endless River, auf dem wir uns in einem Reifen am Ende bestimmt eine halbe Stunde haben treiben lassen, am besten gefallen hat 😀
Weil wir nach dem Wasserpark noch nicht genug Action hatten, sind wir dann noch zum Go Kart Fahren gegangen. Anna konnte leider nicht fahren, weil sie ja noch keinen Führerschein hat, aber wir sind auch nur zwei Runden gefahren und ich war zweimal mit ganz großem Abstand Letzte – yeah 😀 Nein, das war mir wirklich egal 😀
Danach sind wir erst einmal nach Hause, haben alle geduscht und sind dann zusammen zum Abendessen in ein italienisches Familienrestaurant, wo man nur Portionen für mindestens 2-3 Personen bestellen kann. Meine Hostmom wollte eigentlich auch noch kommen, aber die war dann spontan mit ihren Freundinnen wo anders essen 🙂 Auf jeden Fall waren aber die Pastagerichte, die wir bestellt hatten, super lecker! Vor allem, dass das ich aussuchen durfte 😛
Zum Nachtisch gab es dann einen mega großen Eis-Sundae, wegen dem Anna eigentlich auch in das Restaurant wollte. Und da das der Abend vor meinem Geburtstag war, hat Anna das natürlich dem Kellner gesagt und alle haben mir dann ein Ständchen gesungen – super cool!

Der Tag war wirklich mega schön und ich bin so froh, dass ich nochmal so viel Zeit mit Anna verbringen konnte, bevor sie am nächsten Tag dann auch geflogen ist. Fotos davon hat leider nur Anna…

day 330: yosemite national park

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es doch noch in den Yosemite National Park geschafft habe! Und das habe ich alles nur meiner wahninns Gastfamilie zu verdanken. Am 12. Juni hatte ich noch morgens beim Skypen mit meinem Papa darübergeredet, dass ich es da leider nicht mehr hinschaffen werde, da sowohl Zeit und Geld knapp waren, und am Nachmittag bekam ich dann von meiner Hostmom die Nachricht:

Yosemite with Anna this weekend?

Ich meinte natürlich nur „Yes totally!“, wobei ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich daran geglaubt habe, dass das wirklich klappt, da wir erstens viel zu spät für die Unterkunft dran waren und zweitens meine Hostmom schon total viele tolle Ideen im Jahr hatte, von denen aber keine Wirklichkeit geworden ist. Aber am Abend saß ich dann mit Anna wirklich da und wir haben sogar noch eine Unterkunft gefunden! Die war zwar eine Stunde vom Park weg, aber besser als gar nichts.
Am Freitagabend um 23 Uhr haben dann auch noch die beiden Isländer, die zu Besuch waren super spontan im selben Hotel ein Zimmer reserviert, dass heißt, wir waren am Ende zu viert und es war wirklich perfekt!
Da die beiden sich für die Zeit hier ein Mustang Cabrio ausgeliehen hatten, war natürlich klar, dass wir mit dem fahren, was mir auch echt entgegenkam, da ich in der Zeit wirklich so gut wie keinen Schlaf bekommen habe, weil ich die ganzen Abschiedsgeschenke, etc. fertigbekommen musste. Nachdem ich mich dann also Samstagmorgen von Ella und Maxi verabschiedet habe, habe ich ganz schnell mein Zeug gepackt (nicht mal dafür hatte ich Zeit) und um 9 Uhr sind wir dann los zum Yosemite.
Unser erster Stopp nach vier Stunden war dann der Trail zu den Wapama Falls und es war SO HEIß (ach, es gibt jetzt ja auch irgendwie das scharfe ß in groß?). Wir hatten uns das Rekordwochenende, was das Wetter angeht, ausgesucht und durften bei 38°C wandern gehen 😀 Die Wanderung war aber eigentlich gar nicht so schwer und man wurde dann auch mit dem coolsten überhaupt belohnt: die Wapama Falls hatten durch den langen Winter so viel Wasser, dass man nicht an ihnen vorbeigegangen ist, sondern man direkt durch den Wasserfall durchgelaufen ist. Ungelogen, dass war so mit das coolste, was ich je gemacht habe – ich hatte so viel Spaß und war einfach nur so glücklich 🙂 Anna und ich haben das dann auch gleich zweimal gemacht, Hal und Orri (so, jetzt haben die Isländer auch mal Namen) sind aber beim zweiten Mal sitzen geblieben, weil ihnen das Wasser zu kalt war 😀 Das Zurückgehen war dann auch echt okay, weil man ja ganz nass war und es einem so gar nicht so heiß wurde.
Eigentlich hatten wir noch ein paar andere Sachen für den Tag geplant, aber nachdem es so heiß war, war der Hike uns echt genug und wir sind zum Hotel gefahren und sind dann noch Abendessen gegangen.

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Am Sonntag sollte dann unsere längste Wanderung anstehen – zu dem Top des Yosemite Falls. Schon ziemlich am Anfang wurde uns allen klar, dass es für uns wahrscheinlich schon reichen würde, den Wasserfall überhaupt zu sehen 😀 Der Trail war super steil und wir haben alle 10m im Schatten Trinkpause gemacht. Aber es hat sich echt gelohnt! Ich muss zwar sagen, wir waren überhaupt nicht gut vorbereitet (hatten keine richtigen Rucksack und auch nicht wirklich was zu essen), aber es war trotzdem richtig gut, auch wenn wir nur am Fuß des Wasserfalls waren. Natur ist schon Wahnsinn.
Als wir wieder unten angekommen waren, wollten wir erst einmal alle zurück zum Hotel, um zu duschen. Also sind wir wieder die Stunde zurückgefahren, nur um 1 1/2 Stunden später wieder zwei Stunden zum Sonnenuntergang zum Glacier Point zu fahren (wir waren echt viel im Auto das Wochenende, aber Anna und ich hatten Bücher dabei und es gibt auch echt schlimmeres, als im Cabrio Auto zu fahren). Die Aussicht war auch nochmal HAMMER!

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Am Montag haben wir uns dann erst gar keine Wanderung angetan, sondern wir sind White Water Raften gegangen. Es war mein erstes Mal und ich fand es mega gut! Ich war zwar die einzige, die aus dem Boot gefallen ist, aber das hat es eigentlich erst so cool gemacht 😀 Danach sind wir auch schon nachhause gefahren, da wir echt alle fertig waren.

Das Wochenende war wirklich eines der besten meines ganzen Jahres, der Yosemite im Allgemeinen eines meiner Highlights und ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr 🙂

P.S.: Kleiner Fun Fact am Rande: Ich habe im Yosemite einen mega dummen Sonnenbrand auf den Beinen bekommen (nur zwei Streifen) und mein Sonnenbrand ist ausgerechnet jetzt zum ersten Mal braun danach geworden! Normalerweise werde ich immer nur rot, dann wieder weiß, dann wieder rot, wieder weiß, etc. Jetzt habe ich also zwei braune Streifen, wo die Shorts im Sitzen aufgehört hat.

day 328: goodbye ella & maxi

Die zwei Wochen nach Boston waren dann auch schon meine letzten Tage mit Ella & Maxi.
Ich habe wirklich versucht, so viel Zeit mit ihnen zu verbringen, wie geht, auch wenn das bei unserem Alltagsstress nicht wirklich einfach war.
Am Donnerstag und Freitag (15. & 16. Juni) war ich abends auch noch Mal zweimal mit meinen Gasteltern, isländischen Freunden, die zu dem Zeitpunkt da waren (zu denen, aber im nächsten Post mehr) und Anna Essen und am Samstagmorgen musste ich mich dann schon von meinem Hostdad, Ella und Maxi verabschieden.
Ich habe Maxi ein letztes Mal ein PB&J gemacht und endlich genug Punkte bekommen, dass er mir sogar was kleines geschenkt hat, habe noch geholfen alles zusammenzupacken und ja, dann war das Uber da und ich musste Tschüss sagen. Der Abschied war ziemlich schnell und ich konnte mich auch relativ gut zusammenreißen, weil ich es den Kindern nicht noch schwerer machen wollte.

Aber was soll ich sagen, ich vermisse sie. Sehr. Es ist einfach so krass zu wissen, dass wir uns zwar auf jeden Fall wiedersehen werden, aber ich nie wieder ihr Au-Pair sein werde – es wird nie wieder so sein, wie es war. Und das ist irgendwie echt beängstigend und traurig. Ich will einfach, dass wir für immer diese Beziehung haben, wie ich sie mit Ella und Maxi am Ende hatte, aber ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass es das nicht sein wird. Ich war ein Jahr ein riesiger Teil ihres Lebens und schon ab August bzw. eigentlich schon jetzt, übernimmt jemand anderes diesen Teil.
Ich hoffe einfach, dass ich ihnen was fürs Leben mitgeben konnte und dass sie mich nie vergessen. Ich werde meine kleinen Babys auf jeden Fall nie vergessen und sie werden auch für immer „meine“ Kinder bleiben.

day 325: 50 days left & 3 days left with ella and maxi

Ich weiß, es fehlen noch total viele Blogposts dazwischen, aber die kommen spätestens in zwei Wochen, denn dann habe ich sehr viel Zeit. Ich möchte aber meine derzeitige Gefühlslage „aufs Papier bringen“, so lange ich noch ganz genau weiß (bzw. auch nicht weiß), wie ich mich fühle/gefühlt habe.

Drei Tage bleiben mir nur noch mit Maxi und Ella, denn statt Montag fliegen sie schon Samstagmorgen mit meinem Hostdad in den Urlaub. Das heißt, eigentlich habe ich nur noch zwei ganze Tage mit ihnen.
Und ich weiß wirklich nicht, woran es genau lag, aber als wir heute über meine Abschiedsfeier, die meine Gastfamilie eigentlich für diesen Freitag geplant hatte, geredet haben und gemeinsam beschlossen haben, dass wir das auf nächste Woche verschieben, war ich so den Tränen nahe, dass ich erst einmal in mein Zimmer bin, um alleine zu weinen. Es lag auf keinen Fall daran, dass wir die Abschiedsfeier verschoben haben, denn damit war ich absolut einverstanden bzw. es war sogar mein Vorschlag, weil mein Hostdad sie eigentlich trotzdem noch unbedingt am Freitag machen wollte, aber das alles viel zu stressig geworden wäre.
Vielleicht lag es allgemein an dem Gespräch über Abschied. Vielleicht lag es an dem (psychischen) Stress. Vielleicht lag es an der Angst vor dem Abschied (Abschiede sind für mich eigentlich immer super leicht, weil ich es in dem Moment nie realisiere, für wie lange ich mich teilweise verabschiede und genau das hasse ich). Vielleicht bin ich auch einfach komisch. (ich sitze übrigens gerade schon wieder mit Tränen in den Augen da – ich sage ja: komisch)
Ich kann es eigentlich wirklich kaum erwarten, kein Au-Pair mehr zu sein, denn mit meinem Job bin ich wirklich fertig. Aber anscheinend sind tief in mir drinnen doch noch Gefühle.
Ich finde den Blogpost übrigens gerade ziemlich dumm und fange gleich deswegen zu weinen an, weil ich einfach nicht weiß, wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Ich habe so viele Sachen, die mich gerade beschäftigen – um die ich mich kümmern muss -, dass ich, glaube ich, gerade zumindest nach außen hin, ziemlich gefühlskalt durch die Welt laufe und nur versuche, die Zeit rumzubringen, zu überleben. Und dabei meine ich nicht mal, dass es mir schlecht geht, sondern, dass es einfach zu viele Gefühle sind, die auf einmal in mir sind, dass ich teilweise echt überfordert bin. Deswegen verdränge ich einfach alles und versuche meine To-Do-Liste bis Freitag abzuarbeiten – bis heute hat das ganz gut geklappt.
Mal schauen, wie es mir dann am Freitag/Samstag geht, wenn ich mich von meinen zwei kleinen munchkins wirklich verabschieden muss.

day 314: boston

Ich bin inzwischen so hintendran, dass ich jetzt einfach „nur“ noch Blogeinträge über die wichtigsten Ereignisse schreiben werde 🙂
In meinem Alltag gab es wie immer viel Gym, Ben & Jerry’s, San Francisco Besuche und Rumgefahre.

Am 02. Juni bin ich dann mit Anna nachmittags nach Boston geflogen! Meine Gasteltern hatten dort ein Klassentreffen der Harvard Business School (HBS) und sind auch schon donnerstags an die Ostküste geflogen. Anna hatte aber noch ihren letzten Schultag und deswegen konnten wir erst Freitagnachmittag los. Wir sind gleich von der Schule zum Flughafen gefahren. Der Flug war jetzt nicht besonders spektakulär, außer, dass es wirklich GAR KEINE Filme oder ähnliches umsonst gab, was bei einem sechs Stunden Flug dann doch etwas doof ist.
In Boston angekommen, war es dann schon 1.30 Uhr und bis wir im Hotel waren dann 2.30 Uhr – dementsprechend fertig waren wir dann auch. Aber immerhin hatte mir meine Hostmom auf dem Weg zum Hotel noch geschrieben, dass Anna und ich doch unser eigenes Zimmer hatten und nicht wie geplant mit ihnen im Zimmer schlafen.

Am Samstagmorgen sind wir dann erstmal zu ein paar Vorträgen der HBS gegangen, die zumindest ich ziemlich interessant fande. Danach gab es Milchshakes zum Lunch und dann haben wir alle zusammen eine kleine Fahrradtour durch Cambridge und Boston gemacht und mein Hostdad hat uns auch alle seine Zimmer gezeigt, in denen er während seines Studiums gewohnt hat (er hat Bachelor & Master an Harvard gemacht). Abends habe ich dann Anna und mir was zu Essen geholt und wir haben ein bisschen Fernseh geschaut.

Am Sonntag hatten wir dann noch den halben Tag Zeit, den Anna und ich damit verbracht haben, den Freedom Trail abzugehen. Das ist ein roter „Strich“, der durch ganz Boston an verschiedenen historischen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Danach gab es noch einmal lecker Lunch und dann haben wir uns auch schon wieder mit meinen Gasteltern am Flughafen getroffen. Der Flug zurück ging dann auch super schnell vorbei (dieses Mal mit Filmen) und um 21 Uhr waren wir, glaube ich, wieder zuhause 🙂

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Boston hat mir echt richtig gut gefallen! Es sah einfach GANZ anders aus, als all die Städte an der Westküste und man sieht, meiner Meinung nach, total den europäischen/britischen Einfluss!