day 243: eight months in the states

Acht Monate sind vorbei und es könnte mir nicht besser gehen 🙂 Ich bin für jeden Tag, den ich hier bin, so so dankbar und ich weiß, wie viel Glück ich hier mit meiner Gastfamilie, meinen Freunden, der Gegend und allgemein mit dem Leben habe.
Ich weiß echt nicht, wie ich mich in vier Monaten von allem verabschieden soll. Jedes Mal, wenn ich nur über den Abschied nachdenke (was ich in letzter Zeit irgendwie echt oft mache), könnte ich anfangen zu weinen (wenn es dann soweit ist, werde ich bestimmt wieder überhaupt nicht weinen können – so wie immer).
Aber, ich komme nachhause. Ich werde nicht verlängern, auch wenn meine Gastfamilie SOFORT ja sagen würde und sich so sehr darüber freuen würde und ich auch wirklich darüber nachgedacht habe. Aber ein Jahr ist genug 🙂 Und ich bin ja nicht aus der Welt! Ich kann immer wieder zurückkommen und wer weiß, vielleicht studiere ich ja wirklich mal in den USA oder arbeite hier 🙂
Ich freue mich wirklich total auf die kommenden Monate, auf besseres Wetter, auf meine Familie, die in zwei Wochen kommt, auf die Reisen, die noch nicht geplant sind, aber in meinem Kopf eigentlich schon feststehen und auf vier Monate mehr Amerika.

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day 242: moma, warriors, google, facebook & daily stuff

Vorletzten Sonntag (12.03) war ich zusammen mit meiner ganzen Gastfamilie im Museum of Modern Arts in San Francisco! Ich muss sagen, ich bin nicht so wirklich der Kunsttyp, aber manche Sachen fand ich richtig cool. Leider hatten wir nicht genug Zeit, alles anzuschauen, weil wir erst Karten ab 15 Uhr hatten und das Museum sonntags schon um 17 Uhr zu macht, aber meine Hostmom hat mir erzählt, dass die meisten Museen für 18-Jährige noch kostenlos sind! Also werde ich da wahrscheinlich nochmal hingehen und mich auch mal nach anderen Museen erkundigen 🙂

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Unter der Woche war ich dann wieder Dienstag und Donnerstag im College, war Freitagmorgen 1 1/2 Stunden bei unserem Fiathändler, weil es mal wieder einen Rückruf für irgendein Teil gab und wir ja nicht wollen, dass mein Auto in Flammen aufgeht (die beschreiben das in dem Rückrufbrief echt immer so, als ob das Auto jede Sekunde explodieren könnte…). Das war aber eigentlich super cool, weil die eine richtige Kundenlounge mit W-Lan, Kaffee und Essen hatten. Ich habe dann auch spontan mit zwei Freundinnen geskypt, die ich einfach mal angerufen habe. Ganz ehrlich, bei mir klappt immer nur spontanes Skypen. Wenn ich versuche mit Freunden, eine Zeit auszumachen, klappt das nie, aber spontan findet sich immer jemand, der Zeit hat – ich rufe dann halt einfach immer meine Freunde durch und schaue, wer dran geht 😀 Am dem Freitag war auch St. Patrick’s Day, der hier ja echt ein bisschen gefeiert wird, allerdings war der Tag für mich überhaupt nichts besonderes. Ich wurde nur 100x von meinen Kids gezwickt, weil ich nichts grünes anhatte und man dann das anscheinend darf. Das mussten die natürlich ausnutzen.
Am Samstag habe ich morgens kurz „gearbeitet“ (ich habe einen Obstsalat gemacht…) und danach habe ich mich mit einem Freund bei Stanford getroffen und wir waren dort auf dem Hoover Tower, von dem man echt eine richtige schöne Aussicht hat. Man kann sogar San Francisco sehen! Am Abend war ich dann mit Judith, Anni und Sabrina bei einem Warriors Basketballspiel. Das war wirklich mega cool und das Geld hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Warriors haben natürlich auch gewonnen, obwohl es im ersten Viertel echt nicht danach aussah. Danach wollten wir eigentlich noch Burger bei In ‚N Out holen, aber wir waren nicht die einzigen mit der Idee und die Schlange beim Drive In war super lang, also sind wir gleich wieder nachhause.

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Am Sonntag habe ich meine Präsentation fürs College gemacht, weil meine Gruppe diese Woche Diskussionsleiter war und ich habe (natürlich spontan) zuerst mit meiner kleinen Schwester und dann noch mit meiner Mama geskypt 🙂
Gegen 15 Uhr habe ich dann Judith, Anni, etc. gefragt, was sie so machen und Judith meinte dann nur, dass sie mich in drei Minuten abholen könnte, weil sie zu Google und Facebook fahren wollen. Da ich da in meinen acht Monaten immer noch nicht war, habe ich mich natürlich schnell fertiggemacht und bin mit ihnen mitgefahren. Bei Google haben wir uns natürlich gleich die Fahrräder geschnappt und sind ein bisschen rumgecruist, obwohl die „Fahrräder nur für Mitarbeiter sind“, wie uns dann eine Security irgendwann gesagt hat. Die hat uns dann sogar noch einen Aufkleber geschenkt und von uns Fotos gemacht. Ihren Job möchte ich aber auch echt nicht haben – jeden Tag hunderten Touristen zu sagen, dass die Fahrräder nur für die Google-Mitarbeiter sind. Wir haben echt tausend Fotos gemacht und die meisten davon wird nie jemand zu sehen bekommen, weil gestelltere Fotos gibt es echt nicht, aber es war mega lustig! Danach sind wir zu Facebook weitergefahren, was aber nicht ganz so spannend war, weil es dort eigentlich nur ein Plakat mit dem „Daumen hoch“ gibt, aber davor haben wir natürlich auch noch Fotos gemacht. Da Mark Zuckerberg auch super nah bei uns wohnt, sind wir auch noch zu ihm gefahren. Man sieht nur einfach gar nichts, außer sein Gate (er hat die Häuser außenrum auch gekauft) und die Securitymänner, von denen einer gleich ein Foto von uns gemacht hat, als wir wieder weggefahren sind. So gefährlich sind wir jetzt auch nicht 😀 Zurück bei Annika haben wir uns dann noch ganz passend „The Social Network“ (Film, über die Entstehung von Facebook) angeschaut und ich finde den Film echt richtig gut!

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Die Woche war dann wieder ganz normal. Kinder rumfahren, Pausenbrote machen, bei den Hausaufgaben helfen, … . Außerdem hatte ich ja auch die Präsentation in meiner Collegeclass und da wir die letzte Woche hatten, ist die jetzt auch ENDLICH vorbei bzw. müssen wir nur noch nächsten Donnerstag nochmal kommen, aber da machen wir nur ein Potluck (jeder bringt was zu essen mit) und bei Essen sage ich nie nein 😀 Gestern war der Tag auch ziemlich entspannt. Ich habe nachmittags nur Maxi von der Schule geholt und war dann 1 1/2 Stunden ohne Kind, weil Anna noch in der Schule war und Maxi und Ella mit meiner Hostmom bei dem Musical von Ellas Schule waren. In der Zeit war ich dann aber bei Costco und habe die Nektarinen, die ich am Tag vorher gekauft habe, zurückgebracht, weil die alle braun innen drin waren und habe andere Besorgungen gemacht. Um 17 Uhr habe ich dann Anna abgeholt und bin mit ihr Schuhe und Backsachen kaufen gegangen und abends sind meine Gasteltern weggegangen, aber ich musste den Kids eigentlich nur einen Film anmachen, was aber echt ein bisschen gedauert hat, weil unser Internet zurzeit mega spinnt. Ich bin dann auch noch mit Karlotta, Judith, Anni, Annika und Sabrina zu einem Freund von Vroni, der gerade an Stanford studiert und als ich alles nachhause gebracht habe, haben Karlotta und ich uns noch eine Pizza geholt.
Jetzt gerade ist Samstagmorgen und ich sitze noch in meinem Bett. Ich habe auch noch gar keine Pläne für das Wochenende, aber mal schauen, die hatte ich letztes Wochenende nämlich auch nicht 😀

day 218: chicago

Wie schon in meinem vorletzten Post geschrieben, ging es letzten Freitagabend nach Chicago 🙂
Ich hatte einen Nachtflug, da der aber nur vier Stunden lang war, konnte ich natürlich nicht wirklich schlafen. In Chicago hat mich dann der Schwager von meiner Hostmom abgeholt (um 6 Uhr morgens – super lieb!), weil ich für das Wochenende bei ihrer Schwester schlafen durfte! Beim Haus angekommen, habe ich auch erst einmal noch zwei Stunden geschlafen und dann habe ich auch die Schwester und ihre beiden Söhne (3 und 5 Jahre alt – so super süß!) kennengelernt. Samstagmorgen gehen sie immer frühstücken (die Tradition werde ich auch in Deutschland einführen), also waren wir natürlich frühstücken und danach hatten die Kinder Eishockey bzw. eine Geburtstagsfeier und ich habe mir den Ort, in dem sie wohnen, ein bisschen angeschaut – super süß und amerikanisch! Es hatte übrigens nur 0°C, aber ich hatte Annas Winterschuhe dabei und zum ersten Mal keine kalten Füße wie in New York City und am Bryce Canyon, wo ich nur meine Chucks hatte 😀 Abends war ich dann mit den Eltern und Freunden von ihnen zum Dinner in einem super fancy Restaurant in Chicago Downtown. Das war echt cool!
Am Sonntag waren wir wieder frühstücken und danach bin ich mit dem Zug nach Chicago gefahren. Dort war ich zuerst bei „The Bean“, was einfach wirklich nur eine riesige silberne Bohne mitten in Chicago ist. Ich finde sie auf jeden Fall super cool und was das ganze noch cooler macht, ist, dass ich dort zufällig ein anderes deutsches Au-Pair aus Washington D.C., die auch bis Montag alleine in Chicago war, getroffen habe! So witzig! Sie hatte mich eigentlich nur gefragt, ob ich ein Foto von ihr machen kann und so kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie auch Au-Pair ist – sogar auch mit Ayusa-Intrax 🙂 Wir haben von da an dann alles zusammen gemacht, was mega cool war, weil Johanna (so heißt sie :D) mega nett war und immer Fotos von mir machen konnte 😛
Als nächstes waren wir dann auf jeden Fall beim Navy Pier (bis wir den Weg dahin gefunden hatten, hatte es allerdings ein bisschen gedauert^^), wo ich mich auch mit Mirjam, die mit mir in New York City war, treffen wollte, aber leider haben wir uns verpasst. Danach sind wir weiter zum Willis Tower. Das ist ein Hochhaus, bei dem man bis in den 103.Stock hochfahren kann und dann eben eine wunderschöne Aussicht über Chicago und Lake Michigan hat. Außerdem hat er „Glasbalkone“, also Kästen ganz aus Glas, in denen man dann sozusagen über Chicago schwebt. Ein bisschen gruselig, aber eine Erfahrung wert.

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Danach sind wir beide wieder zurück – sie in ihr Hostel, ich zu der Familie von meiner Hostmom, wo es auch erst einmal noch Deep Dish Pizza gab. Dafür ist Chicago berühmt und das ist ein Pizzateig mit Käse, dann dem Belag und dann der Tomatensoße, die ungefähr 2-3cm dick ist. Ich fand die natürlich super, aber mit Essen bekommt man mich immer 😀 Außerdem war am Sonntag ja die Oskarverleihung und da ich sie endlich mal anschauen konnte, konnte ich sie mir ja nicht entgehen lassen. Allerdings bin ich kurz vor dem „coolsten“ Teil (der Panne bei der Verleihung für den besten Film) ins Bett gegangen – so doof!

Am Montag mussten die Eltern wie immer in die Arbeit und ich habe mit dem Vater die beiden Jungs zum Kindergarten gebracht. Danach hat er mich wieder bei der Bahnstation abgesetzt, wo ich leider den Zug um 1 Minute verpasst habe und das genau zu der Zeit, wo der Zeitplan von viertelstündlich auf stündlich wechselt, also musste ich eine Stunde warten. Johanna war aber auch erst so spät fertig, also hat das super gepasst. Als erstes sind wir dann zum Anfangsschild der Route 66. Jetzt war ich am Anfang, am Ende und bin ein Stück auf ihr gefahren. Danach sind wir die Shoppingmeile runtergelaufen, weil wir bei dem zweiten Aussichtshochhaus eigentlich nur in die Frauentoilette des Restaurants im 94.Stock wollten, weil man von dort eine echt tolle Aussicht haben soll, aber leider war das Restaurant ausgerechnet diese Woche geschlossen. Ich habe Johanna dann noch zu ihrer Bahn begleitet und bin dann selber wieder zurück gefahren. Ich hatte dann noch Dinner mit der Familie und musste dann aber leider schon los zum Flughafen 😦
Meinen Handgepäckskoffer musste ich dann auch noch aufgeben, weil im Flugzeug kein Platz mehr war. Das wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn ich den Koffer in San Francisco nicht verpasst hätte. Ich weiß echt nicht, wie mir der entgehen konnte, aber ich saß eine Stunde bei den Gepäckbändern, bis ich einen Mitarbeiter gefragt habe und der mir gesagt hat, dass die Koffer von dem Flug schon im Stauraum sind. Ups 😀 Aber ich habe meinen Koffer dann ziemlich schnell bekommen und war um 1.30 Uhr dann auch endlich wieder zuhause 🙂
Chicago hat mir mega gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch einmal hin, um mir auch die ganzen Nachbarschaften anzuschauen.

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