day 375: coming home

Erst einmal ein FROHES NEUES JAHR an alle, die noch meinen Blog lesen! Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht und dass 2018 ein super Jahr für euch wird!
Heute vor inzwischen genau FÜNF Monaten bin ich aus den USA zurück nach Deutschland geflogen (das heißt, wenn ich jetzt über mein Jahr erzählen will, muss ich „letztes Jahr“ sagen 😳). Das ganze Jahr kommt mir inzwischen so surreal vor – fast wie ein Traum. Aber es war auch ein wahrgewordener Traum. Das hört sich jetzt ziemlich kitschig an, aber seit ich in der 7. oder 8. Klasse war, hatte ich den Plan nach dem Abitur als Au-Pair in die USA zu gehen und nachdem ich 2016 dann endlich mein Abitur bestanden hatte und am 25. Juli in die USA fliegen konnte, wurden auch noch alle meine Erwartungen und Vorstellungen, die ich an mein Au-Pair Jahr hatte, übertroffen. Ich hätte mir keine bessere Gastfamilie, keine besseren Freunde, keinen besseren Ort, einfach kein besseres Jahr vorstellen können. Es war schon fast langweilig, so gut lief es.

Das alles musste ich aber wie gesagt am 03. August 2017 hinter mir lassen. Die Woche davor habe ich mit meinem Nachfolgeaupair verbracht. Ich sollte sie einarbeiten, aber da unsere Gastfamilie noch im Sommerurlaub war, genau wie bei mir ein Jahr davor, habe ich ihr nur das zeigen können, was ohne die eigentliche Arbeit – die Kinder – geht. Also sind wir hauptsächlich rumgefahren, haben ein paar organisatorische Sachen erledigt und ich habe ihr ein bisschen die Umgebung gezeigt.
Außerdem habe ich natürlich versucht, meine Freunde noch so oft wie möglich zu sehen. Am vorletzten Abend vor meinem Flug habe ich sogar noch mit Sabrina und meinem Nachfolgeaupair am Strand geschlafen. Ich konnte ja California nicht verlassen, ohne einmal am Strand gecampt zu haben!
Am 03. August ging es dann um 4 Uhr morgens nach ziemlich wenig Schlaf zum Flughafen. Dort musste ich dann auch erst Mal was aus meinem großen Koffer auspacken, weil er 2lbs zu schwer war. Die Sachen, die sich über ein Jahr ansammeln, habe ich eindeutig unterschätzt, aber irgendwie habe ich es geschafft, alles in einen Koffer, einen Handgepäckskoffer und circa fünf persönliche Gegenstände zu packen. Ich konnte es zu dem Zeitpunkt gar nicht realisieren, dass es für mich wirklich nach Hause geht – nach Deutschland, also so wirklich.
Meine beiden Flüge waren aber recht entspannt. In Philadelphia habe ich mir zwischen den Flügen nur kurz was zu essen gekauft und dann ging es auch schon ins zweite Flugzeug. Unser Abflug verspätete sich dann zwar um eine Stunde, aber ich glaube, in München angekommen, hatten wir dann gar nicht mehr ganz so viel Verspätung. Ich habe wirklich versucht im Flugzeug zu schlafen, da ich in Deutschland um 9 Uhr morgens gelandet bin und somit den ganzen Tag durchhalten musste, bevor ich schlafen durfte, aber das hat nicht so ganz geklappt.
In München habe ich mich nach der Passkontrolle erst einmal umgezogen und dann auf meinen Koffer gewartet. Währenddessen wurde ich gefühlt fünfmal von meiner Schwester, die zusammen mit meiner Familie und ein paar Freunden schon draußen wartete, angerufen, wann ich denn endlich kommen würde 😃. Nachdem ich mein Gepäck hatte, bin ich dann natürlich sofort raus und es war so toll, meine Freunde und Familie wiederzusehen. Ich habe ganz viele Plakate bekommen und wir sind dann auch erst einmal frühstücken gegangen.
Zurück zuhause war alles so wie „immer“. Ein paar Kleinigkeiten hatten sich verändert, aber sonst war wirklich alles so, wie die 18 Jahre davor.
Ich muss zugeben, die ersten zwei/drei Tage wollte ich eigentlich nur zurück in die USA. Deutschland war mir irgendwie zu normal. Das hört sich komisch an, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich in den USA selbstbewusster geworden bin und mich auch so verändert habe, aber zurück in Deutschland war das alles weg. Die Leute kannten mich ja so auch nicht. In den USA konnte ich mir ein neues Leben aufbauen, so wie ich das wollte, und zurück in Deutschland hatte ich das Gefühl, dass ich wieder so sein muss, wie ein Jahr vorher, als ich in die USA geflogen bin. Nach drei Tagen hatte ich mich aber damit abgefunden und einfach versucht, so viele Leute wie möglich zu sehen, denn zwei Wochen später bin ich schon wieder umgezogen.

Inzwischen studiere ich schon fast ein halbes Jahr in Maastricht (Niederlande). Die Zeit fliegt einfach nur, wobei ich jetzt nicht sagen könnte, ob 2017 schnell oder langsam vergangen ist. Es ist einfach SO viel passiert. Im Januar habe ich einen Roadtrip zum Bryce Canyon, Antelope Canyon, Horseshoe Bend und nach San Diego gemacht, im Februar war ich in Chicago, im April kam meine Familie zu Besuch, im Juni war ich in Boston und im Yosemite National Park und im Juli war ich in Nicaragua, auf Maui und auf Oahu. Nachdem ich Anfang August zurück in Deutschland war, bin ich zwei Wochen später nach Maastricht gezogen, hatte dort meine Inkom Week und bin zwischendurch aber noch ein paar Mal nach Deutschland gefahren, um aufs Volksfest zu gehen und meine beste Freundin zu sehen, die ein Jahr in Chile war. Seit dem lebe ich in Maastricht und studiere International Business, habe schon super Freunde gefunden, hatte schon zwei Klausurenphasen (das ist in den Niederlanden alles etwas anders :D) und habe jetzt gerade Weihnachtsferien.
Mal schauen, ob 2018 das toppen kann 😛

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3 Gedanken zu „day 375: coming home“

    1. Mein Reisemonat waren sozusagen meine Reisen nach Nicaragua und Hawaii 🙂 Meine Gastfamilie war schon ab Juli im Sommerurlaub und mein Studium fing Anfang September schon an, also habe ich den einfach einen Monat vorgezogen 🙂
      Aber eigentlich nein, einen klassischen Reisemonat habe ich nicht gemacht 🙂

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