day 330: yosemite national park

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es doch noch in den Yosemite National Park geschafft habe! Und das habe ich alles nur meiner wahninns Gastfamilie zu verdanken. Am 12. Juni hatte ich noch morgens beim Skypen mit meinem Papa darübergeredet, dass ich es da leider nicht mehr hinschaffen werde, da sowohl Zeit und Geld knapp waren, und am Nachmittag bekam ich dann von meiner Hostmom die Nachricht:

Yosemite with Anna this weekend?

Ich meinte natürlich nur „Yes totally!“, wobei ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich daran geglaubt habe, dass das wirklich klappt, da wir erstens viel zu spät für die Unterkunft dran waren und zweitens meine Hostmom schon total viele tolle Ideen im Jahr hatte, von denen aber keine Wirklichkeit geworden ist. Aber am Abend saß ich dann mit Anna wirklich da und wir haben sogar noch eine Unterkunft gefunden! Die war zwar eine Stunde vom Park weg, aber besser als gar nichts.
Am Freitagabend um 23 Uhr haben dann auch noch die beiden Isländer, die zu Besuch waren super spontan im selben Hotel ein Zimmer reserviert, dass heißt, wir waren am Ende zu viert und es war wirklich perfekt!
Da die beiden sich für die Zeit hier ein Mustang Cabrio ausgeliehen hatten, war natürlich klar, dass wir mit dem fahren, was mir auch echt entgegenkam, da ich in der Zeit wirklich so gut wie keinen Schlaf bekommen habe, weil ich die ganzen Abschiedsgeschenke, etc. fertigbekommen musste. Nachdem ich mich dann also Samstagmorgen von Ella und Maxi verabschiedet habe, habe ich ganz schnell mein Zeug gepackt (nicht mal dafür hatte ich Zeit) und um 9 Uhr sind wir dann los zum Yosemite.
Unser erster Stopp nach vier Stunden war dann der Trail zu den Wapama Falls und es war SO HEIß (ach, es gibt jetzt ja auch irgendwie das scharfe ß in groß?). Wir hatten uns das Rekordwochenende, was das Wetter angeht, ausgesucht und durften bei 38°C wandern gehen 😀 Die Wanderung war aber eigentlich gar nicht so schwer und man wurde dann auch mit dem coolsten überhaupt belohnt: die Wapama Falls hatten durch den langen Winter so viel Wasser, dass man nicht an ihnen vorbeigegangen ist, sondern man direkt durch den Wasserfall durchgelaufen ist. Ungelogen, dass war so mit das coolste, was ich je gemacht habe – ich hatte so viel Spaß und war einfach nur so glücklich 🙂 Anna und ich haben das dann auch gleich zweimal gemacht, Hal und Orri (so, jetzt haben die Isländer auch mal Namen) sind aber beim zweiten Mal sitzen geblieben, weil ihnen das Wasser zu kalt war 😀 Das Zurückgehen war dann auch echt okay, weil man ja ganz nass war und es einem so gar nicht so heiß wurde.
Eigentlich hatten wir noch ein paar andere Sachen für den Tag geplant, aber nachdem es so heiß war, war der Hike uns echt genug und wir sind zum Hotel gefahren und sind dann noch Abendessen gegangen.

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Am Sonntag sollte dann unsere längste Wanderung anstehen – zu dem Top des Yosemite Falls. Schon ziemlich am Anfang wurde uns allen klar, dass es für uns wahrscheinlich schon reichen würde, den Wasserfall überhaupt zu sehen 😀 Der Trail war super steil und wir haben alle 10m im Schatten Trinkpause gemacht. Aber es hat sich echt gelohnt! Ich muss zwar sagen, wir waren überhaupt nicht gut vorbereitet (hatten keine richtigen Rucksack und auch nicht wirklich was zu essen), aber es war trotzdem richtig gut, auch wenn wir nur am Fuß des Wasserfalls waren. Natur ist schon Wahnsinn.
Als wir wieder unten angekommen waren, wollten wir erst einmal alle zurück zum Hotel, um zu duschen. Also sind wir wieder die Stunde zurückgefahren, nur um 1 1/2 Stunden später wieder zwei Stunden zum Sonnenuntergang zum Glacier Point zu fahren (wir waren echt viel im Auto das Wochenende, aber Anna und ich hatten Bücher dabei und es gibt auch echt schlimmeres, als im Cabrio Auto zu fahren). Die Aussicht war auch nochmal HAMMER!

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Am Montag haben wir uns dann erst gar keine Wanderung angetan, sondern wir sind White Water Raften gegangen. Es war mein erstes Mal und ich fand es mega gut! Ich war zwar die einzige, die aus dem Boot gefallen ist, aber das hat es eigentlich erst so cool gemacht 😀 Danach sind wir auch schon nachhause gefahren, da wir echt alle fertig waren.

Das Wochenende war wirklich eines der besten meines ganzen Jahres, der Yosemite im Allgemeinen eines meiner Highlights und ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr 🙂

P.S.: Kleiner Fun Fact am Rande: Ich habe im Yosemite einen mega dummen Sonnenbrand auf den Beinen bekommen (nur zwei Streifen) und mein Sonnenbrand ist ausgerechnet jetzt zum ersten Mal braun danach geworden! Normalerweise werde ich immer nur rot, dann wieder weiß, dann wieder rot, wieder weiß, etc. Jetzt habe ich also zwei braune Streifen, wo die Shorts im Sitzen aufgehört hat.

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