day 300: sunrise in san francisco, dentist, painting the garage wall & it’s getting real

Letztes Wochenende am Sonntag bin ich morgens um 4.00 Uhr aufgestanden und zu Judith gefahren. Dort wurden wir von Sabrina abgeholt und wir haben uns auf den Weg nach San Francisco gemacht, wo wir uns den Sonnenaufgang anschauen wollten. Die Betonung liegt auf „wollten“, denn wir waren erstens ein bisschen spät dran (die Sonne fängt ja fast schon um 4 Uhr an, aufzugehen) und zweitens sind wir auf der Autobahn in einen Müllsack gefahren. Das hört sich erst mal ganz witzig und harmlos an, aber war es leider nicht, denn die ganze Stoßstange ist kaputt und muss laut Werkstatt ausgewechselt werden, sonst fällt sie bald ab. Wir konnten den Müllsack echt nicht sehen, weil das Auto vor uns erst kurz davor die Spur gewechselt hat und mich würde es auch echt interessieren, was in dieser Mülltüte drin war, dass es so einen großen Schaden verursachen konnte. Wie schwerwiegend der Schaden war, war uns übrigens anfangs nicht so bewusst und wir sind trotzdem weiter gefahren und haben uns den restlichen Sonnenaufgang von der Nordseite der Golden Gate Bridge angeschaut. Nachdem wir dann mit Hilfe von drei Männern ein Stück Plastik unterm Auto, das nur noch halb dran hing und am Reifen schliff, weggeschnitten hatten, sind wir noch zum Hippie Tree weiter, was wirklich einer meiner Lieblingsplätze ist – die Aussicht ist einfach wunderschön!

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Nach zwei Stunden ohne Antwort von Sabrinas Hostmom, der wir natürlich geschrieben hatten, haben wir uns einfach mal auf den Weg Richtung Napa Valley gemacht, was eigentlich von Anfang an unser Ziel war. Als wir schon fast dort waren, kam endlich ihre Antwort und wir sind dann doch wieder umgekehrt und nachhause gefahren. Sabrinas Gasteltern haben so nett reagiert und waren überhaupt nicht sauer! Ihr Hostdad meinte sogar, dass sie das nicht mal in die Werkstatt bringen müsste, um es abchecken zu lassen, weil es wirklich nicht so schlimm aussah.
Ich habe dann mein Auto bei Judith geholt und wir sind nach Half Moon Bay an den Strand gefahren.

Am Dienstag war ich hier dann doch mal beim Zahnarzt. Eigentlich wollte ich bis Deutschland warten, aber nachdem zwei meiner Freundinnen beim Zahnarzt waren und es auch gar nicht so teuer war, bin ich jetzt auch mal gegangen, da einer meiner Zähne schon seit längerem super empfindlich war und ich eigentlich hätte schwören können, dass da ein Loch sein muss. Es stellte sich heraus, dass an dem Zahn nur das Zahnfleisch nicht weit genug hochgeht und somit der empfindliche Zahnhals etwas freiliegt und dem gefällt Kälte gar nicht. Ich bin echt so erleichtert, dass ich kein Loch habe und dass ich das habe abchecken lassen, aber mein erster Arzttermin in Deutschland wird trotzdem der Zahnarzt sein, da er ja jetzt nur die eine Seite so richtig angeschaut hat und ich auch einfach alles richtig abchecken lassen will. Man hat echt keine Ahnung, was wir in Deutschland für einen Luxus mit unserer Krankenversicherung haben, die im Vergleich echt so viel übernimmt! Es ist echt ein komisches Gefühl, zu den Leuten zu gehören, die sich nicht trauen zum Arzt zu gehen, weil es zu teuer werden könnte…

Am selben Tag war ich mit Anna nach der Schule Farbe, etc. einkaufen, da sie für ein Englischprojekt, die Garagenwand anmalen wollte. Das haben wir dann auch am Freitag gemacht und es ist echt gut geworden! Überhaupt nicht fleckig oder ähnliches und es hat sogar richtig Spaß gemacht, auch wenn streichen bei 30°C ganz schön anstrengend ist 😀
Gestern habe ich vormittags gearbeitet, danach mit meiner Zwillingsschwester geskypt und mich abends mit Judith, Anni und Karlotta getroffen.

Ich bin jetzt schon 300 Tage in den USA und in 74 Tagen geht es für mich nachhause. In letzter Zeit merke ich immer öfter, dass es wirklich dem Ende zu geht. Letztens habe ich z.B. drei Brotlaibe für Maxi gekauft (wir frieren das Brot ein) und mich gefragt, ob das jetzt nicht reichen müsste bis zum Ende, ich habe letzte Woche mein Zimmer ausgemistet und auch schon überlegt, mal Probe zu packen, ich habe mit meinen Freunden festgestellt, dass wir uns teilweise nur noch einen Monat sehen, weil wir dann alle am Reisen sind, etc.
Ich habe auch nur noch einen Monat mit meinen Kids! Auf der einen Seite kann ich es kaum abwarten, bis ich endlich fertig mit dem Au-Pair Job bin, aber auf der anderen Seite, heißt das ja auch, dass ich meinen Kleinen fürs Erste „Auf Wiedersehen“ sagen muss, ohne zu wissen, wann das Wiedersehen genau sein wird…

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day 290: cinco de mayo, san francisco with anna, last time college & happy birthday anna!

Am 05. Mai ist hier so etwas wie ein inoffizieller Feiertag, nämlich „cinco de mayo“ (= 05.Mai :D). Eigentlich wird da an den Sieg der mexikanischen Armee über Frankreich 1862 erinnert, aber hier in den USA ist das anscheinend der Tag, an dem die mexikanisch-amerikanische Kultur im Allgemeinen gefeiert wird und der Tag wird auch hauptsächlich zum Trinken genutzt (die Biermarke Corona hat den Tag, glaube ich, auch erst so richtig populär in den USA gemacht). Auf jeden Fall hatte unser Club natürlich auch eine Cinco de Mayo Party mit mexikanischem Essen und Piñatas für die Kinder. War nicht super spektakulär, besonders, wenn man nicht Alkohol trinken darf, aber das Essen war gut.
Am Tag danach habe ich vormittags mit Anna zuerst Spanisch und Geschichte gemacht und danach sind wir zusammen nach San Francisco gefahren! Zuerst sind wir zu Holmes Bakeshop, der aber leider schon zu hatte (2h vor dem eigentlichen Ladenschluss!), weil die für heute ausverkauft waren. Wir haben aber dann ein anderes leckeres Café gefunden und sind danach mit dem Bus über die Golden Gate Bridge gefahren und dann zu Fuß zurückgelaufen. Wir sind dann einfach an der Küste weiter gegangen zu einem super super schönem Strand! Ich LIEBE San Francisco einfach!

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Zum Schluss haben wir uns noch ein Eis gekauft, das auch mega lecker war!
Am 09.Mai war dann meine Stanford Class zum letzten Mal, das heißt, das nächste Mal, wenn ich in eine Vorlesung gehe, wird es schon mein richtiges Studium sein! Ich bin aber echt froh, dass ich jetzt nicht mehr zum College gehen muss und alle Vormittage und Abende freihabe 🙂 Wobei bei der Stanford Class gut war, dass ich deswegen nur bis 18 Uhr arbeiten musste und ich so für sechs Wochen nur 4-5 Stunden montags gearbeitet habe.

Am 12.Mai war Annas Geburtstag und sie ist jetzt 13 Jahre alt – ein Teenager! Wobei man das immer noch nicht wirklich merkt, also zumindest nicht, wenn es um das typische pubertäre Verhalten geht. Sie ist einfach so lieb uns selbstständig und ich habe echt viel Spaß mit ihr!
Ihren Geburtstag hat sie natürlich auch gleich mit einem Sleepover gefeiert, weshalb ich statt einem Mädchen, dann fünf von der Schule abgeholt habe. Am Samstagmorgen habe ich dann Bagels geholt und das Frühstück vorbereitet, weil meine Hostmom mit Maxi zu einem Fußballspiel musste. Aber sonst muss man sich um 13-jährige Mädchen ja nicht wirklich kümmern 🙂

day 281: next au pair, return flight, travel month, pool time & san francisco

Ich weiß, ich bin fast einen Monat hinten dran, aber da ich gerade Zeit habe, habe ich mir fest vorgenommen, die Lücke zu schließen!

Seit dem 26.04 hat meine Gastfamilie ganz offiziell mein Nachfolgeaupair. Sie wird am 24.07 in New York landen und dann am 27.07 hier in San Francisco, wo ich sie abholen werde und dann auch noch eine Woche mit ihr verbringen werde bis es am 03. August für mich erst einmal „bye bye, USA“ heißt. Meinen Rückflug habe ich nämlich am 04. Mai bekommen, nachdem ich den nur ein Tag vorher angefordert habe! Ich werde am 03. August um 8.00 Uhr morgens hier in San Francisco losfliegen und nach einem Zwischenstopp in Philadelphia, am 4. August um 8.50 Uhr in München landen 🙂

Als Au-Pair in den USA hat man nach den 12 Monaten noch 30 Tage Zeit (grace period des Visums) zu reisen. Ich werde diese allerdings nicht wirklich nutzen, da meine Gastfamilie ab Ende Juni im Urlaub ist und ich dementsprechend „arbeitlos“ bin und dann einen Monat reisen kann bis das neue Au-Pair kommt. Mein Reisemonat ist aber dafür, dass er in gut einem Monat schon anfängt, noch gar nicht wirklich geplant 😀 Das einzige, was ich weiß, ist, dass es auf jeden Fall für eine Woche auf Hawaii, genauer auf Maui und Oahu, gehen wird. Wann genau, weiß ich aber auch noch nicht – am Dienstag kann ich wahrscheinlich mehr sagen! Bisher sind meine Flüge für den 17.-24. Juli gebucht, aber mal schauen, das wird sich jetzt alles im Laufe der nächsten Woche klären und dann werde ich auch alles buchen, weil billiger werden die Flüge und Hostels ja leider auch nicht…

Die erste Maiwoche hatten wir auch SUPER Wetter hier! Die ganze Woche über waren wir vormittags im Pool bei Sabrina und haben’s uns gut gehen lassen. Wir standen wirklich alle fünf Minuten da und haben uns gefragt, was wir eigentlich für ein Leben haben: Anfang Mai super Wetter, vormittags am Pool chillen, Zimtschnecken backen, Pizza bestellen – es gibt schlimmeres 😀

Am 29. April war ich auch mal wieder in San Francisco mit Judith, Anni und Sabrina. Wir haben uns bei Safeway mit Snacks eingedeckt und sind dann zum Mission Dolores Park. Dort war auch super viel los, weil es eben so gutes Wetter war! Später sind wir dann in die View Bar, das ist eine Bar mit einer recht schönen Aussicht über San Francisco. Dort haben wir uns alle einen superteuren Cocktail (ohne Alkohol) gegönnt und sind dann später auch wieder nachhause gefahren.

day 273: nine months in the states

Seit 9 Monaten bin ich jetzt schon in den USA, das heißt 3/4 meines Jahres sind vorbei. Und ich muss sagen, so unglücklich bin ich darüber nicht – ich vermisse mein Leben in Deutschland schon sehr und freue mich schon so sehr, meine Familie und Freunde wieder um mich zu haben.
Aber ich werde die Zeit hier auch noch so richtig ausnutzen! Es sind einige Reisen geplant/in Planung und das Wetter ist endlich wieder super. Wirklich, ich habe so eine Vorfreude auf die letzten drei Monate und ich merke jetzt schon, dass die zeit einfach nur so fliegt und ich sozusagen schon wieder in Deutschland bin 🙂 😦

Das Video über den 9.Monat habe ich übrigens noch nicht einmal angefangen – mir fehlte einfach bisher die Motivation 😀 Aber sobald es fertig ist, werdet ihr es zu sehen bekommen!

day 273: bye bye family & filoli

Seit meinem letzten Blogeintrag ist mal wieder ziemlich viel Zeit vergangen, aber ich werde alles aufholen!
Dieser Post wird jetzt erst einmal über das Wochenende vor drei Wochen (21-24.04) gehen.

Am Freitag war ich morgens wie immer im Gym, als ich von meiner großen Schwester eine Nachricht bekommen habe, dass sie bald in San José sein werden. Also bin ich nach nicht einmal 30 Minuten nachhause gefahren, um mein Auto zu laden, da ich sonst nicht bis nach San José und wieder zurück gekommen wäre.
Ich habe meine Familie dann in der Mall in San José getroffen 🙂 Nach 1 1/2 Stunden musste ich aber wieder zurück, weil ich natürlich arbeiten musste. Das war dann sogar echt besonders, weil ich zum ersten Mal in neun Monaten babysitten, das heißt, abends einfach da sein, weil niemand anderes da war, musste! Sonst muss ich nie länger als 21 Uhr (bzw. bis die zwei kleinen im Bett sind, was bei mir eigentlich dann immer spätestens 8.45 Uhr ist – ich mache mir ja nicht mehr Arbeit, als ich muss) arbeiten, weil die Großeltern ja immer zuhause sind. Aber an dem Freitag waren sowohl meine Gasteltern als auch die Großeltern abends eingeladen.
Am Samstag habe ich mich nochmal mit meiner Familie zum Frühstücken getroffen 🙂 Und kurz danach sind wir auch zum Flughafen gefahren. Der Abschied war für mich eigentlich gar nicht schwer, denn ich sehe sie ja in drei Monaten schon wieder. Abends bin ich dann mit Karlotta, Anni, Judith und Sabrina zum McDonald’s und danach noch nach Half Moon Bay gefahren.
Am Sonntag habe ich mit meiner Zwillingsschwester geskypt und bin danach mit Judith und Sabrina zu dem Park Filoli gefahren. Für den musste man sogar Eintritt zahlen, weil der bepflanzt war, aber es war für uns Deutsche jetzt nichts besonderes 😀 Aber wir waren dort einfach spazieren und haben gepicknickt.

Am Montag habe ich, als ich im Gym war, von meiner Hostmom die Nachricht bekommen, dass ich den Rest des Tages nicht mehr arbeiten müsste, weil ich dafür beide Tage am Wochenende arbeiten würde. Ich habe dann aber auch gar nicht so viel spannendes gemacht: ich bin den Dish mit Judith gegangen, habe Anna bei ihren Hausaufgaben geholfen und war dann abends bei meinem Stanford Kurs.