day 269: alamere falls & easter

Noch während ich letzten Dienstag mit meiner Familie in San Francisco unterwegs war, hatte mir meine Hostmom geschrieben, dass sie mit den Kindern spontan bis Sonntag wegfliegt. Deswegen habe ich sie Mittwochmorgen auch nur alle zum Flughafen gefahren und hatte dann den Rest der Woche auch noch frei – auch nicht schlecht 😀
Da Karlotta auch frei hatte und ihre Gastfamilie auch nicht da war, bin ich sozusagen für die Tage bei ihr eingezogen. Es war echt mal super entspannt, niemand von der Gastfamilie da zu haben (bei mir sind ja immer Opa und Oma noch da und dieses Mal war auch noch mein Hostdad da) und wir haben auch ziemlich viel gechillt, Serien geguckt und gegessen.
Am Mittwoch selber waren wir nachmittags mit Faraz (Typ aus unserem letzten Collegekurs) in San Francisco. Wir waren zuerst wieder bei den Twin Peaks und dann beim Ghirardelli Square (Ghirardelli ist eine Schokoladenmarke aus San Francisco). Danach hat uns Faraz noch ein Aussichtspunkt gezeigt, von dem man San Francisco und San José sehen konnte – super schön!
Am Donnerstag war ich nachmittags sogar für ein paar Stunden zuhause, weil ich Wäsche waschen musste (Donnerstag ist immer mein Waschtag), aber sonst war ich den ganzen Tag bei Karlotta.
Am Freitag hat der Wecker dann relativ früh geklingelt, weil wir Wandern gehen wollten. Wir haben dann noch Sabrina abgeholt, die auch frei hatte, und sind zum Point Reyes in den Norden von San Francisco gefahren. Ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung, was uns erwarten wird, da Karlotta alles „geplant“ hatte. Im Endeffekt sind wir fünf Stunden durch Wald, Dünen, Sand und Hügel gewandert, weil wir auf dem Hinweg den inoffiziellen Weg nicht gefunden haben und den offiziellen Weg nehmen mussten, mit dem man aber einen riesen Umweg gemacht hat. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Unser Ziel waren die Alamere Falls. Das ist ein Wasserfall, der direkt ins Meer läuft. Die letzte Meile auf unserem Hinweg war am Strand entlang und da Flut war, sind meine Füße nicht ganz trocken geblieben, auch wenn ich es wirklich versucht habe 😀 Der Wasserfall selber war aber einfach unglaublich schön und da es die Tage davor geregnet hatte, hatte er auch ziemlich viel Wasser. Auf dem Rückweg haben wir dann den inoffiziellen Weg genommen, den anscheinend auf dem Hinweg schon jeder außer uns gefunden hatte, denn während dem Wandern waren wir so ziemlich alleine, aber am Wasserfall waren dann doch einige Menschen. Das fand ich nochmal richtig cool, weil wir neben dem Wasserfall hochklettern mussten und dann auch über den Wasserfall bzw. Fluss rüber springen mussten.

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Als wir endlich wieder zuhause bei Karlotta waren, haben wir uns erst einmal Pizza bestellt, weil wir den ganzen Tag über nicht wirklich was hatten. Ich habe dann noch Sabrina nachhause gefahren und habe ausnahmsweise bei mir zuhause geschlafen.
Am Samstag bin ich morgens gleich wieder zu Karlotta gefahren und von dort aus haben wir die anderen abgeholt und sind nach Half Moon Bay ans Meer gefahren. Das Wetter war erstaunlich gut und fast nicht windig! Am Strand haben wir Phase 10 gespielt und den Surfern zugeschaut (surfen lernen steht bei mir auch noch ganz oben auf der to-do Liste). Als es dann doch windiger wurde, sind wir alle zu Karlotta gefahren und haben uns die High School Musical Filme angeschaut, da sie es nicht glauben konnten, dass ich sie noch nie gesehen hatte. Ich bin allerdings nach dem zweiten Film nachhause gefahren, um zu schlafen, weil ich wirklich so müde war! Wirklich, immer, wenn ich frei habe, bin ich danach unausgeschlafener als normalerweise.
Sonntagmorgen bin ich dann aber auch gleich wieder zu Karlotta, um sie für die Kirche abzuholen. Der Gottesdienst war auch richtig schön und es gab Donut Holes (der Teig, der in der Mitte aus dem Donut ausgestochen wird), Lemonade, Kaffee, etc. danach und wir haben ein Buch geschenkt bekommen. Nach der Kirche sind wir wieder zu Karlotta, um ein kleines Osterfrühstück mit Sabrina und Annika zu machen. Danach ging es mit High School Musical weiter und weil wir noch nicht genug von Zac Efron hatten, haben wir noch The Lucky One angefangen (ich habe ja gesagt, wir haben viel gechillt). Gegen 17 Uhr hat mich Karlotta dann aber rausgeschmissen, weil ihre Gastfamilie zurückgekommen ist und sie arbeiten musste. Ich habe dann auch nicht mehr sehr viel gemacht und habe dann um 21 Uhr meine Gastfamilie vom Flughafen abgeholt.

Diese Woche war dann wieder eine ganz normale Arbeitswoche. Am Dienstag haben alle verschlafen und bis ich das gemerkt habe, war es fast schon zu spät. Naja, 2 von 3 Kindern waren trotzdem pünktlich in der Schule und die Dritte nur nicht, weil niemand zuhause war, um sie zu fahren.
Vormittags war ich meistens wie immer im Gym und/oder habe mich mit Freunden getroffen, Sachen für mein Studium organisiert, etc.
Meine Arbeitswochen sind echt nicht spannend 😀 Mal schauen, was ich dieses Wochenende so mache!

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day 261: family in town

Am 08.04 war es endlich soweit, meine Eltern und zwei meiner Schwestern sind nach San Francisco geflogen, um mich zu besuchen! Morgens musste ich kurz arbeiten, aber um 12.30 Uhr war ich fertig und ich bin ganz schnell nachhause (ich war bei einem Fußballspiel von Maxi), habe mich umgezogen, das Willkommensplakat fertiggemacht und bin los. Mein Plan war eigentlich, das Auto bei der BART-Station stehen zu lassen und dann mit der BART zum Flughafen zu fahren. Die Bahn habe ich dann aber leider verpasst und ich musste mir stattdessen ein Uber holen. Im Flughafen musste ich dann noch eine Stunde warten, bis meine Familie ENDLICH aus dem Gate gekommen ist und ich sie nach 258 Tagen wieder umarmen konnte.


Wir haben dann ihr Mietauto abgeholt (so ein richtig amerikanischer Nissan) und sind zu ihrem airbnb in San Francisco gefahren. Da das Wetter so gut war und die Wettervorhersage für die folgenden Tage eigentlich nicht so gut war, sind wir dann auch gleich weiter zur Golden Gate Bridge (mal wieder ohne Nebel – ich habe sie noch NIE im Nebel gesehen) und zum Hippie Tree, von dem man eine wahnsinns Aussicht über San Francisco hat und an dem eine Schaukel hängt. Da rauf zu kommen, war gar nicht so einfach und etwas peinlich (wer es sehen will: @katharinaprz auf Instagram :D), aber mit der richtigen Technik hat es dann beim zweiten Anlauf dann doch geklappt. Man muss eigentlich nur davor stehen, hochspringen und sich hochziehen und ein anderer sollte noch die Schaukel festhalten, sonst wird es langsam echt unmöglich.
Meine Familie hat mich dann zu meinem Auto gefahren und ich bin gleich weiter zu der Geburtstagsfeier von Sabrina und Judith. Ich habe zwar nichts mehr von dem wahrscheinlich super leckeren Abendessen bekommen außer Salat, aber es war natürlich trotzdem ziemlich cool (mit Schnitzel wäre es zwar noch ein Ticken cooler gewesen, aber wer zu spät kommt…:P ).

Am Sonntag bin ich dann ziemlich früh los, weil ich 30 Minuten nach Millbrae zur BART-Station fahren musste, da bei mir in der Nähe kein Zug so früh in die Stadt gefahren ist. Dieses Mal hat auch alles geklappt und ich habe mich mit meiner Familie in Chloe’s Café zum Frühstücken getroffen 🙂 Danach sind wir in den Mission Dolores Park, ins Castro Viertel, zu den Twin Peaks und dann zu Stanford gefahren. Und um 16 Uhr ging es dann zu meiner Gastfamilie, den die hat meine Familie zum Dinner eingeladen! Das Abendessen war auch echt cool, aber es war auch ziemlich komisch, meine beiden Familien an einem Tisch zu haben 🙂


Meine Gastfamilie hat mir für die Zeit mit meiner Familie freigegeben bzw. ich habe mir Urlaub genommen. Deswegen hatte ich Montag und fast den ganzen Dienstag auch noch frei. Am Montag habe ich mich so gegen 10.30 Uhr mit meiner Familie in San Francisco getroffen und ich habe ihnen endlich die typischen Tourisachen wie Pier 39 mit den Seelöwen, Fisherman’s Wharf und Lombard Street gezeigt. Außerdem sind wir mit dem Cable Car gefahren, was echt ziemlich cool war, vor allem, als ich dann ab der Hälfte einen Stehplatz außen hatte. Von der Endstation sind wir dann nach Chinatown, wo wir erst einmal in meinem „Lieblingsrestaurant“ Essen waren und dann einen Frozen Yogurt Laden gefunden haben, bei dem es von 17-19 Uhr das Eis für den halben Preis gab! Es war erst 16.45 Uhr, aber bei so einem Angebot muss man natürlich warten 😀 Meine Familie hat mich dann auch wieder zum Zug gefahren und ich bin dann von der Station aus gleich zu Stanford gefahren und habe immerhin noch die zweite Hälfte von meinem Kurs mitbekommen. Um 23 Uhr habe ich dann Karlotta vom Flughafen abgeholt und um 12 Uhr habe ich noch mit einem zukünftigen Au-Pair geskypt.


Am Dienstagmorgen habe ich kurz gearbeitet, während meine Hostmom beim Arzt war. Meine Kids haben gerade alle Spring Break, weswegen sie alle zuhause waren, aber die haben alle Mathe gemacht und ich musste eigentlich nur immer von Kind zu Kind gehen und helfen. Danach bin ich mit dem Auto zum airbnb meiner Familie gefahren und von dort dann mit dem Uber weiter zu den Painted Ladies, wo ich wieder meine Familie getroffen habe. Wir waren dann noch shoppen, spazieren und wieder Frozen Yogurt essen (das Angebot war einfach zu gut!) und dann musste ich mich auch schon wieder erst Mal von ihnen verabschieden, denn sie sind Mittwochmorgen weiter in den Süden gefahren. Aber ich sehe sie nächsten Samstag nochmal, bevor sie zurück nach Deutschland fliegen!

day 257: about the next au pair, my last time college, a party & my stanford class

Meine Hostmom hat sich „endlich“ aufgerafft (wir sind immer noch super früh dran) und seit dem 28. März suchen sie/wir mein Nachfolgeaupair. Ich fand das am Anfang wirklich interessant, das von der Gastfamilienseite mitzubekommen, aber jetzt, wo es langsam ernster wird, wird mir immer mehr bewusst, dass ich bald weg bin 😦 Aber naja, so hundertprozentig motiviert ist meine Hostmom noch immer nicht 😀 Wir haben bisher erst mit einem Mädchen geskypt und soweit ich weiß, hat sie auch noch gar nicht mehr angeschrieben. Das ist aber auch wirklich so schlecht gemacht von AuPairCare! Man kann fast keine Filter auswählen, das heißt, wir müssten jetzt wirklich über 100 Bewerbungen durchschauen und darauf habe nicht Mal ich Lust und ich finde es eigentlich voll spannend, was die so schreiben und wie die Videos so sind. Aber naja, meine Hostmom ist auch ziemlich anspruchsvoll und weiß genau was sie will (mich, haha :D), aber sie musste sich schon von ein paar Kriterien verabschieden bzw. ist manches kein Muss-Kriterium mehr. Ich bin echt super gespannt, wer mein Nachfolgeaupair wird 🙂

Letzte Woche Donnerstag war auch endlich mein letztes Mal College! Es war unser Finalday, aber da wir ja statt dem Final ein Paper geschrieben haben (oder auch nicht), haben wir ein Potluck gemacht. Das heißt, jeder hat etwas zum Essen mitgebracht. Ich habe davor mal gegoogelt, was „typisch deutsch“ ist und habe dann Wiener im Schlafrock gemacht, also ohne Wiener, sondern mit irgendwelchen anderen Würstchen natürlich. Karlotta und ich wurden dann auch von Jazzi, die in unserem Kurs war, zu ihrer Winterquarterabschlussfeier eingeladen und da haben wir natürlich sofort zugesagt.
Die war dann auch letzten Samstag und es war wirklich mega cool 🙂 Zuerst waren wir am Pool von ihrem Apartmentkomplex, aber um 22 Uhr mussten wir in ihre Wohnung, weil dann der Pool „schließt“. Natürlich wurde Bierpong gespielt (amerikanisches Bier ist SO schlecht), es gab Essen (vegetarische Chicken Nuggets und irgendwann ganz am Ende Pizza) und zwischenzeitlich war ich sogar auf einer anderen Party, weil ich mit Karlotta, Faraz und Nick (beide auch aus unserem Kurs) draußen war und wir dann einen anderen getroffen haben, der dachte, wir sind auch auf der zweiten Party und uns dann einfach mitgenommen hat. Wir haben dann einfach die beiden Partys zusammengelegt und ja, der Abend war ziemlich schön 🙂 Nicht Mal ein einziges Foto habe ich von der Party, das heißt, die muss gut gewesen sein, weil ich gar nicht an meinem Handy war. Ich habe dann auch bei Karlotta übernachtet und da am nächsten Tag auch nur gechillt 😀

Seit letzten Montag mache ich jetzt eine Class an Stanford. Die heißt Neuromarketing und geht um Wirtschaftspsychologie würde ich jetzt mal sagen. Die ist Gott sei Dank abends, das heißt, ich habe jetzt montags immer schon früher Schluss und ALLE FÜNF Vormittage frei! Das hatte ich schon seit September nicht mehr wirklich 😀
So gaanz langsam kommt hier auch endlich der Sommer an. Jeden Amerikaner, den ich treffe, beteuert mir, dass das Wetter absolut unnormal ist und es eigentlich schon seit Wochen nur noch Sonne geben sollte. Ja, ist leider nicht so, aber ich kann mich nicht beschweren – wir hatten schon ein paar echt superschöne Tage dabei 🙂
Jetzt gerade ist es nur etwas doof, weil meine Familie in 16 Stunden in San Francisco landet und die jetzt ausgerechnet schlechtes Wetter bekommen 😦 Aber davon werden wir uns garantiert nicht die Stimmung vermiesen lassen – ich freue mich auf jeden Fall schon SO SEHR und bin echt aufgeregt!