day 113: grand canyon & las vegas

Nach nicht einmal vier Stunden Schlaf ging es dann am Samstagmorgen um 3 Uhr für mich Richtung Flughafen. Karlotta hat Jacky und mich abgeholt, da wir ihr Auto für die drei Tage am Flughafen stehen lassen durften 🙂
Mit dem Einchecken und dem Flug hat auch alles geklappt (außer das Jacky für ihren Carry On-Koffer 65$ zahlen musste, weil bei Spirit nur ein Personal Item im Preis inbegriffen ist) und wir waren um 7.30 Uhr in Las Vegas. Dort wollten wir nur unser Mietauto abholen und dann gleich zum Grand Canyon weiterfahren. So schnell ging das dann aber leider doch nicht, da ich im Voraus mit meiner Kreditkarte gezahlt habe und uns dann aber plötzlich gesagt wurde, dass die Kreditkarte mit dem Führerschein übereinstimmen muss. Ich darf aber mit 18 kein Auto mieten, weswegen wir ja schon bei der Buchung Jacky als Fahrerin angegeben haben. Wir und auch der Hertz-Angestellte haben echt alles versucht – meinen Führerschein, Jackys Prepaid-Kreditkarte, ihre deutsche EC-Karte -, aber nichts ging und wir dachten echt schon, wir müssen uns jetzt ein Hostel in Las Vegas suchen und dann irgendeine Tour zum Grand Canyon buchen. Plötzlich meinte der Hertz-Angestellte aber nur „pssst, nichts sagen“, drückte uns Rechnung und andere Zettel in die Hand und sagte, dass wir ganz schnell zu unserem Auto gehen und fahren sollen. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen, haben unser Auto gesucht, unser Zeug reingeschmissen und sind schnell raus aus dem Parkhaus. Ich habe wirklich immer noch keine Ahnung, was der da jetzt genau gemacht hat – ganz legal konnte es nicht sein, da ich auf allen Papieren draufstand aber so hätten wir wenigstens eine gute Erklärung gehabt, falls die Polizei mich beim Fahren aufgehalten hätte 😀

Mit dem Hotel hat dann aber Gott sei Dank alles geklappt und wir sind nach dem Einchecken gleich weiter zum Grand Canyon. Der Canyon ist wirklich unglaublich. Das ist so unvorstellbar, wie die Natur über Jahrhunderte sowas formt.
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Nach dem Sonnenuntergang sind wir dann noch mexikanisch essen gegangen und dann aber auch gleich schon ins Bett. Am Sonntag sind wir dann um 5.30Uhr aufgestanden und nach einem Frühstück bei Mc Donald’s gleich zu Canyon weiter, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Danach haben wir uns kurz wegen unserer geplanten Wanderung beraten lassen und sind dann auch gleich los. Schon ganz am Anfang wird man davor gewarnt, dass „down is optional, up is mandatory“ (runtergehen ist optional, raufgehen dann verpflichtend) und dass man nicht einmal ganz den Canyon runter zum Colorado River und wieder hoch an einem Tag machen sollte. Ja, also genau das haben wir ungeplanterweise gemacht. Wir hatten uns das eigentlich schon im Vorfeld überlegt, aber da uns überall davon abgeraten wurde, wollten wir es eigentlich sein lassen. Irgendwann hat uns dann aber irgendwie der Ehrgeiz gepackt (und es ging ja nur nach unten) und wir sind einfach immer weitergegangen bis wir dann wirklich unten beim Fluss waren. Ich finde, das muss man schon echt mal gesehen haben, auch wenn man sich im Vorfeld vielleicht um einen Übernachtungsplatz unten kümmern sollte. Die letzten zwei/drei Stunden waren echt kein Spaß, da man die ganze Zeit nur bergauf geht und einfach das Ende nicht sieht. Nach 10 Stunden, 25km und knapp 3000 Höhenmetern sind wir dann um 18.30Uhr im Dunkeln ENDLICH wieder oben angekommen. Ich muss sagen, ich bin wirklich relativ fit, aber auch ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr, mir tat alles weh und ich habe natürlich auch Muskelkater bekommen (ihr hättet uns am Montag dann in Las Vegas sehen müssen :D). Nach der Wanderung wollten wir dann wirklich alle nur noch ganz schnell zurück ins Hotel, duschen und schlafen.
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Am Montagmorgen waren wir dann erst einmal amerikanisch frühstücken beim Mexikaner und sind danach weiter nach Las Vegas! Aber: what happens in Vegas, stays in Vegas.
Nein Spaß: Ganz ehrlich, die Stadt ist so unnötig, aber mega cool! Wir haben uns die ganzen Hotels und Casinos angeschaut (New York, New York ist mein Lieblingshotel – ich meine, das hat sogar eine Achterbahn!?) und sind einfach am Strip entlanggelaufen. Viel mehr gibt es in Las Vegas auch nicht zu sehen, um ehrlich zu sein 😀 Die Downtown (Fremont Street) und den Strip, mehr ist da nicht. Aber ich denke, ich werde noch einmal zurückkommen, wenn ich 21 Jahre alt bin – dann macht das ganze erst so richtig Spaß.
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Um 20Uhr haben wir dann unser Auto wieder abgegeben und um 1Uhr lag ich dann endlich wieder zuhause in meinem Bett. So langsam merke ich auch, wie müde ich bin (es ist 21.45Uhr) und ich werde mich jetzt auch schnell duschen und dann schlafen gehen.

P.S.: Ich bin gerade sehr stolz auf mich, dass ich den Post so zeitnah geschrieben habe und sogar noch Fotos bearbeitet und hinzugefügt habe. Sorry, dass der Post so lang geworden ist. Aber wenn du das liest, dann hast du es für heute auch geschafft oder du bist so einer, der zuerst immer das Kleingedruckte liest. Falls zweiteres: bei mir stehen die wichtigen Informationen nie im Kleingedruckten.

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