day 15: michigan!

Sonntagmorgen ging es um 8.25 Uhr los nach Michigan! Ich hatte einen Zwischenstopp in Chicago und mein zweiter Flug hatte dann auch Verspätung, aber ich bin gut in Michigan angekommen 🙂 Meine Hostmom hat mich am Flughafen abgeholt und im Haus haben schon meine drei Kinder und mein Gastvater auf mich gewartet und mich begrüßt – ich liebe meine Gastfamilie schon jetzt! Alle sind so nett und lieb und ich werde jetzt schon wie ein Familienmitglied behandelt ☺ Am Sonntag waren wir dann noch schwimmen (das Haus liegt direkt am Elk Lake, einem kleinen See neben dem Lake Michigan) und abends was essen. Ich bin jetzt übrigens gerade nur 6 Stunden hinterher! Aber die Zeitumstellung von drei Stunden macht mir Gott sei Dank gar nichts aus.

Am Montag sind wir mittags in einen Nationalpark am Lake Michigan gefahren. Dort waren wir bei einer riesigen Düne, von der man eine WAHNSINNS Aussicht über den Lake Michigan hatte (der so riesig ist, dass es wie ein Meer aussah) und die wir dann auch runtergerannt sind (obwohl die Mitarbeiter das nicht so toll finden).

Unten sind wir kurz im Lake Michigan geschwommen und das Wasser war so klar und richtig warm! Danach sind wir die ganze Düne wieder hochgegangen oder besser hochgekrabbelt, weil die echt steil und hoch war und wir haben auch so gut 45 Minuten gebraucht, um wieder oben zu sein. Als Abkühlung (ein Pool fehlt oben an der Düne echt) sind wir dann ein Eis essen gegangen und die haben hier in den USA echt nur so ausgefallenere Sorten wie Mint Chocolate Chip, Peanut Butter Cookies, … und gar nicht so einfache Sorten wie Jogurt, Zitrone, Schokolade, Erdbeere, Vanille 🙂 Schmeckt aber natürlich trotzdem super gut.
Zurück im Haus waren wir noch einmal kurz schwimmen, aber ich war echt schon richtig müde vom Dünen raufklettern. Am Abend haben wir dann noch ein bisschen Olympia angeschaut, das hier in den USA viel wichtiger und größer ist als in Deutschland! Zwischendrin habe ich mit Anna die Werbungen bewertet und Cake Wars angeschaut – leider hat unsere Favoritin nicht gewonnen 😁

Allgemein finde ich es hier in Michigan so toll! Alles ist grün und es gibt so viele Seen. Ich bin so froh, dass meine Gastfamilie mir das ermöglicht hat ❤

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day 13: odyssey & san francisco

Gestern (Freitag) Morgen war ich gleich in der Früh im YMCA zum Probetraining und ich wusste ja, dass ich das Trainieren vermisse, aber erst während dem Training habe ich gemerkt, wie sehr mir das gefehlt hat (immerhin hatte ich jetzt fast ein Monat Trainingspause) und ich war da dann echt der glücklichste Mensch auf der Welt ☺
Auf dem Heimweg hatte ich dann auch einen „pinch me“-Moment, als ich so die Straßen entlang gefahren bin und ich realisiert habe, dass ich Glückliche jetzt wirklich für ein Jahr hier leben darf – so ganz realisiere ich es immer noch nicht…
Am Nachmittag war ich dann mit meinem Gastopa einkaufen und wir sind kurz am Facebook-Gelände vorbeigefahren, das wirklich super groß und schön ist!
Am Abend habe ich mich dann endlich mal mit Hannah in real life getroffen und wir waren zuerst bei ihr und sind dann zum Essen zum In ‚N Out gefahren. 

Dort soll es anscheinend die besten Fastfood-Burger geben – also gut war der Burger ja schon, aber jetzt auch nicht besonders toll und die Pommes mochte ich gar nicht, die waren aber auch unnatürlich hell und gelb. Da waren wir dann echt ein bisschen enttäuscht. Danach sind wir zum McDonald’s gelaufen (zuerst in die falsche Richtung, genau wie vorher auf dem Weg zum In ‚N Out) und haben uns da noch ein Eis gekauft, weil so was gibt es beim In ‚N Out irgendwie gar nicht 🙂 Nachdem ich Hannah nachhause gebracht habe, bin ich auch wieder nachhause gefahren und eigentlich hatte mein Elektroauto zu dem Zeitpunkt noch eine Reichweite von 23 Meilen und der Heimweg sollte nur so 15 Meilen sein. Ja, ich habe auf der Autobahn die falsche Ausfahrt genommen, musste dann auch noch eine Umleitung fahren und wusste dabei die ganze Zeit nicht, wo ich bin und wie weit ich von dem Haus entfernt bin, denn die Gesamtstrecke steht bei meinem Navi irgendwie nicht dran, zumindest habe ich das noch nicht gefunden. Auf jeden Fall bin ich echt tausend Tode gestorben und war sooo froh (ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie froh!), als ich dann mit 3% Akku und einer Restreichweite von 3 Meilen (ich hatte gerade echt Probleme, das zu formulieren :oops:) vor meinem Haus stand und ich habe mein Baby dann natürlich gleich ans Ladekabel gehängt!

Heute (Samstag) Morgen bin ich um 6 Uhr aufgewacht, obwohl mein Wecker erst um 7.30 geklingelt hätte, aber als ich gemerkt habe, was ich noch alles vor meinem Flug morgen erledigen muss, bin ich dann doch gleich aufgestanden und habe dann heute morgen geduscht, Bettzeug gewechselt, gepackt und Wäsche gewaschen, angetrocknet und aufgehängt. Und um 8.30 Uhr hieß es dann SAN FRANCISCO! Dort habe ich mich mit Kerstin und Nathalie, die ich beide aus der Trainingsschool kenne, getroffen und es war so toll! Wir sind einfach mal losgelaufen und waren am Pier 39, am Fisherman’s Wharf, wo es total viele Seelöwen (und Touristen :D) gibt, und dann dachten wir uns, dass wir ja zur Golden Gate Bridge laufen könnten, da wir die schon sehen konnten. Nachdem wir dann irgendwann auf einem höheren Punkt standen und gesehen haben, dass die doch „etwas“ weiter weg ist, als gedacht, haben wir die Brücke auf nächstes Mal verschoben 🙂 

Dafür waren wir dann noch zufällig auf der Lombardstreet, die in einem Teilstück im Zickzack verläuft, weil sie einfach so steil ist! Allgemein ist Sightseeing in San Francisco ein richtiges Workout, weil alles ziemlich weit auseinander liegt und die Straßen eben wirklich sehr steil sind. Das Wetter war übrigens echt tückisch – ich habe mega den Sonnenbrand im Gesicht, obwohl es zu 90% der Zeit bewölkt, kalt und windig war, aber die UV-Strahlen gehen hier anscheinend auch sehr gut durch die Wolken durch. Das nächste Mal creme ich mich auf jeden Fall ein!
San Francisco gefällt mir schon jetzt richtig gut und ich hatte vorhin auf dem Weg vom Bahnhof zum Treffpunkt wieder einen Moment, in dem ich mein Glück einfach nicht fassen konnte, weil ich einfach auf einer mit Palmen gesäumten Straße mit Blick aufs Meer und eine Brücke gegangen bin 😌

Jetzt sitze ich gerade noch im Zug zurück und zuhause muss ich noch fertig packen, da mein Flug nach Michigan morgen um 8 Uhr geht. Gott sei Dank fährt mich mein Gastopa, aber ich muss trotzdem um 5 Uhr aufstehen…

day 11: stanford, cheesecake factory & other things 

Hallo ihr Lieben,

gestern Nachmittag, nachdem wir Judith weggebracht hatten, waren mein Gastopa und ich in der Stanford University. Er hat mir dort den Bookstore gezeigt, in dem es allerdings viel mehr gibt als Bücher und danach haben wir uns über Kurse, die ich als Nicht-Student belegen kann, informiert. Bis wir das richtige Gebäude gefunden hatten, verging echt etwas Zeit, weil der Campus eigentlich wie eine Stadt ist.

Am Abend habe ich mich dann ganz blinddatemäßig mit Kira, einem Au-Pair, das bei mir um die Ecke wohnt, getroffen. Wir waren in der Cheesecakefactory und dieses Mal hatte ich sogar einen Cheesecake – okay, einen halben. Ich habe ihn mit Kira geteilt, weil wir davor ja auch schon was anderes zum Essen hatten, aber er war echt ziemlich gut! Mal schauen, wie viele verschiedene Cheesecakes ich in dem Jahr probieren werden könne 😌

Heute morgen (Donnerstag) habe ich ein bisschen aufgeräumt und geputzt und natürlich gefrühstückt und dann habe ich mich wieder mit Kira getroffen, da sie mir unbedingt Target (ein Supermarkt, bei dem es alles gibt) zeigen wollte. Und sie hatte sogar zwei verschiedene Oreosorten für mich dabei – Red Velvet und Reeses Peanut Butter. Mega lieb! Hier gibt es, glaube ich, über 10 Sorten von Oreos. Im Target habe ich mir dann einen Taschenkalender gekauft und danach sind wir weiter nach Downtown Redwood City, wo wir im World Market waren, von dem wir aber ein bisschen enttäuscht waren, da die jetzt nicht wirklich ein besonders großes Sortiment an ausländischen Produkten hatten. Um ihr auch einen neuen Supermarkt zu zeigen, sind wir anschließend noch zu Costco (Großsupermarkt wie Metro, C+C und Selgros) gefahren und wir haben eindeutig einen neuen Treffpunkt gefunden – es gab so viele Sachen zum Probieren, dass man sich echt satt essen konnte und das auch noch kostenlos 😂
Nachmittags war ich dann bei der Bank und habe ein Konto eröffnet. Eigentlich dachte ich, dass ich dazu meine Social Security Number brauche, die immer noch nicht da ist, aber andere Au Pairs hatten mir erzählt, dass sie gar keine gebraucht haben. Also bin ich auch einfach auf gut Glück dahin und habe jetzt ein kostenloses Studentenkonto. Die „einzigen“ Dokumente, die ich dafür gebraucht habe, waren mein Pass, das DS-2019 und das I94 (oder I96?). Der Bankangestellte war echt super nett und wir haben uns hauptsächlich über (deutsche) Autos unterhalten.
Danach war ich dann bei zwei Fitnessstudios, um mir die mal anzuschauen und nach den Preisen zu fragen und ich glaube, ich habe mein Fitnessstudio schon gefunden, aber im YMCA habe ich jetzt erstmal ein Probetraining und im 24hour Fitness muss ich mal fragen, ob ich da auch mal kostenlos kommen kann ☺️
Jetzt gehe ich dann auch gleich ins Bett, dass ich morgen fit fürs Fitnessstudio bin!

day 10: first goodbye

Hi peeps,
gestern war so ein richtig fauler Tag. Judith und ich haben eigentlich nichts gemacht außer ein Paket abgeholt und wo anders wieder abgegeben und den alten Willy Wonka Film angeschaut (wusstet ihr, dass die Version mit Johnny Depp ein Remake ist? 😳). Ich war gestern aber ab 10 Uhr am Morgen so müde! So müde war ich echt schon lange nicht mehr. Anscheinend ist mein Jetlag doch noch nicht vorbei. Und ab Sonntag habe ich wieder eine andere Zeit, denn ich fliege zu meiner Gastfamilie nach Michigan 😍 Gestern morgen um 7 Uhr ruft mich meine Hostmom an und fragt nach meinen Passdaten – dann hat sie einfach einen Flug für mich gebucht! Am Sonntag geht’s in der Früh um 8 Uhr los nach Chicago und dann geht es weiter nach Taverne City in Michigan. Am Donnerstag fliege ich dann mit der ganzen Familie wieder zurück – ich freue mich so unglaublich auf Sonntag und darauf, endlich meine Gastfamilie kennenzulernen. Ich kann das alles hier noch gar nicht fassen, was ich jetzt schon für ein Glück habe ☺️ Ein paar, die mit mir ausgereist sind, denken schon über Rematch (d.h. einen Gastfamilienwechsel) nach bzw. sind schon im Rematch…
Gestern Abend waren Judith, mein Gastopa und ich dann noch Essen (ich war hier bisher jeden Tag mindestens einmal Essen), weil es ja Judiths letzter Abend war und dann hab ich Judith noch ein bisschen beim Packen geholfen.

Heute morgen haben wir Judith zum Flughafen gebracht und jetzt muss ich mal schauen, was ich heute noch so mache. Am Abend treffe ich mich mit einem Au-Pair aus dem Nachbarort (zum Essen :D) und sonst erkunde ich vielleicht mal die Gegend ein bisschen mit dem Fahrrad.

day 8: santa clara, farewell party & other stuff

Die letzten beiden Tage waren super!
Gestern (Sonntag) waren wir vormittags ein paar Sachen einkaufen (ich musste einfach rein aus Prinzip am Sonntag einkaufen gehen :D) und dann haben wir eine Freundin von Judith abgeholt, die gerade ihren Reisemonat macht und am Anfang von ihrem Jahr in Palo Alto gewohnt hat. Die hatte auch noch einen öterreichischen Studenten dabei, den sie im Hostel kennengelernt hat, und wir waren dann alle zusammen Crepes essen – der war wirklich super lecker!
Danach sind wir ganz spontan kurz zur Santa Clara University gefahren, weil der Österreicher dort ab August studieren wird. Ganz ehrlich, ich könnte da gar nicht studieren, weil ich total abgelenkt wäre von den ganzen Palmen und schönen Gebäuden. Der Campus ist wirklich richtig richtig schön und ein bisschen mit Stanford zu vergleichen.


Dort waren wir aber wirklich nur ganz kurz, weil Judith am Abend ihre Abschiedsfeier hatte und sie/wir da noch etwas planen mussten. Ich bin dann auch das erste Mal ganz alleine Auto gefahren und habe sogar ohne Navi zum Supermarkt gefunden 😀 Zur Abschiedsfeier sind auch in paar Amerikaner gekommen, das heißt, ich konnte endlich mal englisch sprechen, sonst ist ja alles echt ziemlich deutsch hier bei mir. Dabei habe ich aber total gemerkt, dass es den anderen Au Pairs, die jetzt ein Jahr da waren, viel leichter fällt einfach auf Englisch draufloszusprechen – das muss sich bei mir eindeutig noch verbessern 🙂 Die Party an sich war ziemlich cool! Mitten in der Nacht haben wir dann angefangen Fußball zu spielen und ich habe sogar drei Tore geschossen – da kommen meine deutschen Gene wohl doch ein bisschen durch.

Heute (Montag) habe ich Fahrstunden ausgemacht (wie ich mich darauf schon freue 😛), kurz mit Ella gefacetimed, weil sie heute 9 Jahre alt wird und Judith und ich waren in einem Kino und haben Nerve angeschaut. 1. Das Kino war mega cool mit Liegestühlen und 2. den Film müsst ihr unbedingt anschauen, wenn er in Deutschland rauskommt! Das Ende finde ich zwar ein bisschen unpassend, aber der Film ist mega gut. Danach sind wir spontan mit einer Au Pair Freundin in eine Mall gefahren und ich konnte mir bei Hollister endlich meine Lieblingsjeans, die ich vier Tage vor meinem Abflug ruiniert habe, wieder kaufen (und das für nur 25$!). Außerdem habe ich mir noch ein paar Oberteile gekauft, weil ja gerade überall Sale ist. Danach sind wir noch zur Cheesecake Factory zum Abendessen gefahren – ich hatte heute zwar noch keinen Cheesecake, aber das werde ich auf jeden Fall noch nachholen.
Und nur um das nochmal klar zu stellen: Ich kann nur so viel machen und „reisen“, weil meine Gastfamilie im Urlaub ist und ich bin mir durchaus bewusst, was für ein Glück ich habe, dass sie mir auch so vertrauen und ich auch schon Auto fahren darf ☺️