winter sport class for children ❄

Hallo meine Lieben,

heute kommt mal ein etwas anderer Blogpost.
Und zwar trainiere ich Kinder im Eiskunstlauf und habe für die letzte Stunde vor Weihnachten eine Märchenstunde entworfen, um mal ein bisschen Abwechslung ins Training reinzubringen.  Die Kinder haben alle so toll mitgemacht und hatten so viel Spaß, dass ich mir dachte, dass ich es einfach mal mit euch teile. Vielleicht kann ich damit ja jemanden inspirieren und helfen, da man die Stunde nicht nur auf dem Eis durchführen kann 🙂
Das Wintermärchen habe ich auf wintergeschichten.wordpress.com gefunden und leicht abgeändert, dass es für eine Trainingsstunde passt.

graphic - wintersportstunde 2

 

Trainer (vorlesen/nacherzählen):
Mia blickt in den Winterhimmel. Wann schneit es endlich?
“Bring Schnee!”, ruft sie zu der dicken Wolke hinauf.
“Geht nicht”, hallt es zurück und ein Männlein, das einem kleinen Schneemann ähnelt, hüpft von der Wolke und landet vor Mia.
“Willi Schnifix mein Name”, sagt es mit einer Verbeugung. “Ich bin ein Ururgroßnachneffe des Schneekönigs.”
“Es gibt keinen Schneekönig”, sagt Mia. “Schon gar nicht gibt es kleine Männlein, die von Wolken hüpfen.”
“Hihi”, kichert Willi Schnifix. “Mich soll´s nicht geben? Ha! Da zwick mich doch gleich einer am Bauch! Siehst du? Aua! Das tut weh! Huhu! Du siehst, mich gibt es. Hab ich doch gleich gesagt. Und überhaupt, wie kann…”
Mia lacht. “Okay! Okay! Und was willst du mir jetzt erzählen, du komischer Ururgroßnachneffe?”
Jetzt blickt das Männlein traurig drein. “I-i-ich brauche deine Hilfe”, stammelt es. “In Not bin ich. Nein, das heißt, nicht ich, sondern der Schneekönig ist´s, der in der Patsche sitzt.”
“Der Schneekönig?” Mia wundert sich. “Es gibt keinen Schneekönig. Sieh dich um: Es gibt nicht einmal Schnee.”
Das Männlein seufzt. ”Das ist ja das Problem. Der Schneekönig hält noch immer Winterschlaf. Wenn kein Wunder geschieht, fällt der Schneewinter in diesem Jahr aus.”
“Was für ein Wunder muss denn geschehen?”, fragt Mia.
Das Männlein sieht Mia bittend an. “Komm mit! Sag du dem Schneekönig, dass Winter ist und dass alle auf ihn warten! Bitte. Es eilt.”
“Aber wo finde ich den Schneekönig?”, fragt Mia ratlos.
„Er wohnt in einer Wolke über dem Nordpol.“, erklärt ihr Schnifix. „Komm mit!“

Und jetzt kommt der für die Kinder spannende Teil:

der Weg zum Nordpol!

Da kann man sich jetzt ganz verschiedene Sachen ausdenken, die einem auf dem Weg passieren.

Ein paar Beispiele, die mir eingefallen sind:
enge Eisbergspalten > auf einem Bein fahren (Eis)/hüpfen, auf einer Linie/Balken balancieren
niedrige Gänge > Hocke (Eis), krabbeln
Eisbären (die Kinder haben das geliebt) > (langsam) vorwärts laufen, wenn die Kinder einen Eisbär sehen, müssen sie schreien und ganz schnell stehen bleiben, dann langsam zurückgehen bis der Eisbär weg ist (wir haben teilweise 5 Minuten von Bande zu Bande gebraucht, weil so viele Eisbären auf dem Weg waren)
Schneeballschlacht > mit Bällen abwerfen bzw. auch fangen
Steine > Parcour/Slalom laufen (manchmal war auch das Eis so dünn, dass nur jeweils ein Kind durchlaufen konnte)
durchs Meer schwimmen > auf dem Eis Fische machen
Baumstämme oder ähnliches > Hocksprung (Eis), Pferdchensprung …

Ich habe versucht, alle Elemente, die meine Kinder schon gelernt haben, miteinzubringen, dass sie die nebenbei auch noch üben. Außerdem habe ich die Kinder manchmal gefragt, was als nächstes passiert – dabei ist zum Beispiel der Pinguingang rausgekommen, weil wir mit einer Pinguinfamilie mitgelaufen sind und nicht auffallen wollten.

Beim Schneekönig angekommen (ca. 10 Minuten vor Stundenende): Spirale in die Hölle hineinlaufen.

Trainer/Schnifix: Jetzt müssen wir den Schneekönig aber noch aufwecken. Rufen wir alle ganz laut zusammen „Schneekönig“!
Kinder: SCHNEEKÖNIG!  (ganze dreimal mussten wir rufen, bis er endlich aufgewacht ist)
Trainer (mit verstellter tiefer Stimme): Kinder, was macht ihr denn hier?
Kinder: erzählen, dass es noch nicht geschneit hat und er verschlafen hat
Trainer (mit verstellter tiefer Stimme): Oh, dann müssen wir aber ganz schnell los!

Alle zusammen in einer Spirale aus der „Hölle“ rauslaufen

Trainer (mit verstellter tiefer Stimme): Jetzt müssen wir auf den Wolken herumspringen und -stampfen (evtl. auf einer Matte), dass es bei euch schneit.

Alle zusammen auf dem Boden/Matte herumspringen und stampfen. Nach ein/zwei Minuten:

Trainer (mit verstellter tiefer Stimme): So das müsste reichen! Lasst uns wieder in meine Hölle fahren, dass ich mich wieder schlafen legen kann.

In einer Spirale in die Hölle hineinfahren.

Trainer (mit verstellter tiefer Stimme): Bevor ich jetzt aber wieder schlafen gehe, muss ich mich aber noch bei euch bedanken: Vielen vielen Dank, dass ihr mir geholfen habt und ich hoffe, bei euch schneit es bald! Als Dankeschön bekommt jeder noch eine kleine Belohnung (Schokolade, Gummibärchen, etc. – ich hätte Schokoladeneiszapfen oder -schneeflocken toll gefunden, da ich aber am Ende etwas kurzfristig dran war, wurden es nur Schokokugeln) und ich zaubere euch natürlich zurück in eure Turnhalle/Eishalle, dass ihr den weiten Weg nicht noch einmal gehen müsst. Dafür müsst ihr alle die Augen schließen und euch im Kreis drehen. (wieder mit normaler Stimme) Und tada, wir sind wieder zurück.

Verabschiedung

Wie gesagt, die Kinder und ich hatten super viel Spaß in der Stunde!

Bis bald, Katharina

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